Kirchensteuer

Liebe Schwestern und Brüder,

die Verantwortlichen im Erzbistum Berlin schätzen den Beitrag, den Sie mit der Kirchensteuer, durch Spenden und bei Kollekten zur Unterstützung der kirchlichen Arbeit leisten, sehr hoch.

Ich bin mir dessen bewusst: Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass Sie auch in Situationen der Unsicherheit im privaten Leben und in beruflicher Hinsicht diesen Beitrag weiterhin aufbringen.

Da Sie dies aber tun, helfen Sie der Kirche von Berlin, ihren Auftrag zu erfüllen und für die Menschen da zu sein.
Ohne Ihre Hilfe müssten manche Dienste der Kirche wegfallen.

Die Einnahmen gehen zwar zurück. Doch besteht die Hoffnung, dass durch die Beiträge vieler – auch Ihre – die finanzielle Grundlage für die Erfüllung unseres Auftrags erhalten bleibt: die Verkündigung der Frohen Botschaft von Jesus Christus, die Feier der Gottesdienste, die Begleitung vieler Menschen in den verschiedenen Lebenssituationen, die Unterstützung und Orientierung von Menschen in Not, die Erfahrung von Gemeinschaft und die Pflege der Kultur des Menschlichen.

Herzlichen Dank!

Georg Kardinal Sterzinsky
Erzbischof von Berlin

Was geschieht mit der Kirchensteuer?

Verteilung des verfügbaren Kirchensteueraufkommens auf Kostenbereiche

Der Haushaltsentwurf für das Jahr 2007 weist Einnahmen in Höhe von 142,6 Mio. € aus. Der Anteil der Kirchensteuereinnahmen beläuft sich auf rund 61,3 Mio. € brutto (43%).
Ca. 7,7 Mio. € sind als sog. „Clearing-Zahlungen“ im Haushalt als Ausgaben eingeplant. „Clearing“ ist ein Abrechnungsverfahren der deutschen (Erz-)Bistümer mit dem Ziel, die Kirchensteuer gerecht zu verteilen. Denn in vielen Fällen wird die Kirchensteuer nicht dort erhoben, wo der jeweilige Kirchensteuerzahler wohnt und sich am kirchlichen Leben beteiligt.
So wird z.B. die Kirchensteuer für Mitarbeiter von Bundesbehörden in Berlin abgeführt, auch wenn die Mitarbeiter über ganz Deutschland verteilt leben und arbeiten. Deren Kirchensteuer soll aber in den Heimatbistümern zur Verfügung stehen.
Das Erzbistum Berlin ist Netto-Zahler im Clearing-Verfahren.
Somit verbleiben netto für die Pastoral im Erzbistum Berlin etwa 53,6 Mio. €.

Diese Summe verteilt sich im Jahr 2007 wie folgt:

Pfarrgemeinden

19.705.200

36,7%

Kindertagesstätten
in Trägerschaft der Pfarrgemeinden

2.106.700

3,9%

Diözesan-Caritasverband
(ohne Kindertagesstätten)

5.769.800

10,8%

Religionsunterricht

5.806.700

10,8%

Verwaltung
inkl. Kapitaldienst, Pensionsleistungen

14.549.300

27,1%

Seelsorge
muttersprachliche Gemeinden,
kategoriale Seelsorge (z.B.: Krankenhaus, Gefängnis)

5.720.900

10,7%


53.658.600

(alle Angaben in € lt. Haushaltsplan 2007)

Die Kirchensteuer ist gerecht!

Die Basis für die Kirchensteuer vom Einkommen ist die Lohn- und Einkommensteuer. Der Kirchensteuersatz beträgt 9% der Lohn- und Einkommensteuer und ist somit direkt an die finanziellen Möglichkeiten der und des Einzelnen gekoppelt. Wer wenig verdient, muss auch weniger zahlen; auch wer Kinder hat, zahlt weniger. Auch durch die Berücksichtigung der Kirchensteuer als Sonderausgabe ergibt sich eine steuerliche Entlastung.
Von Arbeitslosengeld und Sozialhilfe wird keine Kirchensteuer erhoben.

Durch die weitgehende Übertragung der Kirchensteuer-verwaltung an die Finanzbehörden wird die Kirchensteuer zusammen mit der Lohn- bzw. Einkommensteuer erhoben. Diese Dienstleistung, die bei den Finanzämtern nur wenig Mehrarbeit darstellt, bezahlt die Kirche dem Staat und spart damit erhebliche Verwaltungskosten.

Einnahmeprognose – Steuerentwicklung

Für die nächsten Jahre plant das Erzbistum Berlin mit zurückgehenden Kirchensteuereinnahmen. Dafür gibt es verschiedene Gründe:

Kontakt

Erzbischöfliches Ordinariat Berlin - Pressestelle -
Niederwallstraße 8-9
10117 Berlin
Tel.: (030) 326 84-136
Fax: (030) 326 84-193
E-Mail: Presse