Dr. Carl-Sonnenschein-Wanderungen

Herbstprogramm 2017

In diesem Herbst stehen zwei Tagesausflüge auf dem Programm der „Dr. Carl-Sonnenschein-Wanderungen“: die Fahrten „auf den Spuren Fontanes“ nach Neuruppin und „auf den Spuren Johannes Tetzels“ nach Jüterbog. Für beide Städtefahrten sind schriftliche oder telefonische Anmeldungen erforderlich: Handy-Nr. 0177 / 200 93 47. Für Ihre Fahrkarten sorgen Sie bitte selbst. Wir beraten Sie dabei gern.

Ansonsten gibt es sieben Spaziergänge im Berliner Stadtgebiet: in Lichtenrade, Kladow, Schöneberg/Kreuzberg, Tempelhof, Neukölln und Charlottenburg, sowie die Internationale Gartenbau-Ausstellung (IGA) in Berlin-Marzahn. Für diese Stadtspaziergänge sind Anmeldungen nicht erforderlich.

Als Aufwandsentschädigungen bitten wir Sie um eine Spende: für die beiden Städtefahrten pro Person eine Spende von 15,- Euro, für die Stadtspaziergänge die Hälfte. Nicht darin enthalten sind die Eintritte und evtl. Fremdführungen vor Ort.

Die Wanderungen im Überblick

Samstag, 2. September 2017: Spaziergang durch Lichtenrade – vom Dorf zur „Nachtbucht“. 

Der südlichste Ortsteil des  Bezirks Tempelhof und West-Berlins entstand bereits im 13. Jahrhundert in einer durch Rodung erweiterten Lichtung – daher der Name „Lichtenrode“ bzw. jetzt „Lichtenrade“. Das schön restaurierte Bauerndorf Alt-Lichtenrade mit einer alten Dorfkirche aus Feldsteinen und dem größten Dorfteich Berlins, dem „Giebelpfuhl“, ist ein sehenswertes Ziel dieses Spaziergangs. Lichtenrade bietet aber noch viel mehr: gepflegte Villen, ein kleines, idyllisches Laubwäldchen namens „Nachtbucht“ – und davor ein Grundstück der Schöneberger  katholischen St.Matthias-Gemeinde, das als „Familienerholungsstätte“ genutzt wird. Der Spaziergang wird geleitet von Peter Krzemien.

Treffpunkt ist um 13.00 Uhr auf dem S-Bhf. Lichtenrade.

Samstag, 9. September 2017: Spaziergang von Alt-Kladow bis nach Groß-Glienicke.

Dieser Spazierweg sollte bereits am 22. Juni stattfinden. Doch ein Unwetter mit Starkregen und Gewittersturm zwang uns zum Abbruch des Weges im Krankenhaus „Havelhöhe“. Der 2. Teil des geplanten Weges soll nun im Herbst stattfinden: von Alt-Kladow durch die „Finnenhaus-Siedlung“ und die „Fuchsberge“ hinüber zur kath. Kirche „Mariä Himmelfahrt“, wo wir eine kurze Andacht feiern. Weiter geht es zur Siedlung Groß-Glienicke und zum Groß-Glienicker See. Ende ist am Gutshof Glienicke.

Treffpunkt ist um 12.30 Uhr am „Busbahnhof“ in Alt-Kladow. (Es gibt um 12.00 Uhr eine 20minütige Fährverbindung von Wannsee nach Kladow, Uferpromenade. Von dort etwa 10 Minuten über den „Rohrsängersteig“ zu Fuß hinauf nach Alt-Kladow). 

Samstag, 16. September 2017: Fahrt in die „Fontanestadt“ Neuruppin.

Diese  Stadt am Ruppiner See gilt als die „preußischste“ aller Städte in der Mark Brandenburg Bekannt wurde sie vor allem wegen ihrer berühmten Persönlichkeiten, die hier geboren und aufgewachsen sind: Theodor Fontane und Karl-Friedrich Schinkel. Die Stadt am Ufer des Ruppiner Sees ist ein „Baudenkmal von internationalem Rang“ und bietet viel Sehenswertes, darunter mehrere Kirchen mit großer Geschichte, so das ehemalige Dominikanerkloster St.Trinitatis. Es ist schon mehr als zehn Jahre her, dass die „Dr. Carl-Sonnenschein-Wanderungen“ Neuruppin besuchten. Seither hat sich einiges in der Stadt verändert. Unser Stadtrundgang wird das verdeutlichen.

Treffpunkt ist um 9.00 Uhr vor dem Reisezentrum des Bhf. Berlin-Spandau. Abfahrt des Zuges RE 6 Richtung Wittenberge: 9.22 Uhr. Rückfahrt ab Neuruppin: 17.28 Uhr. Rückankunft Spandau: 18.36 Uhr, Gesundbrunnen: 18.54 Uhr.

Samstag, 23. September 2017: Spaziergang vom „Alten St. Matthäus-Kirchhof“ zum „Viktoriapark“ und zum Platz der Luftbrücke.

Dieser Weg von Schöneberg über den Kreuzberg bis nach Tempelhof ist kein weiter, aber ein sehr abwechslungsreicher Weg, eine „Mischung aus Natur und Geschichte“. Er beginnt am Alten St.Matthäus-Kirchhof, einem  Friedhof mit Gräbern zahlreicher Prominenter. Hier wird Frau Margret Baumgarten  die Führung  übernehmen. Nach einer Kaffeepause im „Café Finovo“ geht es weiter zum „Viktoriapark“ mit dem 66 m hohen Kreuzberg, danach zur ehemaligen „Schultheiss-Brauerei“, heute die „Wohnbrauerei Victoria-Quartier“ und zum „Platz der Luftbrücke“ mit dem originellen Luftbrücken-Denkmal.

Treffpunkt ist um 13.00 Uhr auf dem S-Bhf. Yorckstraße (S-Bahnlinien 2 und 25). Ende gg. 17.00 Uhr am U-Bhf. Platz der Luftbrücke.

Donnerstag, 5. Oktober 2017: Fahrt „auf den Spuren Tetzels“ nach Jüterbog. 

Das 1007 erstmals erwähnte Jüterbog ist eine der ältesten Städte Brandenburgs und steht besonders in diesem Jahr des 500. Reformationsgedenkens im Mittelpunkt des Interesses. Sie war „die Stadt des Anstoßes der Reformation“. Hier wirkte 1517 der Dominikanermönch Johannes Tetzel und versprach in seinen Predigten die „Befreiung von Sünden – gegen bare Münze“, so heißt es. Das brachte Martin Luther in Wittenberg „auf die Palme“ und er schrieb seine „95 Thesen“ gegen diesen Ablasshandel. Zwei Jahre danach wurde auch Jüterbog protestantisch, denn an der Nikolaikirche predigte der ebenfalls bekannte Thomas Müntzer und überzeugte die Bürger von der neuen Lehre Luthers. Jüterbog ist vor allem in diesem Herbst eines Besuches wert, denn im ehemaligen Franziskanerkloster , heute „Kulturquartier Mönchenkloster“, wird die  Ausstellung gezeigt: „Tetzel – Ablass – Fegefeuer“. Darin wird mit den Vorurteilen aufgeräumt, die sich vor allem um diesen Mönch rankten, dem „Bösewicht“ und „Sündenbock“, wie er in protestantischen Kreisen genannt wurde. Zu Jüterbog gehört aber noch viel mehr: Wir sehen eine Stadt, die in den letzten Jahren wunderschön wiederhergerichtet wurde: Fachwerkhäuser, das älteste Rathaus in Brandenburg, eine erhaltene Stadtmauer mit zwei schönen Stadttoren, einem „Schloßpark“ und die katholische Kirche St.Hedwig“ mit der „Tetzelkapelle“.

Treffpunkt ist um 9.20 Uhr vor dem Reisezentrum Bhf. Berlin-Südkreuz. Abfahrt des Zuges Richtung Elsterwerda: um 9.40 Uhr. Ankunft in Jüterbog: 10.22 Uhr. Rückfahrt ist um 17.36 Uhr , Rückankunft Bln.-Südkreuz: 18.20 Uhr.

Samstag, 14. Oktober 2017: Bummel über die IGA in Berlin-Marzahn und Teilnahme am Ökumenischen Gottesdienst zum Abschluss der IGA.

Die Internationale Gartenausstellung (IGA) Berlin geht am 15. Oktober zu Ende. Einen Tag vorher findet um 15.00 Uhr ( - 17.00 Uhr) in der „Arena“ ein ökumenischer Gottesdienst statt, den wir besuchen werden.  Vorher wollen wir aber  einen kurzen Rundgang durch das IGA-Gelände unternehmen, u.a. den  „Christlichen Garten“ besuchen und die Blumenhalle mit der Floristik-Ausstellung „Des Abschieds goldener Glanz“.  Treffpunkt ist um 12.00 Uhr auf dem U-Bahnhof „Kienberg – Gärten der Welt“ (U 5). Ende ist um 17.30 Uhr am Hauptausgang Blumberger Damm (Bus X 69 u. 195). 

Donnerstag, 26. Oktober 2017: Spaziergang rund um die Dorfaue Alt-Tempelhof.

Das alte Dorf Tempelhof hat nicht nur eine schöne Dorfkirche, sondern auch viel Grün aufzuweisen: vier idyllische Parks mit kleinen Teichen, einem Wildgehege und großen Kinderspielplätzen. Unser Weg führt zunächst zum Wenckebach-Krankenhaus, dann zum „Francke-Park“ und weiter – vorbei am Rathaus -  zum „Alten Park“ mit dem „Klaren See“. Nach dem Besuch der Dorfkirche, mit dem „Katharinenaltar“ und dem historischen Kirchhof,  folgen zwei weitere Parks: der „Lehnepark“ und der „Bosepark“. Abschluss ist in der evangelischen „Glaubenskirche“ – mit einer Andacht und der Teilnahme am „Gemeindecafé“.

Treffpunkt ist auf dem U-Bahnhof Kaiserin-Augusta-Straße (U 6) um 13.00 Uhr. Der Weg ist ein Rundweg (rund 5 km) und endet wieder an diesem  U-Bhf. gegen 17.30 Uhr.

Samstag, 18. November 2017: Spaziergang durch den „Rollberg-Kiez“ in Neukölln.

Das „Rollberg-Viertel“, auch „Kiez“ genannt, ist etwas Besonderes im sog. „Multi-Kulti-Bezirk“ Neukölln. Hier leben vor allem viele Berliner, deren Vorfahren nicht nur aus der Türkei, sondern auch aus vielen anderen Ländern stammen. Auf diesem Spazierweg  kann man vieles neu entdecken: nicht nur sorgsam restaurierte Häuserfassaden, sondern auch neue kulturelle Aufbrüche, so auf dem Gelände der ehemaligen Kindl-Brauerei und südlich davon an der Ecke Morus-/Werbellinstraße das Kultur- und Begegnungszentrum „Morus 14“. Außerdem  besuchen wir auch die katholische St.Clara-Kirche sowie  die „Sehitlik-Moschee“ am Columbiadamm. Vorher geht es durch die südliche Hasenheide mit dem „Rixdorfer Teich“.

Treffpunkt ist um 12.00 Uhr auf dem U-Bahnhof „Boddinstraße“ (U 8), wo der Weg  gegen 17.00 Uhr endet.

Donnerstag, 28. Dezember 2017: „Winterwanderung“ über die Kantstraße in Charlottenburg – eine „Weltreise über 5 Kilometer“. 

Die Kantstraße in Charlottenburg hat schon seit einigen Jahrzehnten den Ruf als „Boulevard der Einwanderer“ oder „Landebahn Berlins“. Die Straße, die seit 1887 den Namen des berühmten Philosophen Immanuel Kant trägt, besitzt „internationales Flair“ und man kann sozusagen  auf dem 3 km langen Weg zwischen Breitscheidplatz und Amtsgerichtsplatz eine „Weltreise“ unternehmen. Man kann dort auch viel Historisches entdecken, sowie ein wenig „Grün“ am Savignyplatz und – am Ende des Weges – auch ein „geistliches Zentrum“: die Jesuitenresidenz St. Canisius. Der abwechslungsreiche Weg beginnt am S-Bhf. Zoologischer Garten.

Treffpunkt ist um 12.00 Uhr vor dem ehemaligen „Amerikahaus“ am Bhf. Zoo (Hardenbergstraße), das jetzt das Künstlerzentrum „C/O-Berlin“ ist. Abschluss ist gegen 17.00 Uhr vor der St. Canisius-Kirche in der Witzlebenstraße. Von dort ist es nicht mehr weit zum S-Bhf. „Messe Nord/ICC“, zu den Bussen M 49 /X 34 (am Amtsgerichtsplatz)  oder zum U-Bhf. „Sophie-Charlotte-Platz“.

Kontakt

Georg von Glowczewski
Tel.: (03328) 30 91 71
Handy: 0163 47 190 23
E-mail: g.wandern(ät)t-online.de