Pressemeldung

Hohe päpstliche Auszeichnung für Prof. Dr. Hans Joachim Meyer

30. August 2017 Stefan Förner
Pressesprecher

Prof. Dr. Hans Joachim Meyer, Staatsminister a.D., wurde von Papst Franziskus zum Komtur des Ordens des Heiligen Gregor des Großen ernannt.

Am Dienstag, 5. September 2017, 18.00 Uhr, wird Erzbischof Dr. Heiner Koch den Gregorius-Orden in der Katholischen Akademie an Prof. Meyer übergeben. Die Feier beginnt mit einer Vesper in der Akademie-Kirche Thomas von Aquin, Hannoversche Str. 5, Berlin-Mitte. Die Laudatio hält Pater Hans Langendörfer SJ, der Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz.

Damit würdigt die Katholische Kirche die herausragenden Verdienste, die sich Prof. Meyer in verschiedenen kirchlichen und staatlichen Ämtern sowohl im Erzbistum Berlin als auch deutschlandweit für die Kirche erworben hat.

Schon zur Zeit der DDR-Diktatur hat sich der gebürtige Rostocker zur Kirche bekannt. In den 1970er Jahren gehörte der Professor für Sprachwissenschaft der Dresdner Pastoralsynode an, anschließend arbeitete er im Ost-Berliner Pastoralrat mit. Nach der Wende wurde er Vorsitzender des „Gemeinsamen Aktionsausschusses katholischer Christen in der DDR“ und ins Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) berufen.

Nach der Vereinigung Deutschlands war er sächsischer Minister für Wissenschaft und Kunst. Als Präsident des ZdK war Meyer der höchste Repräsentant der katholischen Laien in Deutschland und damit u.a. auch Gastgeber für den ersten Ökumenischen Kirchentag 2003 in Berlin. Das ZdK führte Meyer von 1997 bis 2009.

Er ist Gründungsmitglied des Trägervereins der Katholischen Akademie e.V. und seit der Gründung 1990 bis 2015 dessen zweiter Vorsitzender; 2016 war Meyer Vorsitzender des Trägervereins.

Weiterhin ist er der Akademie verbunden als Mitglied im Trägerverein und im wissenschaftlichen Rat.
Nach wie vor begleitet Prof. Meyer kirchliche Entwicklungen engagiert und streitbar. 2015 legte Prof. Meyer (Jahrgang 1936) unter dem Titel „In keiner Schublade“ seine „Erfahrungen im geteilten und vereinten Deutschland“ vor.

Laudatio