Pressemeldung

Das Erzbistum Berlin trauert um Dr. Angela Schneider

21. Dezember 2017 Stefan Förner
Pressesprecher

Foto: SkF Berlin

Am Sonntag, 17. Dezember 2017, verstarb Dr. Angela Schneider im Alter von 75 Jahren.

Das Erzbistum Berlin trauert um eine engagierte Katholikin, die als Lehrerin, Schulleiterin und Schulrätin mit Warmherzigkeit, großem pädagogischem Impetus und ebensolcher Weitsicht die katholischen Schulen prägte und tatkräftig für ihre Weiterentwicklung sorgte.
Bildungsgerechtigkeit und Bildungschancen für alle Schülerinnen und Schüler waren ihr ein Herzensanliegen.
Für viele Lehrkräfte und Schulleitungen war sie Kollegin und Vorbild.

Die 1942 in Berlin geborene Angela Schneider war von 1963 bis 1966 Diözesan-Jugendführerin, von 1971 bis 1974 Mitglied der Würzburger Synode und von 1998 bis 2000 engagierte Moderatorin des diözesanen Pastoralforums.
Auch in ihrem Ruhestand und bis zuletzt engagierte sie sich vielfältig, u.a. im Vorstand des Sozialdiensts Katholischer Frauen (SkF).

Nachruf für Frau Dr. Angela Schneider

Am 17. Dezember 2017 verstarb unsere Schulrätin i.K./i.R., Angela Schneider. Will man die Spuren, die sie für die katholischen Schulen hinterlassen hat in prägnanter Weise zusammenfassen, dann stehen diese von ihr mitverfassten Zeilen des Grundlagenpapiers zu den Aufgaben und der Erziehungskonzeption der katholischen Schulen beispielhaft:

„Das christliche Menschenbild ist Grundlage unserer Bildungs- und Erziehungsarbeit ... So liebt Gott alle Menschen, trotz aller Schuld und vor jeder Leistung.“

Mit ihr begann der Aufbruch in eine auch den modernen Qualitätsansprüchen gerecht werdende pädagogische Arbeit an den katholischen Schulen, wobei sie sich auch immer für die von vielen alleingelassenen Schülerinnen und Schüler einsetzte.

Sie war eine engagierte Persönlichkeit mit klaren Positionen und pädagogischen Visionen, die auch immer wieder den Mut zu Auseinandersetzungen fand, der auch Autoritäten nicht scheute. Sie hatte die Kraft und Entschlossenheit, eingefahrene Wege in Schule und Verwaltung zu verlassen und förderte damit maßgeblich die reformpädagogischen Entwicklungen an unseren Schulen.

Als wertvolle Ratgeberin - nicht nur zu den bildungsrelevanten Aspekten - war sie von allen äußerst geschätzt bis zum Ende ihres Weges.

Ein Mensch mit vielen Emotionen, zu denen auch Humor und eine ausgeprägte Kritikfähigkeit gehörten, dem Halbherzigkeiten fremd waren, ist nicht mehr bei uns.

Sie fehlt uns schon jetzt.

Oberschulrat i.K. Peter Schaumann

Leiter Dezernat Schule, Hochschule und Erziehung