Pressemeldung

108 Sternsinger bringen Angela Merkel den SegenSternsinger-Empfang im Bundeskanzleramt

09. Januar 2018 Die Sternsinger / Kindermissionswerk

Foto: Ralf Adloff / Kindermissionswerk

Bereits zum dreizehnten Mal empfing Bundeskanzlerin Angela Merkel Sternsinger aus allen Bistümern Deutschlands.

108 Sternsinger haben Bundeskanzlerin Angela Merkel am 8. Januar in einem der wichtigsten Häuser der Republik besucht - dem Bundeskanzleramt. Jeweils vier Sternsinger aus allen 27 deutschen Bistümern vertraten in Berlin die 300.000 engagierten Mädchen und Jungen, die sich rund um das Dreikönigsfest bundesweit an der 60. Aktion Dreikönigssingen beteiligen. Das besondere Jubiläum der diesjährigen Aktion wusste auch Angela Merkel zu schätzen und betonte feierlich: „Ich freue mich natürlich immer, wenn ich königlichen Besuch bekomme. Ihr kommt aus allen Himmelsrichtungen, aus Nord und Süd, Ost und West, und dieses Mal zum 60. Mal, das ist natürlich noch einen ganz besonderen Gruß wert“, war die Kanzlerin begeistert von der fröhlichen Königsschar. „Und was ihr mitbringt, ist Gottes Segen, dafür möchte ich euch von ganzem Herzen danken.“

Bereits seit 1984 bringen die Sternsinger jedes Jahr ihren Segen „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“ ins Bundeskanzleramt. Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüßte die kleinen und großen Könige bereits zum 13. Mal. Das Motto der diesjährigen Aktion: „Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit“. Ein Motto, das auch Bundeskanzlerin Merkel wichtig ist: „Von Schule und Freizeit können viele Kinder nur träumen, weil sie eben jeden Tag arbeiten müssen. Leider hat sich, obwohl wir in vielen Teilen der Entwicklungshilfe auch Erfolge haben, die Zahl der arbeitenden Kinder nicht verändert. Und ich weiß, dass diese Botschaft sich nicht nur so allgemein irgendwohin richtet, sondern natürlich auch an uns als Politikerinnen und Politiker. Es ist wichtig, dass ihr heute noch mal den Finger in die Wunde legt.“

Sternsinger-Reporter on Tour

„Kinderarbeit ist eines der großen Probleme unserer Zeit. Jedes zehnte Kind muss arbeiten, viele unter ausbeuterischen, viele unter gesundheitsgefährdenden Bedingungen“, sagte Prälat Dr. Klaus Krämer in seiner Ansprache. „Sternsinger setzen sich ein für Kinder in Not und sie machen sich stark für die Rechte von Kindern in aller Welt. Gerade in diesen Tagen, in denen über die Zukunft unseres Landes gesprochen und verhandelt wird, ist das ein wichtiges Zeichen. Wir möchten Sie, Frau Bundeskanzlerin, bitten, dies mit in die Gespräche zu nehmen.“ Der Präsident des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger‘ hatte die Gruppen gemeinsam mit Pfarrer Dirk Bingener, Bundespräses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), ins Kanzleramt begleitet.

„Wenn wir darum ringen, ob wir eine neue Regierung bilden können, dann stehen Kinderrechte auch in Deutschland auf der Tagesordnung. Aber ein Blick hinaus in die Welt zeigt, dass wir nicht nur an uns denken dürfen“, so Merkel. Die Spende der Bundeskanzlerin durften die Sternsinger aus dem Erzbistum Köln entgegennehmen. Angela Merkel unterstützt damit Bildungsprojekte für arbeitende Kinder im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu, die von den Sternsingern gefördert werden. Mara (13), Mia (10), Peter (10) und Louisa (13) aus der Gemeinde St. Martinus in Neuss-Holzheim sagten anschließend auch den Sternsingersegen auf und schrieben ihn an prominenter Stelle im Kanzleramt an.

Sternsinger-Reporter auf Zack

Dabei richteten sich unzählige Kameras auf die vier Sternsinger aus dem Erzbistum Köln. Das Medieninteresse war groß. Auch Felix (10) und Johanna (10) aus der Pfarrei Salvator in Berlin-Lichtenrade ließen sich das königliche Event im Bundeskanzleramt nicht entgehen. Erstaunt und gleichzeitig fasziniert, ob des großen Blitzlichtgewitters auf der Pressetribüne, berichteten sie als Sternsinger-Reporter vom Empfang bei Kanzlerin Merkel. „Das Programm war ganz schön durchgeplant, aber es hat mir trotzdem sehr viel Spaß gemacht“, resümierte Felix den Tag. Und Johanna ergänzte verschmitzt: „Ich würde auch gerne einmal von Angela Merkel empfangen werden – aber Bundeskanzlerin möchte ich wirklich nicht sein.“

Text zum Bild

Die Sternsinger Laurens (12), Jonah (11), Maria (11) und Aivy (11) sowie Begleiterin Wiebke Deeken aus der Gemeinde St. Hedwig, Buckow-Müncheberg, in Müncheberg vertraten das Erzbistum Berlin am Montag beim Sternsinger-Empfang von Bundeskanzlerin Angela Merkel zur 60. Aktion Dreikönigssingen. Zum Gruppenfoto mit der Kanzlerin stellten sie sich gemeinsam mit Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident des Kindermissionswerks ,Die Sternsinger‘, und Pfarrer Dirk Bingener, Bundespräses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), im Bundeskanzleramt auf.