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Herzlich willkommen Pater Cappabianca

16. Juni 2017 Von Walter Plümpe

Foto: Walter Plümpe

Seit Mitte April hat die Berliner Studentengemeinde Edith Stein einen neuen Seelsorger. Der Weg des Dominikaners führte ihn von Frankfurt am Main, über München und Rom nach Berlin.

Die Katholische Studentengemeinde (KSG) Edith Stein hat einen neuen Pfarrer: Dominikanerpater Max Cappabianca. Als Sohn italienischer Gastarbeiter aus Neapel wuchs er in Frankfurt am Main auf. 1994 trat er in den Dominikanerorden ein. In Mainz wurde er 2000 von Kardinal Karl Lehmann zum Priester geweiht.
Nach drei Jahren, in denen Cappabianca als Kaplan in der Düsseldorfer Altstadt tätig war, wurde er beim ifp (Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses) in München zum Journalisten ausgebildet.

Es folgte ein Engagement bei der Katholischen Fernseharbeit der Deutschen Bischofskonferenz (Fernsehgottesdienste, Beiträge für Privatsendern) und nebenbei beim Domradio Köln. 2006 führte ihn sein Weg nach Rom. Drei Jahre war er Redakteur in der deutschsprachigen Abteilung von Radio Vatikan. 2009 wechselte Pater Max in die Ostkirchenredaktion. Auch nach seinem Wechsel in ein vatikanisches
„Ministerium“ war er bis Ende 2016 regelmäßig als Redakteur für Radio Vatikan tätig. „Meine römische Zeit hat meinen Horizont für die Weltkirche geöffnet, vor allem für die Ökumene mit den orthodoxen und altorientalischen Kirchen“, so Pater Max. Jetzt lebt er im Institut Marie-Dominique Chenu (benannt nach einem französischen Konzilstheologen) in Berlin-Pankow.

Seine vier Ordensbrüder widmen sich dort Grenzfragen zwischen Theologie, Philosophie und Gesellschaft. Sein Schwerpunkt aber ist die KSG: „Ich sehe sie als einen Ort, an dem Studenten eigenverantwortlich ihren Glauben erfahren und Kirchesein leben können.“ Zusammen mit anderen Hauptamtlichen möchte er den Rahmen dafür schaffen, dass Gemeinde wachsen kann, kritische Diskussionen und spirituelles Suchen möglich werden.

„Ich will versuchen, Kirche anders zu leben, einem Kirchentraum nahe zu kommen, Dinge auszuprobieren, die anderswo nicht gehen.“ Dabei sieht er sich ohne Denkverbote auch der Tradition verpflichtet, „aber nicht als Anbetung der Asche, sondern als Weitergabe des Feuers“.