Miteinander unterwegs

Wort der deutschen Bischöfe zur Situation der Menschen mit Behinderungen

"unBehindert Leben und Glauben teilen"

Die deutschen Bischöfe begrüßen das Europäische Jahr der Menschen mit Behinderungen 2003. Mit dem Wort "unBehindert Leben und Glauben teilen" wollen sie einige wichtige Fragen und Anliegen behinderter Menschen erneut der breiten Öffentlichkeit – allen Gläubigen und Menschen guten Willens – ins Bewusstsein bringen. Zugleich ist es als Ermutigung an die Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen gerichtet.

Bischof Dr. Joachim Wanke, Vorsitzender der Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz, unterstreicht: „Bei aller Betrachtung der besonderen Bedürfnisse und Unterstützungshilfen für Menschen mit Behinderungen sieht die katholische Kirche die Situation der behinderten und nichtbehinderten Menschen aus dem Glauben an Jesus Christus. Sie haben denselben Ausgangspunkt, denselben Weg und dasselbe Ziel. Die Botschaft Jesu Christi setzt eine Kraft frei, die verändern und motivieren kann, unBehindert Leben und Glauben zu teilen. Dringlich ist vor allem eine gezielte Förderung der ethischen Kompetenz im Zusammenleben der Menschen“.

Weihbischof Dr. Franz Dietl, Beauftragter für den Bereich „Pastoral für Menschen mit Behinderung“ der Deutschen Bischofskonferenz, verdeutlicht: „Gerade in der Bibel erschließt sich den Christen die Option für eine Kultur der Achtsamkeit. Sie ist offen für den Schmerz und das Leid anderer Menschen. Sie ist zugleich aufmerksam für die Eigenkräfte und das Gelingen, das im Leben der behinderten Menschen offenkundig wird. Sie öffnet den Blick für den Reichtum jeden Lebens, der leicht in einer einseitigen Haltung im Mitleid verborgen bleibt“. Weihbischof Otto Georgens, Vorsitzender der Arbeitsgruppe „Diakonische Pastoral“ der Deutschen Bischofskonferenz, betont: „Leben und Glauben mit behinderten Menschen und ihren Angehörigen zu teilen ruft nach einer lebensfördernden Pastoral. Sie wird rücksichtsvoll wie erfinderisch sein in den Formen der Integration“.

Die deutschen Bischöfe bitten alle in Kirche und Gesellschaft, die abwendbaren Erschwernisse, denen Menschen mit Behinderungen ausgesetzt sind, abzubauen und neue Diskriminierungen zu verhindern. Die Kirchengemeinden, christliche Gemeinschaften, Verbände, Räte, Organisationen und Initiativen wie auch karitative Werke, Dienste und Einrichtungen sind aufgerufen, im alltäglichen Zusammenleben Orte eines "unBehinderten" Miteinanders zu sein und so die christliche Hoffnungsbotschaft glaubhaft zu verkörpern und erfahrbar zu machen.

„Miteinander auf dem Weg“ - Einige Eindrücke vom Gottesdienst für Menschen mit und ohne Behinderung am 12.07.2009

Der zentrale Gottesdienst für Menschen mit und ohne Behinderung mit Dompropst Dr. Dybowski fand große Beteiligung in der St. Hedwigs-Kathedrale.

Fußspuren

Von nah und fern hatten sich Menschen auf den Weg gemacht und schrieben ihre Namen auf Fußspuren auf große Stellwänden für den Gottesdienst.

Fürbitten

Sehr lebendig wurde die hl. Messe in der Mitgestaltung vieler Gruppen – hier die Fürbitten vom Malteserhof Reinickendorf – mit allen Sinnen dabei!

Begrüßung

Beim Empfang im Bernhard- Lichtenberg-Haus wirkte auch der Gebärdenchor der kath. Gehörlosengemeinde mit – Begrüßung durch Sr. Monika Ballani.

Vernetzte Gemeinschaft

Gemeinsam knüpften wir ein Netz und zeigten so unsere Verbindung im Erzbistum - 
über alle Barrieren hinweg.

Segen

Für den weiteren Weg in der Seelsorge für Menschen mit Behinderung im Erzbistum Berlin ermutigte Kardinal Sterzinsky und spendete den Segen.

Fotos: G. Nisch (3, 4, 5) und Sr. Angelika Kollacks MMS (1, 2), 2009

 

Kontakt

Erzbischöfliches Ordinariat Berlin Dez. II - Seelsorge
Sr. Monika Ballani
Niederwallstr. 8-9
10117 Berlin
Tel.: (030) 326 84-528
Fax: (030) 326 84-75 28
Mail: Monika Ballani

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