Geschichte des Hauses

Engelsrelief über Fassadenfenster

Kapelle im Ordinariat

Aus dem Hospital der Grauen Schwestern wurde Erzbischöfliches Ordinariat

1842 gründete Clara Wolff im schlesischen Neiße die Kongregation der Grauen Schwestern. Nach dem Vorbild der Heiligen Elisabeth von Thüringen hatten sich die Mitglieder vor allem der Krankenpflege verschrieben. Der Orden, der sich in den folgenden Jahrzehnten rasch ausdehnte, war seit 1863 in der Berliner Niederwallstraße beheimatet.

Ab 1890 baute Max Hasak (1856-1934) hier das St. Joseph-Krankenhaus als Vierflügelanlage im neogotischen Stil: Rotbraune Schmucksteine und -reliefs setzen auf der weißen Klinkerfassade Akzente.

Als die Grauen Schwestern den Krankenhausbetrieb 1993 aufgeben mussten, wurde nach einer neuen Nutzung für das denkmalgeschützte Gebäude gesucht.

Mit dem Erzbischöflichen Ordinariat fand man einen angemessenen Nachfolger. Im Zuge der behutsamen Instandsetzungs- und Umbaumaßnahmen wurde auf der Empore der früheren Krankenhauskapelle ein neuer, räumlich abgetrennter, kleiner Kapellenraum geschaffen. In hellen Farben, raffinierten baulichen Details und mit einer farbigen Glaswand bildet er nun das Herzstück des Hauses. Die ehemalige Kapelle mit ihren imposanten bunten Glasfenstern wird als Zentralregistratur genutzt.

Dr. Christine Goetz