FAQ

Was ist die Findungsphase?

Mit der „Findungsphase“ beginnt der Pastorale Prozess „Wo Glauben Raum gewinnt“ in den Pfarreien. Sie dauert mindestens ein Jahr und muss spätestens bis Ende 2016 starten. Sie umfasst zum einen eine geistliche und sachliche Selbstvergewisserung der einzelnen Pfarrei. Zum anderen beinhaltet sie die Suche einer Pfarrei nach Partnern unter den Nachbarn für einen künftigen gemeinsamen Pastoralen Raum, von ersten unverbindlichen und offenen Überlegungen hin zu klaren Vorstellungen der räumlichen Grenzen bis zur Bestätigung eines Pastoralen Raumes durch den Erzbischof.

Was ist die Entwicklungsphase?

In der dreijährigen Entwicklungsphase gestalten die weiterhin selbständigen Pfarreien und die Orte kirchlichen Lebens eines Pastoralen Raums gemeinsam die Grundlagen für eine neue Pfarrei, die am Ende der Entwicklungsphase aus dem Pastoralen Raum errichtet werden soll. Im ersten Jahr lernen sich die Pfarreien und die Orte kirchlichen Lebens intensiv kennen. Im zweiten Jahr entwickeln sie ein Pastoralkonzept. Im dritten Jahr klären sie Fragen zu Struktur, Finanzen und Personal. Am Ende der Entwicklungsphase steht die Errichtung einer neuen Pfarrei.

Was ist ein Pastoraler Raum?

Ein Pastoraler Raum entwickelt sich durch die Vernetzung aller kirchlichen Einrichtungen auf dem Gebiet von sich zusammenschließenden Pfarreien. In einem Pastoralen Raum vernetzen sich die bis dahin selbständigen Pfarreien mit den Orten kirchlichen Lebens, sprich Kitas, Schulen, Krankenhäuser, Altenheime, Einrichtungen der Caritas, um ihre Arbeit aufeinander abzustimmen und sich gegenseitig zu unterstützen. Die Beteiligten entwickeln gemeinsame Ziele und Inhalte ihrer Pastoralen Arbeit.

Was sind Orte kirchlichen Lebens?

Unter Orten kirchlichen Lebens verstehen sich kirchliche Einrichtungen, katholische Verbände, Gruppen und Projekte. Es verstehen sich darunter katholische Kitas, Schulen, Generationenhäuser, Beratungsstellen, Bildungseinrichtungen, Krankenhäuser, Hospize, Orte der Seelsorge in Gefängnissen, öffentlichen Schulen und karitativen Einrichtungen. An Orten kirchlichen Lebens wird Leben und Glauben geteilt, an ihnen wird Glauben in vielfältiger Weise sichtbar und Glaubenspraxis im Alltag konkret. Sie sind Brücken für die kirchliche Sendung.

Was sind Gemeinden in einer zukünftigen Pfarrei?

Eine zukünftige Pfarrei besteht aus mehreren Gemeinden. Zum einen sind dies die ehemaligen Pfarreien, zum anderen sind es weitere Gottesdienstgemeinden, muttersprachliche Gemeinden, Jugendkirchen, die Gehörlosengemeinden usw. In einer Gemeinde erfahren Menschen Beheimatung im Glauben. Gemeinden müssen nicht alle drei Grundvollzüge von Kirche verwirklicht sein.

Was wird aus meiner bisherigen Pfarrei?

Bisherige Pfarreien gehen in den neuen Pfarreien, die dem Prinzip Pastoraler Räume folgen auf. Dennoch spielen sie weiterhin eine bedeutende Rolle im Konzept einer neuen Pfarrei. Sie bilden Gemeinden mit pastoralem Profil. Sie bilden Kirche vor Ort unter den Menschen. In ihnen findet die Begegnung der Menschen mit dem Glauben statt, in ihren Kirchen versammeln sich die Gläubigen sonntags zur Eucharistiefeier, sind die pastoralen Teilgremien der Pfarrei verortet.