Unterbrechung

Impuls zur Wochenmitte

Ausgehend vom Tagesevangelium sprechen Christinnen und Christen einen Gedanken mitten in die Woche hinein, der zum Nachdenken, zum Nachlesen anregt oder Wegbegleiter für die restliche Woche sein kann.

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19. November 2017

,,Geht und zeigt euch den Priestern!“ Lk 17,11-19

Als Jesus in ein Dort hineingehen wollte, kamen ihm 10 Aussätzige entgegen. Jesus sagte zu ihnen: ;,Geht und zeigt euch den Priestern!“ Einer von Ihnen kehrte um, als er sah, dass er geheilt war und dankte Jesus. (Lk 17,11-19 - verkürzt)

Wo sind die übrigen 9? - Gern fällt der erste Blick auf die 9 anderen: Diese Undankbarkeit! Ich möchte lieber bei dem einen bleiben. In knappen Worten beschreibt der Text seinen Weg: Begegnung mit Jesus – heil werden – umkehren – danken. Über diesen Weg möchte ich mir heute Gedanken machen, und vielleicht ihn dann auch gehen.Prälat Stefan Dybowski

„Keiner von euch kann mein Jünger sein, wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet.“ (Lk 14,25-33)

„Keiner von euch kann mein Jünger sein, wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet.“ (Lk 14,25-33)

Was für eine Herausforderung, die Jesus an uns stellt, Bereitschaft zum vollständigen Verzicht und Bereitschaft zum großen Wagnis, das wohl überlegt sein muss. Reichen meine Kräfte und Möglichkeiten, prüfe ich vorher genau was ich schaffen und leisten kann? Jesus verlangt nicht das Gleiche von allen, sondern jede und jeder soll sich auf seinen Weg machen, nur das leisten was er leisten kann. Geborgen in der Liebe Gottes - bin ich dazu bereit, - lasse ich mich darauf ein?Wolfgang KloseLeitungsteam Pastoraler Raum Neukölln-Süd

Fest Allerheiligen - Begegnen wir Heiligen im Alltag?

Fügt dem Land, dem Meer und den Bäumen keinen Schaden zu, bis wir den Knechten unseres Gottes das Siegel auf die Stirn gedrückt haben. (Offb 7,3)

In der Geschichte gab es genügend Beispiele, dass Menschen ein Siegel – häufig unsichtbar, nicht selten aber auch deutlich sichtbar – aufgedrückt wurde, mit dem sie ausgegrenzt und sogar verfolgt wurden. Das Siegel Jesu Gottes ist seine Liebe zu uns Menschen. Begegnungen mit Menschen, die im Alltag dieses Siegel tragen, verändern mein Leben. Ob das Heilige sind?

Prälat Stefan Dybowski

„Haltet auch ihr euch bereit!“

„Haltet auch ihr euch bereit!“

Im heutigen Evangelium ergeht der Ruf, den wir eigentlich mit der Adventszeit verbinden, der aber das ganze Jahr und unser ganzes Leben gültig ist. Ein Ruf der manchen verunsichert und überfordert, also eher zu Anspannung und damit zu Verspannung führt. So ein Verhalten ist allerdings nicht gemeint und heute nicht gefordert. – Jetzt, da es schon wieder früher dunkler wird, kann man beobachten, dass Abends in den Fenstern die ersten Lichter „entzündet“ werden. So ein Licht signalisiert Bereitschaft und Willkommen sein. Ein Licht entzünden heißt auch, das Helle und Schöne in einem selber nicht für sich zu behalten, sondern an jemand anderen zu denken und es achtsam weiterzugeben.Haltet euch also achtsam, auch mitten im Alltag!

Regens Matthias Goy,Abteilungsleiter für das Pastorale Personal

Der Engel der Langsamkeit

Der Engel der LangsamkeitEin Engel hat immer für dich Zeit,das ist der Engel der Langsamkeit …hilft beim Verstehen und beim Entdecken, schenkt die Geduld, Achtsamkeit, das Wartenkönnen, das Lang und das Breit.Beim Familientag mit den Erstkommunionkindern hat die Kinderbuchautorin Jutta Richter den Familien dieses Gedicht mit auf den Kommunionweg gegeben. So ein Engel der Langsamkeit kann in der Hektik des Lebens ein liebevoller und geduldiger Helfer sein, meintHermann Fränkert-Fechter, Abteilungsleiter Kategoriale Seelsorge

„Vater, Dein Name werde geheiligt.“ (Lk 11,2)

„Vater, Dein Name werde geheiligt.“ (Lk 11,2)

Herzensbeziehung! Die Zusage des Vaters, der Mutter heißt: „Ich bin da! - Ich bin immer da für dich.“So kann ich alles hinhalten, was ich nicht aushalten kann, für alles danken, was mich freut.

- Christopher Maaß, Referent Geistliche Begleitung "Wo Glauben Raum gewinnt"

„Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.“ (Mt. 11, 25-30)

„Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.“ (Mt. 11, 25-30)

Was für eine wunderbare Einladung – nicht nur damals, sondern auch heute, jeden Tag auf's Neue.In aller Unruhe, allen Sorgen,allem Ringen, allen Ängsten, Unsicherheiten, Fragen….dürfen wir zu IHM kommen, dürfen Ablegen und  Ruhe erfahren.Sein Angebot, Seine Einladung annehmen, Seinen Ruf hören, antworten und vertrauen –  was dies in einem Menschen bewirken kann, zeigt das Leben des hl. Franziskus, dessen Gedenktag wir heute feiern. Maria Hasenleder, Kath. Pfarramt Heilige Familie

... denn sie waren müde und erschöpft wie Schafe, die keinen Hirten haben. (Lk 9,36)

Als er die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren müde und erschöpft wie Schafe, die keinen Hirten haben. (Lk 9,36)

Müde und erschöpft - solche Tage kenne ich nur allzu gut.Und einen Hirten? Die Bibel erzählt von einem Hirten, der vorangeht - nicht weil er alles besser weiß, sondern weil er das Leben mit uns teilt. Einen solchen Hirten wünsche ich mir.Stefan Dybowski

Glaube, Hoffnung, Liebe (1 Kor 13,13)

Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei: doch am größten unter ihnen ist die Liebe (1 Kor 13,13)

Wie gut, dass Gott ganz eigene Maßstäbe anlegt, wenn er uns Menschen castet. Für ihn zählen weder Aussehen, Intelligenz, beruflicher Erfolg, sozialer Status oder sonstige „Leistungs“kriterien, die wir Menschen gerne mal anlegen, sei es an uns selbst oder –lieber noch!- an andere.

Für ihn bemisst sich die wahre Größe des Menschen weniger an derartigen hard facts, sondern vielmehr an soft skills: Glaube. Hoffnung. Liebe. Vor allem und immer wieder: LIEBE! Denn: „Wenn Gott den Menschen misst, legt er das Maßband nicht um den Kopf, sondern immer um das Herz“ (irisches Sprichwort).

Carla Böhnstedt, Pastoralreferentin; Referentin für Citypastoral