Unterbrechung

Impuls zur Wochenmitte

Ausgehend vom Tagesevangelium sprechen Christinnen und Christen einen Gedanken mitten in die Woche hinein, der zum Nachdenken, zum Nachlesen anregt oder Wegbegleiter für die restliche Woche sein kann.

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23. September 2017

Glaube, Hoffnung, Liebe (1 Kor 13,13)

Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei: doch am größten unter ihnen ist die Liebe (1 Kor 13,13)

Wie gut, dass Gott ganz eigene Maßstäbe anlegt, wenn er uns Menschen castet. Für ihn zählen weder Aussehen, Intelligenz, beruflicher Erfolg, sozialer Status oder sonstige „Leistungs“kriterien, die wir Menschen gerne mal anlegen, sei es an uns selbst oder –lieber noch!- an andere.

Für ihn bemisst sich die wahre Größe des Menschen weniger an derartigen hard facts, sondern vielmehr an soft skills: Glaube. Hoffnung. Liebe. Vor allem und immer wieder: LIEBE! Denn: „Wenn Gott den Menschen misst, legt er das Maßband nicht um den Kopf, sondern immer um das Herz“ (irisches Sprichwort).

Carla Böhnstedt, Pastoralreferentin; Referentin für Citypastoral

„Selig seid ihr!“ (Lk 6,20-26)

Weiter denken! Sich nicht zufrieden geben mit dem Sattsein, dem Haben, dem Perfekten, sich nicht zufrieden geben mit dem Ungereimten, dem Unheil, der Ungerechtigkeit. Mein Leben als Fragment betrachten und Jesus Christus Raum geben, der heilt, stärkt, versöhnt und alles in allem ist.

Christopher Maaß, ProzessbegleiterStabsstelle „Wo Glauben Raum gewinnt“

... und heilte alle. (vgl. Lk 4,40)

Als die Sonne unterging, legte Jesus den Kranken mit allen möglichen Leiden die Hände auf und heilte alle.  (vgl. Lk 4,40)

Reich Gottes geschieht dort,wo der Mensch Raum lässtfür die Autorität Gottes... durch IHN wird das Fieber weichen!Viele erleben über Nacht Heilung.

Paula von Loë, Gemeindereferentin

Ihr seid Zeugen (1 Thess 2,10)

Die Botschaft gilt auch für uns, denn wir sind alle Zeugen für Christus und seine Botschaft. Oft fällt uns das aber schwer, da wir durch die Hektik des Alltags abgelenkt werden und uns anderen Dingen zuwenden.

Deshalb ist es gut, dass Paulus uns daran erinnert und uns ermutigt, es nicht zu vernachlässigen, auch wenn es nur im Kleinen ist: Einfach den Nächsten lieben zu lernen, ob Freund oder Feind, als kleine Tat.

Joseph Kopf, Praktikant der Pressestelle im Erzbistum Berlin

„Bist du neidisch, weil ich zu anderen gütig bin? “ (Mt 20, 15)

Stets das Beste zu erreichen, liegt in unserer Natur und steht im Zeichen des Selbsterhalts. Wenn wir aber sehen, dass andere mit weniger viel mehr erreichen, scheint das Leben ungerecht.

Doch was wir als unfair bewerten, ist eine weltliche Sichtweise, denn: Gott handelt gerecht, und sein Plan für uns ist gut. Nehmen wir seinen Weg für uns also mit Freude an und vertrauen auf IHN!

Carlo Murru, Dezernat II Seelsorge - Seminarmanagement

Danach war die Zeit des Weinens und Klagens um Mose beendet. (Dtn 34,6.8)

Man begrub Mose im Tal, in Moab, gegenüber Bet-Pegor.Bis heute kennt niemand sein Grab. Die Israeliten beweinten Mose 30 Tage lang. Danach war die Zeit des Weinens und Klagens um Mose beendet. (Dtn 34,6.8)

Gräber sind wichtig als Orte der Trauer und des Gedenkens. Doch wussten anscheinend schon die alten Israeliten: Die Gefahr ist groß, bei den Gräbern stehen zu bleiben. Das Volk Israel hat sich eine Zeit zum Trauern genommen. Doch dann ging der Blick nach vorn. Sie hatten ja schließlich eine Verheißung - und damit eine Zukunft.

Prälat Stefan Dybowski

Im Geist und in der Wahrheit anbeten (Joh 4,23-24)

„Die Stunde kommt, und sie ist schon da, zu der die wahren Beter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn so will der Vater angebetet werden. Gott ist Geist, und alle, die ihn anbeten, müssen im Geist und in der Wahrheit anbeten.“ (Joh 4,23-24)

Die große Gottsucherin Edith Stein, deren Fest wir heute begehen, hat diese Wahrheit ein Leben lang gesucht. Mit einem weiten Herzen, das offen ist für die Menschen, sagt sie: „Gott ist die Wahrheit. Wer die Wahrheit sucht, der sucht Gott, ob es ihm klar ist oder nicht.“ Jesus Christus wurde für sie die Wahrheit ihres Lebens, die sie konsequent ihren Weg der Nachfolge gehen ließ – bis zum Ende ihres Lebens, das sie als Jüdin in den Gaskammern von Auschwitz-Birkenau fand. Eine bedeutende Heilige, die uns einlädt, Gott anzubeten – im Geist und in der Wahrheit, jeden Tag neu, in den ganz alltäglichen Dingen.

Sr. Teresia Benedicta Weiner OCDKarmel Regina Martyrum

"mit dem Himmelreich ist es wie..." ( Mt 13, 44)

...mit vollem Einsatz suchen und sich von Gott finden lassen!

Jesus vergleicht das Himmelreich mit einem Schatz, für den sich jedes Engagement lohnt: Die Ahnung, wie mein Leben, wie Gerechtigkeit und Frieden gelingen kann!

Und er vergleicht es mit einem Kaufmann, einem Perlenhändler, der eine kostbare Perle gefunden hat: Gott sucht uns und er hat uns längst gefunden! Lassen wir uns von Gott berühren - im Alltag, mitten im Leben!

Christopher Maaß, Referent für die Geistliche Begleitung im pastoralen Prozess „Wo Glauben Raum gewinnt“

Das Gleichnis vom Sämann (Mt 13, 1-9)

Die Aussaat scheint zunächst völlig vergeblich zu sein – sie fällt auf felsigen Boden, in die Dornen und wird von Vögeln aufgepickt.  Dennoch steht am Ende, um im Gleichnis zu bleiben, eine reiche Ernte.

Für mich dieses Gleichnis eine Botschaft von Vertrauen und Zuversicht, Ausdauer und Gelassenheit, Großzügigkeit und Geduld. Selbst Gott als Sämann scheitert dreimal.

Was aber am Ende herauskommt, ist ein verblüffender Erfolg. Auch wir können säen, immer wieder  und dürfen auf die Ernte vertrauen – denn „das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man daran zieht“.Christina Busch, Leitung Koordination Flüchtlingshilfe - Europäische Sozial-und Förderpolitik des Caritasverbandes in Berlin im Erzbistum Berlin