Wo Glauben vor Ort Raum gewinnt

Pastoraler Raum im Ruppiner LandAm 31. Mai startet Fürstenberg-Neuruppin in die Entwicklungsphase

26. Mai 2017 Alfred Herrmann

Mit einem feierlichen Gottesdienst eröffnet Erzbischof Heiner Koch am kommenden Mittwoch, den 31. Mai den neuen Pastoralen Raum Fürstenberg – Neuruppin. Das Pontifikalamt beginnt um 18 Uhr in der Kirche Herz Jesu in Neuruppin. Der neue Pastorale Raum umfasst die Pfarreien St. Hedwig Fürstenberg und Herz Jesu Neuruppin.

Den Tag über erkundet Erzbischof Koch den neuen Pastoralen Raum. Neben den Pfarr- und Kirchorten Fürstenberg, Neuruppin, Gransee, Rheinsberg, Fehrbellin und Lindow, wo er sich mit dem Einsiedler Pater Jürgen Knobel trifft, besucht er die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück und betet am Grab von Pfarrer Paul Bartsch auf dem Friedhof in Gransee. Pfarrer Bartsch war zwischen 1943 und 1945 zwei Jahre im KZ Dachau inhaftiert und 1950 von Unbekannten bei Gransee erschlagen.

Im neuen Pastoralen Raum leben rund 2.100 katholische Christen verstreut auf einer Fläche von gut 1.900 Quadratkilometern. Den Glauben in der Diaspora in Brandenburg zu leben und zu gestalten, bildet nicht allein wegen der weiten Wege die Herausforderung in der anstehenden Entwicklungsphase.

Als nächstes starten am 28. Juni die Berliner Pfarreien in Kaulsdorf, Marzahn, Biesdorf und Friedrichsfelde ihren gemeinsamen Weg als Pastoraler Raum. Und am 6. Juli eröffnet Erzbischof Koch den Pastoralen Raum Berlin-Steglitz-Lankwitz-Dahlem in der Kirche Maria Rosenkranzkönigin in Steglitz.