"Geben gibt ..." in der Fastenzeit

Neue Perspektive mit den Werken der Barmherzigkeit

Wir möchte in dieser besonderen Zeit bis Ostern zu einem Perspektivwechsel anregen und anstelle von Verzicht zum Geben inspirieren.

Die vorösterliche Bußzeit lädt dazu ein sich neu auszurichten und den Blick auf ein solidarisches Miteinander zu weiten, es geht um gerechtes und barmherziges Handeln. Die Werke der Barmherzigkeit lassen das konkret werden: Tote begraben, Fremde beherbergen, Hungernde speisen, Gefangene besuchen, Dürstenden zu trinken geben, Kranke pflegen, Nackte bekleiden.

Deshalb stellen wir hier unter dem Motto „Geben gibt …“ wöchentlich soziale Projekte vor, die sich mit ihren Angeboten und ihrem Tun an diesen Werken der Barmherzigkeit orientieren und den Menschen mit ihrem Engagement auf ihre Weise neue Perspektiven aufzeigen. Unser Ziel ist es, dass Sie diese Projekte und ihre Engagierten kennenlernen, sich für sie begeistern und sie unterstützen – das geht auf ganz unterschiedlichen Wegen.

Außerdem wird es neben geistlichen Impulsen und Bibelarbeit zum jeweiligen Werk der Barmherzigkeit an den Samstagen in der Fastenzeit immer auch ein digitales Abendgebet geben, zu sehen ab 17.00 Uhr unter youtube.com/erzbistumberlin sowie auf facebook.com/erzbistumberlin.

Geben gibt Gesundheit

Caritas-Krankenwohnung

Marlene Köster

»Wir beginnen da, wo die Krankenhäuser aufhören. Wir nehmen Menschen auf, die zu gesund sind für das Krankenhaus, aber zu krank, um auf der Straße zu leben.«

Wer krank ist, braucht einen Ort, um wieder auf die Beine zu kommen. So selbstverständlich das für die meisten ist, so schwierig ist das für diejenigen, die kein Zuhause haben. Eine Grippe ist für jeden kräftezehrend. Aber auf der Straße wird sie schnell lebensbedrohlich. Das weiß auch Marlene Köster, die Leiterin der Caritas-Krankenwohnung. Pflegekräfte und eine Sozialarbeiterin betreuen und versorgen hier kranke Wohnungslose rund um die Uhr. Ehrenamtliche Ärztinnen und Ärzte ergänzen das Team. „Wir haben 20 Plätze für Wohnungslose ohne Krankenversicherung, die Betten sind meist ausgebucht“, berichtet Köster. Wundinfektionen, Hauterkrankungen und Bronchitis können genauso auskuriert werden wie eine Lungenentzündung oder Erfrierungen.

In Berlin fallen viele hilfsbedürftige obdachlose Menschen durch die Maschen des Hilfenetzes. Die meisten schämen sich schlicht, zum Arzt zu gehen – und eine Krankenversicherung ist für sie ohnehin ein Fremdwort. Krankenhäuser behandeln sie nur im absoluten Notfall. Deshalb hat die Caritas vor 28 Jahren eine Ambulanz zur medizinischen Versorgung von Wohnungslosen am Bahnhof Zoo eingerichtet. Später kam dann das Caritas-Arztmobil dazu. Es fährt dorthin, wo Obdachlose sich aufhalten: unter Brücken, an Suppenküchen und Wärmestuben. Die Kranken werden medizinisch so gut versorgt wie es geht – danach sind sie wieder Wind und Wetter schutzlos ausgesetzt. Eine denkbar schlechte Voraussetzung, um gesund zu werden. Seit November 2018 gibt es einen Lichtblick: Die Caritas-Krankenwohnung. Bis zu vier Wochen dürfen die Kranken hier bleiben. Und diese Zeit wird auch gezielt dazu genutzt, Hilfen zu vermitteln, um die Obdachlosigkeit zu überwinden.

Helfen und Spenden!

Um die Krankenwohnung auf Dauer zu finanzieren, sind wir auf Ihre Spende angewiesen.

Es werden dringend auch ehrenamtliche Ärztinnen und Ärzte gesucht, die sich stundenweise für Obdachlose engagieren möchten.

Telefon: 0152 53 00 06 71
E-Mail: krankenwohnung(ät)caritas-berlin.de 

Caritas-Krankenwohnung

Mit Ihrer Hilfe!

Zur Online-Spende

Bankverbindung

Möchten Sie lieber herkömmlich spenden?

Dann nutzen Sie bitte unser Spendenkonto bei der DKM Darlehnskasse Münster:

DE83 4006 0265 0004 1857 02

Verwendungszweck: Krankenwohnung

 

Geben gibt Geborgenheit

Bärenstark ins Leben

»Mich dafür zu engagieren, dass es Familien in ihrem Alltag gut geht und sie gemeinsam Spaß haben, auch wenn es mal stressig ist, macht mir große Freude. Wenn ich im Matching die passenden ehrenamtlichen Pat:innen mit den Familien zusammenbringe und die Patenschaft länger andauert, erfreut das mein Herz.«

Andrea Keil koordiniert beim Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) die Familienpat*innen und weiß, dass werdende Familien gerade in der ersten Zeit am meisten Unterstützung benötigen. Schwangerschaft, Geburt und die ersten Lebensjahre eines Kindes stellen für Eltern einen bedeutenden Abschnitt dar. Immer häufiger berichten Schwangere und werdende Eltern von Unsicherheiten, Ängsten und Problemen beim Übergang ins Familienleben. Sie suchen vermehrt Beratung und konkrete Hilfen, da soziale Problemlagen sich verschärft haben.

"Zur Familienarbeit gehört für mich alles, was zur Stärkung von Familien beiträgt. Es gibt Situationen, in den benötigen Familien besonderen Halt und Rückenstärkung", ergänzt die Koordinatorin. Und genau hier setzt das Angebot der Frühen Hilfen des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) "bärenstark ins Leben®" an - ein Präventionsangebot zur ergänzenden Stärkung der Elternkompetenz, besonders in sozial und emotional belasteten Lebenssituationen in der Zeit der Schwangerschaft und in den ersten drei Lebensjahr des Kindes.

Geschulte ehrenamtliche Familienpat:innen geben unbürokratisch Entlastung beim Start in den turbulenten familiären Alltag und kommen einmal wöchentlich für bis zu vier Stunden in die Familien. Insbesondere richtet sich das Angebot an Familien mit Mehrlingen, Alleinerziehende, sehr junge Eltern, Familien mit einem kranken oder behinderten Familienmitglied, Familien mit finanziellen Sorgen, Familien mit Migrationshintergrund. Die Familienpatenschaft kann bis zu 2 Jahre dauern und ist für die Familien kostenlos.

Helfen und Spenden!

Bei uns sind als Familienpat:in  alle willkommen, die tolerant, freundlich und liebevoll mit Kindern sind und vor allem Freude am Umgang mit jungen Eltern und ihren Säuglingen und Kleinkindern mitbringen.


bärenstark ins Leben

Mit Ihrer Hilfe!

Zur Online-Spende

Bankverbindung

Möchten Sie lieber herkömmlich spenden?

Dann nutzen Sie bitte unser Spendenkonto bei der DKM Darlehnskasse Münster:

DE83 4006 0265 0004 1857 02

Verwendungszweck: SkF

 

Geben gibt Zuversicht

Café Rückenwind

»Der Mensch am Rande, ist unsere Mitte. Wir helfen ehemaligen Inhaftierten dabei, draußen zu bleiben, Fuß zu fassen, um nicht wieder neu einzufahren. Wir setzen uns dafür ein, dass sie wieder ein anständiges Leben führen können, ohne auf Stütze oder Hartz IV angewiesen zu sein oder rückfällig zu werden.«

Wir – das ist ein Team Ehrenamtlicher, die mit dem Café Rückenwind einen Treffpunkt für Inhaftierte, Haftentlassene und Interessierte ins Leben gerufen haben und mit Leben füllen.

Zwei Mal im Monat öffnet das Café Rückenwind des Sozialdienstes katholischer Männer (SkM) normalerweise seine Türen in den Räumen der katholischen Gemeinde St. Rita. Mit dem Projekt wollen die Initiatoren helfen, soziale Netzwerke aufzubauen und Präventionsarbeit zu leisten. Die Ehrenamtlichen sind der Überzeugung: „Jeder hat eine zweite Chance verdient!“ Wenn die Inhaftierten einfach mal jemanden zum Reden brauchen, hören sie vorurteilsfrei zu. Aber das Café bietet auch die Möglichkeit ein Rückzugsort zu sein, um sich trotz Handschellen in guter Atmosphäre mit Angehörigen zu treffen. Und das Gute ist: Jeder ist willkommen, das „Café Rückenwind“ zu besuchen, um dort mit Menschen zu reden oder einfach nur zuzuhören, unabhängig vom Ansehen der Person, des Haftgrundes, der Hautfarbe oder der Religionszugehörigkeit.

Unter dem Motto „Nicht quatschen, machen!“ betreuen die Ehrenamtlichen, zu denen auch ehemalige Inhaftierte gehören, Straffällige während der Haft und nach der Entlassung. Im Vordergrund stehen Erfahrungsaustausch, Tipps, Hilfe für Jobs und Umzüge und praktische Verhaltensregeln. „Wir haben Antworten auf viele Fragen, die sich nach der Entlassung aus der Haft stellen und unterstützen aktiv bei der Wiedereingliederung.“ In diesem Rahmen unterstützen ehemalige Inhaftierte auch andere soziale Projekte wie die Tafel oder die Kältehilfe – sie haben Gutes erfahren und geben Zuversicht zurück.
Helfen und Spenden!

Geben Sie dem Café Rückenwind und allen, die es mit Leben füllen, eine Chance auf eine zweite Chance!

Café Rückenwind

Mit Ihrer Hilfe!

Zur Online-Spende

Bankverbindung

Möchten Sie lieber herkömmlich spenden?

Dann nutzen Sie bitte unser Spendenkonto bei der DKM Darlehnskasse Münster:

DE83 4006 0265 0004 1857 02

Verwendungszweck: Rückenwind

 

Geben gibt Stärkung.

Bahnhofsmission am Ostbahnhof

»Es ist schön, Freude zu bereiten: mit einfachen Dingen wie Essen und Tee, die in einer Welt des Überflusses sonst kaum mehr so geschätzt werden; aber auch mit Sonder- Aktionen, die mir besonders lebhaft in Erinnerung geblieben sind: Für viele Menschen ist die Bahnhofsmission die einzige Anlaufstelle, an der sie an Weihnachten einen geschmückten Weihnachtsbaum sehen, ein kleines Geschenk oder an Ostern ein paar Süßigkeiten bekommen.«

Karin engagiert sich ehrenamtlich am Berliner Ostbahnhof, denn sie findet, dass die Gesellschaft deutlichen machen muss, dass jeder Mensch - unabhängig von seiner Erwerbsbiografie - wertvoll ist und Anspruch auf Erfüllung seiner minimalen Grundbedürfnisse hat. Für Wohnungslose ist die Bahnhofsmission nach wie vor erste Anlaufstelle für Beratung, Essensausgabe oder Hygiene.

Die Bahnhofsmission am Berliner Ostbahnhof ist die älteste Bahnhofsmission in Deutschland und die einzige, die in der DDR betrieben wurde. 1894 wurde sie am heutigen Berliner Ostbahnhof - damals hieß er Schlesischer Bahnhof - gegründet und war Ideengeberin von inzwischen über hundert Bahnhofsmissionen in Deutschland. Bürgerliche Frauen aus den katholischen, evangelischen und jüdischen Gemeinden begannen kurz vor der Jahrhundertwende, jungen Frauen aus ländlichen Gebieten, die auf Arbeitssuche nach Berlin kamen und oft Opfer von sozialer und sexueller Ausbeutung wurden, Hilfe anzubieten. Im Laufe der Geschichte haben sich die Aufgaben verändert und die Helfenden immer wieder vor neue Aufgaben gestellt. Heute kümmern sich die überwiegend ehrenamtlichen Mitarbeitenden zunehmend um psychisch auffällige, suchtmittelabhängige oder wohnungslose Menschen, die in der Bahnhofsmission oft ihre erste oder ihre letzte Anlaufstelle sehen.

Warum Karin sich gerade dort engagiert? „Weil es darum geht, Menschen zu helfen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Wir müssen uns daran erinnern, dass nicht alle das gleiche Glück gehabt haben wie wir selbst.“

Unterstützen Sie die Bahnhofsmission am Ostbahnhof mit Ihrer Spende oder Ihrer Zeit!


Bahnhofsmission am Ostbahnhof

Mit Ihrer Hilfe!

Zur Online-Spende

Bankverbindung

Möchten Sie lieber herkömmlich spenden?

Dann nutzen Sie bitte unser Spendenkonto bei der DKM Darlehnskasse Münster:

DE83 4006 0265 0004 1857 02

Verwendungszweck: Bahnhofsmission

 

Geben gibt Heimat.

Jesuiten Flüchtlingsdienst (JRS)

„Ich bin seit 2016 in Berlin. In diesen fünf Jahren habe ich hier mein Zuhause gefunden. Heimat bedeutet für mich: zu spüren, dass ich dazugehöre, mich wohl zu fühlen und Verantwortung übernehmen zu können. So wie ich eine neue Heimat gefunden habe, möchte ich ebenso den anderen helfen, sie zu finden. Das ist auch für mich als Christ wichtig. Ich habe es seither immer wieder erlebt, dass JRS das Beste versucht, um allen Sicherheit und Heimat zu geben. Das hat auch mir geholfen, hier in Berlin ein neues Zuhause zu finden. Als Partizipationsberater beim JRS kann ich andere dabei unterstützen.“

Wie wichtig ein kompetenter Begleiter ist, um in der neuen Heimat sein Leben gestalten zu können, weiß Kerollous Shenouda aus eigener Erfahrung. Dabei gibt es manche Schwierigkeiten und Hindernisse. Er setzt sich beim Jesuiten-Flüchtlingsdienst (JRS) dafür ein, dass Menschen in Berlin eine neue Heimat finden.

Vor einem Jahr hat er begonnen, sich ehrenamtlich beim Jesuiten-Flüchtlingsdienst zu engagieren. Mit Beginn der Corona-Krise stellte sich die Frage, was der JRS anbieten kann, um Not zu lindern. So wurde die Aktion „JRS-hilft“ ins Leben gerufen, bei der Menschen mit Lebensmittelgutscheinen unterstützt werden. So konnte der JRS bislang schon mehr als 115 Familien und mehr als 50 Einzelpersonen helfen.

„Es ist eine große Freude für mich, dass ich jetzt als Partizipationsberater nicht nur Fachkenntnisse, sondern auch das, was ich erlebt habe, beim JRS einbringen kann“ freut sich Shenouda, denn „unsere Hauptaufgabe ist es Geflüchtete zu unterstützen.“ Das macht das JRS-Team durch verschiedene kostenlose Angebote wie Rechtsberatung, Härtefallberatung, Seelsorge und „JRS-hilft“.

Jesuiten-Flüchtlingsdienst (JRS)

Unterstützen Sie die Arbeit des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes (JRS) mit Ihrer Spende!

Mit Ihrer Hilfe!

Zur Online-Spende

Bankverbindung

Möchten Sie lieber herkömmlich spenden?

Dann nutzen Sie bitte unser Spendenkonto bei der DKM Darlehnskasse Münster:

DE83 4006 0265 0004 1857 02

Verwendungszweck: JRS

 

Geben gibt Trost.

Malteser Anlaufstelle für Trauernde

Janine Kutzner begleitet seit 2014 ehrenamtlich Trauernde. Foto: Jörg Farys

»Ich engagiere mich als Trauerbegleiterin bei den Maltesern, weil ich Menschen zeigen möchte, dass Trauer und Traurigkeit über den Verlust eines geliebten Menschen etwas Natürliches sind. Diese Gefühle zu spüren, verbindet einen auf ganz besondere Art und Weise mit dem eigenen Leben.«


Janine Kutzner (37) engagiert sich seit sieben Jahren in der Malteser Anlaufstelle für Trauernde. Für trauernde Menschen da zu sein und zugleich eingebettet zu sein in eine begleitete Gemeinschaft von Ehrenamtlichen – das tut ihr gut: „Ich schenke Zeit und spüre, dass ich für etwas wirklich Sinnvolles gebraucht werde - von den Trauernden wie auch von den Maltesern."

Der Tod eines geliebten Menschen verändert das ganze Leben. Nichts ist mehr so, wie es war. Aber Trauer ist keine Krankheit, sondern eine natürliche Reaktion. In dieser schwierigen Zeit kann es hilfreich sein, sich mit anderen Menschen auszutauschen. In der Malteser Anlaufstelle begleiten Janine Kutzner und ein Team aus Haupt- und Ehrenamtlichen Trauernde. Sie hören zu, sind als Gesprächspartner/-innen da und laden zum Austausch mit anderen Hinterbliebenen ein.

Durch die aktuelle Lage sind die Trauernden in eine besonders erschwerte Situation geraten. Sie können oft nicht richtig Abschied nehmen und Bestattungen finden nur eingeschränkt statt. Dazu fallen dann noch viele Unterstützungsangebote weg. Das Team der Malteser Anlaufstelle ist im Rahmen der pandemiebedingten Möglichkeiten für die Trauernden da. Neben regelmäßigen Telefonaten sowie Videochats und monatlichen Briefen mit Impulsen, begleiten sie auch Einzelne z.B. bei gemeinsamen Spaziergängen.

Malteser Anlaufstelle für Trauernde

Unterstützen Sie die Hospiz- und Trauerarbeit der Malteser mit Ihrer Spende!

Mit Ihrer Hilfe!

Zur Online-Spende

Bankverbindung

Möchten Sie lieber herkömmlich spenden?

Dann nutzen Sie bitte unser Spendenkonto bei der DKM Darlehnskasse Münster:

DE83 4006 0265 0004 1857 02

Verwendungszweck: Malteser Trauer

 

Abendgebete in der Fastenzeit