Intervention bei Verdachtsfällen sexualisierter Gewalt durch Mitarbeitende

Intervention bei Verdachtsfällen sexualisierter Gewalt durch Mitarbeitende

Mit dem Offenbarwerden von Missbrauchsfällen in der Katholischen Kirche spätestens ab 2010 wurden von den Deutschen Bischöfen als zentrale Maßnahmen

  • die Beauftragung von externen und unabhängigen Ansprechpersonen für Verdachtsfälle sexualisierter Gewalt durch Mitarbeitende und
  • die Meldepflicht für berufliche und ehrenamtliche kirchliche Mitarbeitenden bei entsprechenden Hinweisen eingeführt.

 

Seit 2020 ist im Erzbistum Berlin zusätzlich eine Interventionsbeauftragte für die konkrete Fallarbeit tätig.

 

In der Fortbildung geht es darum, eigenes Wissen über das Interventionsverfahren im Erzbistum Berlin zu vertiefen, wenn es Hinweise auf sexuelle Übergriffe oder sexuellen Missbrauch durch berufliche oder ehrenamtliche kirchliche Mitarbeitende an Kindern, Jugendlichen oder schutz- oder hilfebedürftigen Erwachsene gibt. Insbesondere folgende Fragen werden aufgegriffen und durch die Arbeit mit Fallbeispielen vertieft:

  • Welche Schritte beinhaltet das Interventionsverfahren ganz konkret nach einer Meldung bei den unabhängigen Ansprechpersonen?
  • Welche Hilfen gibt es für Betroffene?
  • Was passiert im Rahmen einer Plausibilitätsprüfung?
  • Worauf müssen Mitarbeitende, die einen Verdacht haben, achten und welche Fehler gilt es in der Praxis zu vermeiden?
  • Welche Schutzmaßnahmen sind im Verfahren vorgesehen?
  • In welchen Fällen werden die Strafverfolgungsbehörden eingeschaltet?
  • Welche Rehabilitationsmaßnahmen gibt es, wenn eine Beschuldigung ausgeräumt wird?

Die Fortbildung ist ein Vertiefungsangebot im Rahmen der Präventionsarbeit im Erzbistum Berlin. Vorausgesetzt wird die vorherige Teilnahme an einer Sensibilisierung, Basis- oder Intensivschulung zur Prävention von sexualisierter Gewalt.

 

Leitung:         Birte Schneider - Interventionsbeauftragte Erzbistum Berlin

                          Dina Gehr Martinez, Greta Kluge, Timo Siggelkow - Unabhängige Ansprechpersonen für Verdachtsfälle

 

Kosten:         Für Mitarbeitende/Ehrenamtliche katholischer Einrichtungen im Erzbistum Berlin ist die Teilnahme kostenlos.

 

Die Teilnahmezahl ist auf max. 20 begrenzt.

 

Sollte der Kurs ausgebucht sein, können Sie sich auf einer Warteliste vormerken lassen.

 

Weitere Informationen bei Burkhard Rooß, Präventionsbeauftragter Erzbistum Berlin, Tel.: 030. 20 45 48 3-27, burkhard.rooss(ät)erzbistumberlin.de, http://praevention.erzbistumberlin.de/

Termin
24.06.2026, 10:00 Uhr - 13:00 Uhr
Veranstaltungsort

Bildungszentrum (BBZ)
Ahornallee 33
14050 Berlin

Anmeldeschluss: 19.06.2026, 12:00

Plätze: 8 von 20 noch frei

CMURFORM

Anmeldung

captcha