Prävention - Sexualisierte Gewalt unter Jugendlichen

Prävention - Sexualisierte Gewalt unter Jugendlichen

Sexuelle Übergriffe unter Gleichaltrigen sind für viele Jugendliche alltäglich. Sie kommen in allen Schichten vor und unterscheiden sich kaum von sexualisierter Gewalt Erwachsener. Beleidigungen, Diskriminierung, Missbrauch und Vergewaltigung untereinander sind auch ein Teil der Lebenswirklichkeit junger Menschen. Laut aktueller Studien ist rund die Hälfte der Jugendlichen von sexualisierter Gewalt durch Jugendliche betroffen. Jede*r Zweite also. Warum fällt es Fachkräften dann nur so selten auf? Ein Problem dabei ist, dass die Kommunikation Jugendlicher untereinander oft schwer zu greifen ist. Sie läuft in aller Regel außerhalb des Radars von Pädagog*innen oder Eltern ab, wie zum Beispiel in sozialen Netzwerken. Viele betroffene Jugendliche schweigen aus Scham und Unsicherheit. Erst recht, wenn der Missbrauch im engen Umfeld passiert. In der eigenen Paarbeziehung oder im Freundschaftskreis beispielsweise. Dabei zeigen Studien, dass in der Mehrzahl der Fälle der Partner oder die Partnerin sexualisierte Gewalt ausübt. In der Jugendhilfe und in Institutionen wie Schule, Sporteinrichtungen etc. wird sexualisierte Gewalt unter Jugendlichen oftmals verharmlost und bagatellisiert.

Die Fortbildung greift verschiedene Hintergründe und Motive für sexuelle Übergriffe unter Jugendlichen auf und will zur Sicherheit in der Abgrenzung zu altersangemessenen Formen von jugendlicher Sexualität beitragen. Es sollen fachliche und praxisnahe Reaktionen erarbeitet werden, die den Schutz betroffener Jugendlicher wieder herstellen und übergriffige Jugendliche von diesem Verhalten abbringen können. Dies schließt auch die Abwägung mit ein, wo eine pädagogische Intervention genügt, wo therapeutische Unterstützung geboten scheint und wo über rechtliche Schritte nachgedacht werden sollte.

Die Fortbildung gilt als Vertiefung im Sinne der Ausführungsbestimmungen zur Präventionsordnung im Erzbistum Berlin. Vorausgesetzt wird die vorherige Teilnahme an einer Basis- oder Intensivschulung zur Prävention von sexualisierter Gewalt.

Referentin:    Innocence in Danger e. V.

Die Teilnahmezahl ist auf max. 20 begrenzt.
Sollte der Kurs ausgebucht sein, können Sie sich auf einer Warteliste vormerken lassen.

Weitere Informationen bei Burkhard Rooß, Präventionsbeauftragter Erzbistum Berlin, Tel.: 030. 20 45 48 3-27, burkhard.rooss@erzbistumberlin.de, praevention.erzbistumberlin.de

Termin
29.03.2022, 09:00 Uhr - 16:00 Uhr
Veranstaltungsort

Bildungszentrum (BBZ)
Ahornallee 33
14050 Berlin

Anmeldeschluss: 22.03.2022, 12:00

Plätze: 3 von 19 noch frei

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Anmeldung