Prävention - Sexuelle Übergriffe unter Mädchen und Jungen im Grundschulalter – Erkennen und Eingreifen

Prävention - Sexuelle Übergriffe unter Mädchen und Jungen im Grundschulalter – Erkennen und Eingreifen

Die Sensibilisierung für sexualisierte Gewalt an Kindern richtet sich auch auf sexuelle Übergriffe unter Mädchen und Jungen untereinander. Auch diese Form der sexuellen Gewalt schädigt die Betroffenen, fachlich angemessenes Reagieren kann schwerwiegende Auswirkungen verhindern. Für übergriffige Kinder ist entscheidend, dass sie schon zu einem frühen Zeitpunkt deutliche Grenzsetzungen erfahren, damit sie nicht in übergriffige Verhaltensmuster hineinwachsen. Der pädagogisch angemessene Umgang mit sexuellen Übergriffen unter Mädchen und Jungen ist folglich eine Frage des Kinderschutzes und zugleich Prävention von anderen Formen sexualisierter Gewalt.


Sexuelle Übergriffe unter Kindern sind kein neues Phänomen, werden jedoch in Einrichtungen zunehmend als Problem wahrgenommen. Dass die pädagogischen Ausbildungsgänge dieses Thema in aller Regel aussparen, führt häufig zu Gefühlen von Inkompetenz und infolgedessen Verunsicherung bei Fachkräften. Ihnen fehlen fachlich fundierte Antworten und Reaktionsweisen auf Fragen wie: Was ist in welchem Alter „normal“? Wie weit geht kindliche Sexualität? Sollte man die Beteiligten auf die Situation ansprechen? Was ist zu tun, wenn Eltern Druck machen? Wie kann man Wiederholungen wirksam verhindern?


Die Fortbildung hat zum Ziel, Sicherheit zu vermitteln für das Erkennen und Einschätzen von sexuellen Übergriffen unter Mädchen und Jungen im Grundschulalter in Abgrenzung zu altersangemessenen Ausdrucksformen kindlicher bzw. jugendlicher Sexualität. Zudem werden die pädagogischen Schritte erarbeitet, die erforderlich sind, um betroffene Kinder zu schützen, und die einen angemessenen Umgang mit dieser Form von sexualisierter Gewalt erlauben.


Vielfältige Übungen ermöglichen es den Teilnehmenden, pädagogische Handlungskompetenz in diesem Bereich des Kinderschutzes zu gewinnen.


Die Fortbildung ist ein Vertiefungsangebot im Rahmen der Präventionsarbeit im Erzbistum Berlin. Vorausgesetzt wird die vorherige Teilnahme an einer Basis- oder Intensivschulung zur Prävention von sexualisierter Gewalt.
Die Veranstaltung findet unter Berücksichtigung der aktuellen Corona-Infektionsschutzmaßnamen als Präsenzveranstaltung statt.

Leitung:    Ulli Freund, Fachreferentin für Prävention


Kosten:    Für Mitarbeitende/Ehrenamtliche katholischer Einrichtungen im Erzbistum Berlin ist die Teilnahme kostenlos. Für andere Interessierte beträgt die Teilnahmegebühr 100,- €, eine Überweisungsanforderung ergeht nach Anmeldung.

Die Teilnahmezahl ist auf max. 15 Personen begrenzt.

Weitere Informationen bei Burkhard Rooß, Präventionsbeauftragter Erzbistum Berlin, Tel.: 030. 20 45 48 3-27, burkhard.rooss@erzbistumberlin.de, praevention.erzbistumberlin.de

Termin
17.03.2022, 09:00 Uhr
- 18.03.2022, 16:00 Uhr
Veranstaltungsort

Bildungszentrum (BBZ)
Ahornallee 33
14050 Berlin

Anmeldeschluss: 10.03.2022, 12:00

Plätze: 15 von 15 noch frei

CMURFORM

Anmeldung