Kita-Zweckverband für das Erzbistum Berlin

Ausgangslage – Handlungsbedarf – Ziel

Ausgangslage

Die rund 70 katholischen Kitas im Erzbistum Berlin wurden im Prozess „Wo Glauben Raum gewinnt“ als pastorale und lebendige Orte kirchlichen Lebens identifiziert. Sie spielen in vielen Pastoralkonzepten eine wichtige Rolle als Ort der Begegnung mit Kindern und ihren Eltern, die sonst wenig Berührungspunkte mit den klassischen Vollzügen einer Pfarrei haben. Gleichzeitig fordern bis zu fünf Kitas in einer einzigen neuen Pfarrei zeitlich und fachlich die Haupt- und Ehrenamtlichen in besonderer Weise heraus, vor allem auch wegen der stark gewachsenen Anforderungen an Kita-Träger.

Der Aufbau eines katholischen Kita-Zweckverbandes im Erzbistum Berlin soll die Pfarreien von Trägeraufgaben entlasten und sicherstellen, dass die pastorale Einbindung in den Sozialraum der Pfarrei gestärkt wird.

Zahlen & Fakten

  • Im Erzbistum Berlin werden 62 Einrichtungen in Berlin, davon 20 im Ostteil der Stadt, neun in Brandenburg und drei in Vorpommern unterhalten. Insgesamt sind 67 Einrichtungen in Trägerschaft von Pfarreien.
  • Es sind ca. 800 pädagogische und ca. 200 hauswirtschaftliche Mitarbeiter:innen in den Kita beschäftigt.
  • In der zukünftigen Struktur betreiben mehr als die Hälfte der Pfarreien drei und mehr Einrichtungen.
  • Der Caritasverband für das Erzbistum Berlin unterstützt seit 1961 die Kirchengemeinden mit fachlicher Beratung, Personalverwaltung, Haushaltsführung sowie Fort- und Weiterbildung und vertritt die Interessen der Katholischen Kitas als anerkannter Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege.
  • Die Träger erhalten öffentliche Mittel für ihre Kindertageseinrichtungen; in Berlin beträgt der Trägeranteil 5%.
  • In Brandenburg und Vorpommern ist die Finanzierung der Kitas in den Kommunen unterschiedlich geregelt.
  • Das Erzbistum Berlin unterstützt die Kitas mit derzeit jährlich 2,1 Mio €.
  • Die Kita-Rendanten in den Gemeinden werden durch einen Zuschuss des Erzbistums mit 185.000 € pro Jahr finanziert.
  • Bei Bau- und Instandhaltungsmaßnahmen in den Kitas muss der Träger einen Anteil von 10% übernehmen.
  • 75% der Tätigkeiten des Caritasverbandes für die Kitas sind umsatzsteuerpflichtig. Das entspricht einer Summe von ca. 170.000 € pro Jahr.

FAQs

Aktueller Projektstand

News

Kita-Zweckverband - ein Gewinn für alle

Interview mit Projektleiter Günter Eilers

Aktuelles

Aus der Steuerungsgruppe

Die Steuerungsgruppe hat am 29. April 2022 im Einvernehmen mit Generalvikar Pater Manfred Kollig eine überarbeitete Version des Satzungsentwurfs vorgelegt. Dieser Satzungsentwurf wurde allen Verantwortungsträgern in den Pfarreien mit einer Übersicht über die bis zum 5. April 2022 eingesandten Änderungsvorschlägen und Begründungen für Übernahme oder Nichtübernahme von Satzungsvarianten am 29. April 2022 zugesandt. In digitalen Informationsforen am 10. und 19. Mai 2022 wird mit den Trägervertretungen in den Pfarreien dieser neue Entwurf vorgestellt bzw. erläutert.

Gleichzeitig hat die Steuerungsgruppe Generalvikar Pater Manfred Kollig auf der Basis der rechtlichen Prüfung der Arbeitsgruppe Überleitung vorgeschlagen, alle bestehenden Verträge der Mitarbeitenden in den Kitas im Rahmen eines Beitritts der jeweiligen Pfarrei in den Zweckverband und eines Betriebsübergangs in den neuen Kita-Zweckverband zu übernehmen. Generalvikar Pater Manfred Kollig hat sich dieser Empfehlung angeschlossen. Damit werden die Mitarbeitenden im Zweckverband wie bisher nach AVR besoldet.

Aus der Trägervertretung

Am 11. Juni 2022 wird der vorliegende Satzungsentwurf abschließend im Rahmen der ordentlichen Trägerversammlung beraten. Gleichzeitig wird den Pfarreien ein Mustervertrag für eine zu entscheidende Überleitung der Einrichtung in den Zweckverband vorgelegt.

Satzung und weitere Musterverträge


Der Vertreterversammlung ist für eine erste Lesung am 12. Februar 2022 ein Satzungsentwurf vorgelegt worden. Dieser soll bis Mai 2022 so optimiert und mit den Pfarreien abgestimmt werden, dass dann nach Entscheidung des Erzbischofs das offizielle Anerkennungsverfahren eingeleitet werden kann. Der Satzungsentwurf ist auf Anfrage im Projektbüro erhältlich. Gleichzeitig wird am 12. Februar 2022 eine Übersicht zu einem Mustervertrag zwischen dem Kita-Zweckverband und einer Pfarrei vorgestellt. Hier müssen Beitrittsbedingungen, Übertragungen, Sachmittel und Nutzungsfragen geregelt werden. Für die Beratungen in den Pfarreien sollen alle notwendigen Unterlagen, Musterverträge, Wirtschaftspläne und sonstige Regelungsvorschläge nach der Sommerpause zur Verfügung stehen, sodass bis Frühjahr 2023 auf dieser Basis eine Entscheidung zum Beitritt erwartet werden kann.

Aus den Projektgruppen

  1. Eine Arbeitsgruppe mit Fachleuten der Caritas, der Träger und mit Kita-Leitungen erarbeitet eine vorläufige Trägerkonzeption für das Anerkennungsverfahren des Zweckverbandes als Träger der Jugendhilfe.
  2. Die Projektgruppe Recht hat den Entwurf für einen Mustervertrag zwischen Kita-Zweckverband und einem beitretenden Träger verabschiedet. Dieser wird den Trägern auch am 11. Juni 2022 vorgestellt.
    Die Arbeitsgruppe wird im Laufe des Jahres alle nötigen Schritte und rechtlichen Prüfungen für einen Betriebsübergang der Kita-Mitarbeitenden in den Kita-Zweckverband vornehmen.
  3. Die Vorbereitung des Wirtschaftsplans und Überlegungen zum Aufbau und zur inneren Organisation des Kita-Zweckverbandes werden bis zum September 2022 in der Projektgruppe Organisation und Wirtschaftsplan abgeschlossen.
  4. Eine Projektgruppe „Kita als Ort kirchlichen Lebens“ zur Förderung des religionspädagogischen Engagements in den Kitas wird derzeit als Projektkoordinatorin von der Gemeindereferentin Regina Harzdorf gemeinsam mit der Bereichsleitung Bildung im Erzbischöflichen Ordinariat, Frau Prof. Hoyer, und als Wissenschaftlicher Begleiter von Prof. Andreas Leinhäupl vorbereitet.

Aus der Kommunikation

Am 12. Februar 2022 wurden im Rahmen der Trägerversammlung die Ergebnisse der Befragung der Verantwortlichen in den Pfarreien in einer Zusammenfassung vorgelegt. Inzwischen sind die entsprechenden Zielgruppen mit den Ergebnissen bedient worden. Anliegen war es, Tendenzen und Stimmungslagen zu ermitteln, um auf diese Bedürfnisse und kritischen Sichtweisen im Projekt konstruktiv eingehen zu können.

Zu den Signalen und Hinweisen gehören u.a. sicherlich

  • die von vielen geteilte Sorge um das zukünftige ehrenamtliche Engagement in den Pfarreien;
  • die hohe Belastung für ehrenamtliche und hauptamtliche Verantwortliche für die Kitas;
  • die bisher enge, identifizierende, gute und bewährte Anbindung der Kita an die Pfarrei;
  • die breite Zufriedenheit mit den bisherigen Unterstützungsleistungen der Caritas;
  • die Forderung nach wesentlicher und wirklicher Einflussnahme der Pfarreien auf die Geschicke des Zweckverbandes und die Einrichtungen vor Ort;
  • die Tatsache, dass derzeit sowohl Verwaltungsleitungen als auch Kita-Leitungen im Alltag Trägeraufgaben übernehmen.

Dank gilt allen, die sich an der Befragung beteiligt haben.

Kontakt

Projektbüro Kita-Zweckverband

Erzbischöfliches Ordinariat Berlin
Niederwallstr. 8-9, 10117 Berlin

030 32684-544
mobil: +49. 151. 14 79 98 61

projektbuero.kita(ät)erzbistumberlin.de  


Kita-Zweckverband

Kontaktformular

Ansprechpartner/innen

Aufbaumanagement für einen Kita-Zweckverband im Erzbistum Berlin

Günter Eilers

Leitung des Aufbaumanagement

Externer Projektleiter (www.eilers-org.de)

Michael Reining

Projektassistenz

Begleitung der Projektgruppen

Michael.Reining(ät)erzbistumberlin.de

Anne Schreiber

Mitarbeiterin im Projektbüro

Ansprechpartnerin für alle Angelegenheiten

projektbuero.kita@erzbistumberlin.de

Regina Harzdorf

Koordinatorin „Kita als Ort kirchlichen Lebens“

Gemeindereferentin im Erzbistum Berlin

Regina.Harzdorf(ät)erzbistumberlin.de