Liturgische Dienste

Liturgie ist die Feier des Glaubens an Gott und ebenso das Schöpfen von Kraft für die Mühen des Alltags. Sie hilft den Glauben zu erneuern in Gemeinschaft mit Menschen, die auf dem Weg zu Gott sind.

Liturgie kommt aus dem Griechischen und bedeutet „öffentlicher Dienst“. Liturgie meint das gottesdienstliche Geschehen in der Kirche - zur Verehrung Gottes und zur Vertiefung des gemeindlichen Glaubens. In der Liturgie geht es um verschiedene Formen des Gebetes, Lesung und Verkündigung, Gesang, Gestik, Bewegung und Gewänder, liturgische Geräte, Symbole und Symbolhandlungen.

Liturgische Dienste
In den Gemeinden im Erzbistum gibt es unterschiedliche Dienste im Rahmen der Liturgie, die von Ehrenamtlichen wahrgenommen werden.

  • Gottesdienstbeauftragte
    Frauen und Männer, die in der hl. Messe die Kommunion austeilen, die kranken oder alten Menschen die hl. Kommunion bringen oder Wort-Gottes-Feiern leiten. Nächstes Treffen der Gottesdienstbeauftragten ist am Samstag, 30. November, den Gottesdienst um 11.00 Uhr feiert Erzbischof Dr. Heiner Koch. Wer selbst Gottesdienstbeauftragter werden möchte, spricht seinen Pfarrer an.
    (Der Ort steht noch nicht fest.)
    Geschichtliche Entwicklung des Dienstes
    • Lektorinnen und Lektoren
      Frauen und Männer, die in einem Gottesdienst das Wort Gottes verkünden, die Lesung oder Fürbitten vortragen.
    • Kantorinnen und Kantoren
      Frauen und Männer, die in der Liturgie den Vorsängerdienst übernehmen, in der Messfeier besonders den Antwortpsalm und den Ruf vor dem Evangelium.
      Darüberhinaus kann sie/er Rufe (Kyrie, Fürbittruf, Agnus Dei) anstimmen, ggf. den Gemeindegesang unterstützen und neue Lieder und Gesänge mit der Gemeinde einüben.
      Kirchenmusik
    • Ehrenamtliche Küster
      Frauen und Männer, die häufig unsichtbar rund um die Kirche wirken, Gottesdienste organisatorisch vor- und nachbereiten und sich mit liturgischen Gewändern und Gefäßen auskennen.

    Neues Lektionar seit dem Ersten Advent 2018

    Am Ersten Adventssonntag 2018 wurde im deutschen Sprachgebiet ein neues Lektionar eingeführt. Seit diesem Datum wird in den Gottesdiensten der Sonn- und Festtage das Lektionar III/C verwendet. Es enthält die biblischen Abschnitte – zusammengestellt zum Verlesen im Gottesdienst –, die sich im Lesejahr C besonders am Evangelium nach Lukas ausrichten.

    Nicht die Auswahl der Bibeltexte, die gelesen werden, hat sich geändert, sondern die Übersetzung. Schon im Jahr 2003 wurde von den Bischöfen des deutschen Sprachgebiets beschlossen, die für Verkündigung und Liturgie im Jahr 1979 erschienene sogenannte Einheitsübersetzung zu überarbeiten und die bisherige Fassung auf den aktuellen Stand der Bibelwissenschaft zu bringen – eine Übersetzung ganz nah am Grundtext. Zugleich sollten zeitbedingte Formulierungen und Ausdrucksweisen in eine moderne Sprache überführt werden. Im neuen Lektionar lassen ungewohnte Formulierungen der revidierten Einheitsübersetzung von 2016 aufmerken und laden dazu ein, das „Wort des lebendigen Gottes“ neu zu hören.

    Die sogenannte Leseordnung – die weltweit geltende Auswahl der Schrifttexte – ist unverändert erhalten geblieben. Die Lektionare mit dem erneuerten Bibeltext erscheinen nach und nach – zunächst für die Sonntage und Festtage der Lesejahre A, B und C sowie für Werktage, besondere Anlässe usw. (Band IV bis VIII). Wenn auch die Lektionare für die Lesejahre A und B vorliegen, wird zudem das neue Evangeliar erscheinen.

    Die Leseordnung für die Messfeier wurde nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil am 3. April 1969 von Papst Paul VI. veröffentlicht. Für die Bistümer des deutschen Sprachgebiets erschienen 1983 die Lektionare nach verschiedenen Erprobungsphasen. Nach 35 Jahren gibt es nun die Neuausgabe der Lektionare, die auch äußerlich neu gestaltet wurden. Die hochwertige Einbandgestaltung weist darauf hin, welcher Stellenwert der Heiligen Schrift in der Feier der Liturgie und im Leben der Gemeinden zukommt. 

    Für die Dienste gibt es ein Angebot an unterschiedlichen Fortbildungen:

    Wer diese Aufgabe schon wahrnimmt oder neu einsteigen will, ist herzlich willkommen.

    Kontakt

    Erzbischöfliches Ordinariat Berlin
    Dezernat II - Seelsorge
    Nikola Banach

    Niederwallstr. 8 - 9
    10117 Berlin
    Tel.: (030) 326 84-540
    E-Mail: nikola.banach(ät)erzbistumberlin.de

    Nikola Banach