„Gott ist wichtiger, als die Gesellschaft denkt!“

Interview mit Stefanie Kaune

 

Stephanie Kaune ist Religionslehrerin in Neuruppin und war nach Berlin zur Podiumsdiskussion über die Gottesfrage „Nun sag, wie hast du es mit der Religion?“  mit der Schauspielerin Adelheid Kleineidam, dem Pädagogen und Atheisten Phillip Möller, Sven Thale vom humanistischen Verband und dem Spätgetauften Steffen Riemer eingeladen. Sie ist überzeugt, dass Kirche wichtig ist, die Menschen, die glauben aber viel wichtiger. 

Ihre erste Reaktion, als Sie für das Symposium angefragt wurden?

Was soll ich denn da? Ich habe sowas noch nie gemacht und deshalb auch einen Moment gebraucht, um zu reagieren.

Was verbindet Sie mit der Kirche?

Ich glaube, dass wir in unserer Zeit einen Ruhepol brauchen. Einfach mal nichts tun außer, dass wir dienen. Dafür haben wir den Sonntag geschenkt bekommen. Ich liebe die Gemeinschaft und besonders Musik im Gottesdienst. Lieder sind auch Gebete. Meist drücken sie genau das aus, wie es mir geht. Kurze „Speed“-Gottesdienste, wie es in einer Diskussion hier gefordert wurde, sind da nicht gut. Es ist in Ordnung, dass Menschen Zeit brauchen, um sich auf Gott einzulassen.

Wie wichtig ist Gott noch in der Gesellschaft?

Wichtiger als die Gesellschaft denkt! Viele Menschen haben Angst davor, zuzugeben, dass sie an Gott glauben. Sie müssten ja ihr Leben dann ganz anders gestalten und haben genau jetzt keine Lust dazu.

Was nehmen Sie aus dem Tag mit?

Das persönliche Zeugnis ist wichtig, wenn Kirche noch präsent sein will. Wir müssen nicht nur hinter verschlossenen Türen diskutieren, sondern handeln. Was wäre, wenn die 200 Leute hier jetzt einfach rausgehen und etwas machen, was mit Gott zu tun hat? Ohne uns geht es nicht!