Zwei Gemeinden im Erzbistum Berlin starten einen Tat.Ort.Nikolaus

Mit der Aktion "Tat.Ort.Nikolaus: Gutes tun – kann jeder" ruft das Bonifatiuswerk dazu auf, in der Tradition des Heiligen Nikolaus selbst aktiv zu werden und gute Taten zu vollbringen. Foto: Patrick Kleibold

Bonifatiuswerk unterstützt Aktionen zu Nikolaus in Berlin und bundesweit 60 weitere solcher Initiativen mit bis zu 500 Euro

Voller Tatendrang war der heilige Nikolaus. Er war da, wo Hilfe gebraucht wurde. Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft und Gerechtigkeit gehörten zu seinem „Täterprofil“. Katholische Gemeinden in Pankow und Lankwitz folgen diesem Vorbild, in dem sie zum Nikolaustag durch ehrenamtliches und solidarisches Engagement Orte guter Taten schaffen. Unterstützt werden sie in ihrem Engagement vom Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken, dass mit seiner  bundesweiten Aktion „Tat.Ort.Nikolaus: Gutes tun – kann jeder“ kirchliche Gruppen, Verbände, Schulklassen, Einrichtungen und Gemeinden dazu aufgerufen hatte, solche Orte zu schaffen und aktuell 62 Initiativen mit bis zu 500 Euro fördert.

In der Pfarrei Mater Dolorosa in Berlin-Pankow gestalten Ehrenamtliche der Gemeinde und Interessierte aus der Nachbarschaft rund um den Nikolaustag zwei Aktionsnachmittage für wohnungslose Frauen und Kinder der Unterkunft „VITA domus e.V.“. Diese liegt im Pfarreigebiet und ist eng mit der Pfarrei verbunden. Mit dem Fördergeld des Bonifatiuswerkes sollen Bastelmaterialien, Lebensmittel und ein Musiker für die beiden Nachmittage finanziert werden. Die Gestaltung der Treffen wird mit den Frauen und Kindern gemeinsam entwickelt. Die Durchführung steht unter dem Vorbehalt, dass es die Coronaregeln erlauben. Durch die gemeinsame Aktion erfahren die Frauen und Kinder von VITA domus e.V. Aufmerksamkeit als Mensch, nicht als Wohnungslose, und Interesse an ihren Talenten und Fähigkeiten. Sie erhalten Zuversicht und Mut, ihren Alltag in der widrigen Situation zu bestehen und Fragen nach Gott und der Kirche können die Frauen in zwangloser und vertrauter Atmosphäre stellen. Die ehrenamtlich Engagierten erfahren, wie wichtig ihr Zeugnis ist und die Zusage Jesu: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“ (Mt 18,20) erhält in der Lebenswirklichkeit von Menschen in der Not eine neue Präsenz.
Die Pfarrei St. Benedikt in Lankwitz bittet um Spenden für die Suppenküche der Mutter-Teresa-Schwestern in Kreuzberg. Bis zum Nikolaustag können haltbare Nahrungsmittel, Kleidung, Hygieneartikel und Geldspenden abgegeben werden. Die Geldspenden und die Förderung des Bonifatiuswerkes werden für einen Großeinkauf für die Gäste der Suppenküche verwendet. In der Woche nach dem 6. Dezember übergibt der Familienkreis der Gemeinde die Spenden und den Einkauf an die Missionaries of Charity.
„Die Botschaft ist klar: Gutes tun. Dass unserem Aufruf viele Menschen in Deutschland gefolgt sind, freut mich sehr und schenkt uns gerade in diesen Tagen die Zuversicht, die so viele von uns benötigen. Füreinander da sein und so zu handeln wie es der heilige Nikolaus getan hat, dieses Verhalten zeigt, dass der Heilige als ‚Superspreader‘ der guten Taten nicht aus der Mode gekommen ist. Denn all diese Initiativen stecken an – mit hoffnungsvollen Lichtblicken jetzt und für die kommende Zeit“, sagt der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen.

„Wir dürfen existentielle Not nicht aus den Augen verlieren. Gerade in diesen herausfordernden Zeiten ist es wichtig, den Anderen im Blick zu behalten. Deswegen wollen wir ehrenamtlich Mitwirkenden den Rücken stärken, denn ohne ihr selbstloses Engagement ist der Einsatz für den Nächsten nicht möglich. Mit dieser Aktion wollen wir diesen essentiellen Projekten Tatkraft mitgeben, weil auch der Nikolaus nicht nur hingeschaut hat, sondern tatkräftig angepackt hat – ein echt gutes Vorbild“, sagt Sängerin Maite Kelly. Sie ist langjährige Patin der „Weihnachtsmannfreien Zone“, die das Bonifatiuswerk 2002 ins Leben gerufen hat und zu der die Aktion „Tat.Ort.Nikolaus: Gutes tun – kann jeder.“ gehört.

Information zur Aktion „Tat.Ort.Nikolaus“
„Tat.Orte“ haben auch etwas Gutes an sich, wenn sie zu Orten guter Taten gemacht werden. Solche besonderen Orte unterstützt das Bonifatiuswerk mit seiner Aktion „Tat.Ort.Nikolaus: Gutes tun – kann jeder.“ Sie gehört zur bundesweit bekannten „Weihnachtsmannfreien Zone“, die das Hilfswerk 2002 ins Leben gerufen hat, um den heiligen Nikolaus mit seinen Werten wie Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft wieder mehr in den Fokus der Gesellschaft zu rücken. Kirchliche Gruppen, Vereine, Verbände, Schulklassen, Einrichtungen oder Gemeinden aus ganz Deutschland waren eingeladen, ihren „Tat.Ort.Nikolaus“ zu gestalten und dem Beispiel des Heiligen zu folgen. Erstmals konnte dafür pro „Tat.Ort“ eine Förderung von bis zu 500 Euro beim Hilfswerk beantragt werden. Bundesweit werden aktuell 62 solcher Tat.Orte gefördert, die mit einer interaktiven Karte auf der Seite weihnachtsmannfreie-zone.de vernetzt und präsentiert werden. Der Aktionszeitraum läuft bis zum 13. Dezember 2020.