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Der Suppenküche der Franziskaner in Berlin-Pankow


Am Anfang war die Essensausgabe …

Schwester Monika, Hauptinitiatorin der Suppenküche am Franziskanerkloster, erlebte in der Nachwendezeit gerade im Ostteil von Berlin, im Prenzlauer Berg, wo sie Hausbesuche bei den Benachteiligten und Ärmsten der Stadt machte, und auch von Menschen auf der Straße angesprochen wurde, die existentiellen Nöte der Menschen.

Unter Trägerschaft des Franziskanerklosters fing Schwester Monika zusammen mit Katharina Metzner von der Franziskanischen Gemeinschaft und unterstützt von etlichen ehrenamtlichen Helfern mit ihrer konkreten Hilfe ganz einfach an. So wurde regelmäßig ein Mittagessen gekocht, das an die Hilfe suchenden Besucher der Einrichtung verteilt wurde. Dieser Anfang gab dem ganzen Projekt auch seinen Namen: „Suppenküche Franziskanerkloster“!

Mittlerweile kommen durchschnittlich 300 bis 500 Personen zur Essenausgabe in die Suppenküche.

Kleiderkammer und Hygienestation

Schon bald ergab sich weiterer Unterstützungsbedarf und eine Kleiderkammer entstand, in der die Obdachlosen und Bedürftigen zweimal in der Woche saubere und der Witterung entsprechende Kleidung bekommen können.

Bald wurde das nächste Dilemma deutlich: Was bringt es, saubere Kleidung auf einen verdreckten und verschwitzten Körper anzuziehen? Viele der Hilfesuchenden benötigten also vor der Kleiderkammer erst einmal eine Duschmöglichkeit. Das Angebot der Kleiderkammer wurde daher durch die Einrichtung einer Hygienestation ergänzt. Hier kann man Duschen, sich rasieren oder die Haare waschen. Darüber hinaus erhält man hier den Kleinbedarf an Hygieneartikeln von der Zahnbürste bis zum Tempotaschentuch.

Kommunikation und Beratung

Für viele Besucher ist das Materielle oft nur ein Aufhänger. Sie kommen um sich mit anderen zu unterhalten, um einander zu treffen, am sozialen Leben der Gesellschaft teilnehmen zu können. So kann man sicherlich sagen: Für viele ist die Suppenküche auch ein Kommunikationszentrum. Diese Vorstellung fällt nicht schwer, wenn man bedenkt, dass sich hier täglich bis zu 500 Menschen treffen.

Das Gespräch untereinander hat seine Wichtigkeit, doch hat es auch seine Grenzen. Immer wieder kommen Besucher zu uns, denen die Probleme über den Kopf gewachsen sind und zu deren Bewältigung sie um Unterstützung nachfragen. Viele sehen den „Wald vor lauter Bäumen nicht mehr“. Telefongespräche, Schriftverkehr sind für viele eine massive Überforderung, wenn überhaupt auch technisch möglich. Wer auf der Straße lebt, ist froh wenn er postalisch zu erreichen ist.

Hier sind Beratung, Unterstützung und Begleitung eine zwingende Notwendigkeit. Eine Sozialberatung rundet deshalb das Angebot unserer Hilfeleistungen ab.

Der Dienst in der Suppenküche ist nur durch hohe Eigenleistung und mit Hilfe von Spenden möglich.

 

Verwendungszweck

  • Zubereitung von bis zu 400 Mittagessen pro Tag
  • vorrangige Verarbeitung und Verteilung von Lebensmitteln aus Sachspenden
  • Zukauf von Lebensmitteln nach Bedarf
  • 160 Sitzplätze im Speisesaal
  • 3 Brüder im Dienst der Suppenküche
  • 3 Vollzeitangstellte, 2 Teilzeitangestellte
  • 70 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer
  • Praktikanten, Schüler und Studenten