Dr. Carl-Sonnenschein-Wanderungen

Programm 2020

Das diesjährige Jahresprogramm umfasst insgesamt neun Spazierwege, darunter sechs im Berliner Stadtgebiet und drei im Berliner Umland, nach Schöneiche, Potsdam-Sanssouci und Erkner. Dazu gibt es zwei Fahrten:  nach Eberswalde und Elsterwerda.

Zu allen Touren bitten wir um telefonische Anmeldungen: 0177/ 200 93 47. 

Als Aufwandsentschädigung erbitten wir eine Spende: für die Fahrten jeweils zehn Euro pro Person und für die vier Spaziergänge in der Berliner Umgebung jeweils sieben Euro pro Person.

Die Wanderungen im Überblick

(Änderungen vorbehalten)

Samstag, 14. März 2020: Spaziergang durch den „Schöneberger Kiez“ – vom Rathaus Schöneberg bis zum Nollendorfplatz.

Dieser Spazierweg unter der Leitung von Margret Baumgarten führt durch Schöneberg, bis vor 100 Jahren eine selbständige Stadt, heute ein Bezirk mit großer Vielfalt und ganz unterschiedlichen Seiten. Durch den Rudolph-Wilde-Park gehen wir zum Rathaus, das bis zur Wende Amtssitz der West-Berliner Regierung war. Auf dem Vorplatz findet samstags und sonntags ein „Multi-Kulti-Flohmarkt“ statt. Danach besuchen wir die katholische St.Norbert-Kirche, die evangelische Paul-Gerhardt-Kirche und die alte Dorfkirche. Der nächste Schwerpunkt ist die mehr als 800-jährige Geschichte Alt-Schönebergs mit Dorfanger und Dorfkrug, dem Gemeindefriedhof und den Villen der „Millionenbauern“. Von der belebten Hauptstraße biegen wir in die „hippe“ Akazienstraße mit “Szene-Läden“ und dann geht es in die beschauliche Crellestraße, vorbei am „Maison de Santé“ , einer 1881 gegründeten Kuranstalt und Privatklinik. Nächste Station ist der Kleistpark, ehemals „Königlicher Botanischer Garten“, dann Freislers „Volksgerichtshof“ und schließlich Sitz der Vier-Mächte-Regierung. Nahebei stand der legendäre, in den 1970er Jahren abgerissene  Sportpalast. Durch die Pallasstraße kommen wir zur kürzlich restaurierten katholische St.Matthias-Kirche und zum Winterfeldtplatz, mit einem Wochenmarkt mit internationalem Kunsthandwerk und Spezialitäten. Der Nollendorfplatz war schon vor dem 1. Weltkrieg ein Zentrum der Vergnügungsindustrie, aber auch ein Kriminalitätsschwerpunkt. Weniger bekannt ist, dass sich am U-Bahnhof zwei Gedenkstätten befinden.

Treffpunkt ist um 12.00 Uhr auf dem U-Bahnhof Rathaus Schöneberg/Stadtpark. Ende ist gegen 17.00 Uhr am U-Bahnhof Nollendorfplatz.

 

Samstag, 4. April 2020: Spaziergang von Giesensdorf über Lichterfelde nach Lankwitz

Der heutige Weg beginnt in Giesensdorf, ein heute „fast vergessenes Dorf“ mit einer 720 Jahre alten Dorfkirche. Von dort geht es weiter nach Lichterfelde-Ost, wo wir die Petruskirche besuchen. Durch diesen Ortsteil mit zum Teil denkmalgeschützten alten Villen führt unser Weg bis zum Teltowkanal und weiter zum Marienplatz. Nach einer Kaffeepause im Bethel-Krankenhaus geht es weiter nach Lankwitz, wo wir abschließend  die katholische St. Benedikt-Kirche besuchen. Dort halten wir auch unsere Andacht. Ende unseres Weges ist das Rathaus und der S-Bahnhof Lankwitz gegen 17.00 Uhr.

Treffpunkt ist um 13.00 Uhr auf dem S-Bahnhof Osdorfer Straße.

 

Samstag, 2. Mai 2020: Spaziergang in Pankow-Heinersdorf.

Unser Ziel ist heute Heinersdorf, ein Ortsteil im Bezirk Pankow mit einer fast 720jährigen Geschichte. Wir besuchten Heinersdorf  im Rahmen der „Dr.-Carl-Sonnenschein-Wanderungen“ schon mehrmals. Das ehemals selbständige Dorf ist aber immer wieder sehenswert. Unser Weg beginnt am denkmalgeschützten Wasserturm. Von dort geht es weiter zur sehenswerten alten Dorfkirche, wo wir unsere Andacht halten. Im großen Einkaufszentrum an der „Romain-Rollandstraße“ haben wir Gelegenheit zur Kaffeepause. Danach spazieren wir durch die große Kleingartenanlage „Freies Land“ sowie durch einen „Büropark“ mit „Bermuda-Garten“ bis hinüber zur „Kunsthochschule Weißensee“. Über die Straße „Am Steinberg“ erreichen wir die Straßenbahnlinie M 2, die uns ins Berliner Zentrum (Alexanderplatz) zurückfährt. Treffpunkt ist um 13.00 Uhr vor der „Weltzeituhr“ am Alexanderplatz. Von dort fahren wir mit der Straßenbahnlinie M 2 nach Heinersdorf. Ende des Spaziergangs: cirka 16.30 Uhr.

 

Samstag, 16. Mai 2020: Spaziergang durch den südlichen Teil der „Schöneberger Insel“

Von drei Bahnhöfen eingegrenzt, zwischen den S-Bahnhöfen Yorckstraße, Schöneberg und Südkreuz, liegt die „Schöneberger Insel“, auch „Rote Insel“ genannt in Erinnerung an die politische Ausrichtung seiner Bewohner zur Zeit der Weimarer Republik. Marlene Dietrich wurde hier geboren, Hildegard Knef wohnte hier und der spätere Berliner Bischof, Kardinal Alfred Bengsch, wuchs hier auf. Dieser vielfältige Kiez ist bis heute durch seine stadträumliche Insellage zwischen den Gleisen geprägt und trotz S-Bahn und Autobahn-Nähe eine ruhige, saubere und entspannte Wohngegend. Der historische Rundgang konzentriert sich auf das Gebiet zwischen der Kolonnenstraße im Norden, dem Gasometer am südwestlichen Ende und dem Bahnhof Südkreuz am südöstlichen Ende. Die Tour bezieht auch die Gotteshäuser der Insel, die evangelische Königin-Luise-Kirche („Käseglocke“) und die katholische St.Elisabeth-Kirche mit ein. Führung: Peter Krzemin.

Treffpunkt ist um 12.00 Uhr vor dem S-Bahnhof Südkreuz, Ausgang: Hildegard-Knef-Platz“. Ende gegen 16.30 Uhr.

 

Donnerstag, 28. Mai 2020: Fahrt nach Eberswalde

Unsere erste Tagesfahrt führt in die märkische Kreisstadt Eberswalde, die „Waldstadt im  Grünen“. Diese Stadt hat eine große Geschichte und bietet viel Sehenswertes. Sie war 2006 schon einmal Ziel unserer Wanderungen und hat sich seitdem verändert. Unser Weg beginnt am Hauptbahnhof und führt uns zunächst zur katholischen Kirche St. Peter und Paul. Von dort ist es nicht mehr weit zur Altstadt mit Marktplatz und Rathaus, sowie zum ältesten Haus der Stadt, der ehemaligen „Adler-Apotheke“,  jetzt ein Museum, und zum Sitz des 2007 errichteten „Paul-Wunderlich-Haus“, ein Kunst- und Dienstleistungszentrum und zum Sitz der Kreisverwaltung. Höhepunkt ist aber die alte Stadtkirche „St. Maria Magdalenen“, in diesem Jahr 770 Jahre alt. Zum Abschluss besuchen wir die St. Georgs-Kapelle, jetzt eine „Konzerthalle“, eines der ältesten und am besten erhaltenen Baudenkmäler der Stadt, erbaut Mitte des 13. Jahrhunderts.

Treffpunkt ist um 10.00 Uhr vor dem Reisezentrum des Bahnhofs Berlin-Südkreuz. Abfahrt des Zuges RE 3 Richtung Stralsund: um 10.21 Uhr. Ankunft in Eberswalde – Hauptbahnhof um 11.07 Uhr. Beginn des Stadtrundgangs: 11.15 Uhr. Rückfahrt nach Berlin um 17.53 Uhr. Ankunft Berlin-Südkreuz um 18.39 Uhr.

 

Donnerstag, 25. Juni 2020: Spaziergang durch Schöneiche (bei Berlin)

Schöneiche (Landkreis Oder-Spree) ist ein Dorf östlich von Berlin mit einer rund 700jährigen Geschichte. Vom Bahnhof Friedrichshagen geht es mit der Tramlinie 88 ins Zentrum von Schöneiche. Vom Goethepark laufen wir zunächst zur katholischen Kirche „Mariä Unbefleckte Empfängnis“ und zum ehemaligen „St.Konrad-Heim“. Nach dem Besuch geht es durch viel Grün ins Dorfzentrum des ehemaligen Dorfes „Klein-Schönebeck“. Dort besuchen wir die alte Dorfkirche und das älteste Haus, jetzt: Heimatmuseum. Nächstes Ziel ist das ehemalige „Gutsdorf Schöneiche“ mit dem Schlosspark und der Schloßkirche, jetzt ein Kulturforum und Standesamt. Das Schloss selbst existiert nicht mehr. Zum Abschluss unseres Weges ist eine Kaffeepause am Marktplatz möglich.

Treffpunkt ist um 11.00 Uhr auf dem S-Bhf. Friedrichshagen. Mit der Tram 88 fahren wir nach Schöneiche, Haltestelle „Goethepark“. Die Rückfahrt ist um 16.00 Uhr vorgesehen – ab dem Marktplatz mit dem Bus 161 zum S-Bhf. Rahnsdorf.

 

Donnerstag, 16. Juli 2020: Spaziergang durch den Schlosspark Sanssouci

Der Park Sanssouci bildet ein Ensemble von Schlössern und Gartenanlagen, das im 18. Jahrhundert unter König Friedrich dem Großen begonnen und im 19. Jahrhundert unter König Friedrich Wilhelm IV. erweitert wurde. Bei jedem Rundgang durch diese große Gartenlandschaft kann man Neues entdecken. Wir beginnen am Bahnhof „Park Sanssouci“ und laufen zunächst zum „Neuen Palais“. Daneben ist ein Besucherzentrum (mit Café). Nach einer Kaffeepause geht es weiter, vorbei an zwei „Tempeln“, zum „Rehgarten“ und hinauf zum „Orangerie-Schloß“ . Durch den „Nordischen“- und „Sizilianischen Garten“  erreichen wir die „Historische Mühle“ und gleich dahinter das „Schloß Sanssouci“. Daneben sehen wir noch die Gruft Friedrichs II. und die Bildergalerie, sowie die „Neptungrotte“ und den „Holländischen Garten“. Letzte Stationen sind dann der „Marlygarten“ und die „Friedenskirche“, wo wir eine Kurzandacht halten. Der Weg endet am Luisenplatz und Brandenburger Tor.

Treffpunkt ist um 10.00 Uhr vor dem Reisezentrum Potsdam-Hauptbahnhof. Mit dem RB 21 geht es weiter zum Bahnhof „Park Sanssouci“. Ende ist um 16.00 Uhr am Luisenplatz.

 

Donnerstag, 10. September 2020: Spaziergang durch Erkner

Dieser Ort vor den Toren Berlins ist erst seit 1998 eine Stadt und trägt seit 1889 den Namen „Erkner“. Die Stadt hat sich in den letzten Jahrzehnten verändert und verschönert und ist für viele Berliner ein beliebtes Ausflugs- und Erholungsziel. Seit 2012 trägt sie den Namenszusatz „Gerhart-Hauptmann-Stadt“. Wir werden einen Stadtbummel machen und einiges Neue entdecken.  Schwerpunkt ist  das eigentliche Zentrum von Erkner, mit dem Rathaus und einem  neuen großen „Bildungszentrum“, sowie der evangelischen „Genezarethkirche“. Anschließend besuchen wir das „Gerhart-Hauptmann-Museum“, die ehemalige „Villa Lassen“, in der der Dichter von 1885 bis 1889 lebte. Zum Abschluss steht der Stadtteil „Neu-Buchhorst“ mit dem Kurpark auf dem Programm. Danach fahren wir mit dem Stadtbus zurück zum Bahnhof. Ende des Stadtrundgangs ist gegen 17.00 Uhr. Die Rückfahrt (mit der Regionalbahn) ist halbstündlich möglich.

Treffpunkt ist um 11.00 Uhr vor dem Bahnhof Erkner.

 

Donnerstag, 8. Oktober 2020: Fahrt nach Elsterwerda

Elsterwerda ist eine Kleinstadt im brandenburgischen Landkreis Elbe-Elster mit rund 8.000 Einwohnern und hat sich in diesem Jahrtausend – von 2007 bis 2016 – stark verändert. Eine sorgsam restaurierte, historische Altstadt ist wieder sehenswert! Wir besuchen auf unserem Rundgang nicht nur sie, sondern auch die evangelische Stadtkirche St. Katharina, das ehemalige „Elster-Schloss“, den Stadtpark (bis 1982 Stadtfriedhof) und - zum Abschluss –  die katholische Kirche „Mater dolorosa“. Mittagspause ist in dem erst 1995 – 1999 erbauten „Elbe-Elster-Klinikum“.

Treffpunkt ist um 9.00 Uhr vor dem Reisezentrum Berlin-Südkreuz. Abfahrt des Zuges RE 5 um 9.27 Uhr. Rückfahrt ist entweder um 16.40 Uhr oder um 17.55 Uhr.

 

Samstag, 7. November 2020: Spaziergang durch den „Kiez der Spione“ in Berlin-Mitte

Dieser Spazierweg führt durch ein Viertel, das bis vor 30 Jahren ein heruntergekommenes Grenzgebiet des Bezirks Berlin-Mitte war und seit der Eröffnung der Zentrale des „Bundesnachrichtendienstes“ (BND) im Februar 2019 „Kiez der Spione“ genannt wird. Dieser Kiez ist heute eine interessante Gegend mit vielen neuen Häusern, aber auch mit sehenswerten „Natur- und Geschichtsorten“. Ab U-Bhf. Schwartzkopffstraße geht es, vorbei am großen BND-Komplex, zum Invalidenpark und – vorbei am ehemaligen „Hamburger Bahnhof“ und heutigen „Hauptbahnhof“ – zum neuen „Geschichtspark Zellengefängnis Moabit“. Danach laufen wir zurück zum ehemaligen „Mauerpark“ am Schiffahrtskanal und zum „Invalidenfriedhof“, wo uns Frau Margret Baumgarten führt. An der „Gedenkstätte für die Mauertoten“ und einem ehemaligen Wachtturm führt uns der Weg zum „Bundeswehrkrankenhaus“, wo wir eine Kaffeepause einlegen. Ein Stück weiter – in der Liesenstraße – befinden sich vier bemerkenswerte Friedhöfe.

Treffpunkt ist um 12.00 Uhr auf dem U-Bahnhof Schwartzkopffstraße (U 6). Unser Weg endet am U-Bhf. Reinickendorfer Straße gegen 16.30 Uhr.

 

Dienstag, 29. Dezember 2020 (Winterwanderung): Spaziergang vom Ostbahnhof – vorbei an der „East-Side-Gallery“ – bis zum „Wrangelkiez“ in Kreuzberg

Unser Weg beginnt am Ostbahnhof und führt zunächst durch eine Gegend, die sich in den letzten Jahren stark verändert hat: Hochhäuser, Hotels, und einige Nierlassungen großer Konzerne. Erstes Ziel ist die berühmte „East-Side-Gallery“ der  größte, noch erhaltene Mauerrest Berlins. Danach besuchen wir den erst 2019 wieder fertiggestellten „Mercedesplatz“, mit der großen „Mercedes-Arena“  und dem neuen Einkaufszentrum „East-Side-Mall“. Nach einem kurzen Weg auf der Friedrichshainer Seite mit Besuch der evangelischen „Zwinglikirche“ geht es weiter über die „Oberbaumbrücke“ nach Kreuzberg in den sogenannten „Wrangel-Kiez“. Dort besuchen wir zum Abschluss die katholische „St.Marien- (Liebfrauen-)Kirche“ in der Wrangelstraße.

Treffpunkt ist um 11.00 Uhr vor dem Reisezentrum des Ostbahnhofs. Ende gegen 16.00 Uhr am U-Bhf. Schlesisches Tor.

Kontakt

Georg von Glowczewski
Tel.: (03328) 30 91 71
Handy: 0163 47 190 23
E-mail: g.wandern(ät)t-online.de