Chance auf eine selbstbestimmte Zukunft Die Portugiesischsprachige Gemeinde in Berlin und der Weltkirchefonds fördern Jugendliche in Brasilien

Die Casa do Menor São Miguel Arcanjo (CMSMA) in der Gemeinde Nova Iguaçu ist eine soziale Einrichtung, die vulnerablen Jugendlichen Chancen auf eine selbstbestimmte Zukunft eröffnet. In der Metropolregion Rio de Janeiro gelegen, ist die Gegend von großer sozialer Ungleichheit und hoher Kriminalität geprägt, das öffentliche Sozial- und Gesundheitssystem ist unzureichend. Ein großes Problem ist der Drogenkonsum, der unter Kindern und Jugendlichen verbreitet ist.

Die Casa do Menor ermöglicht Jugendlichen, die unter prekären Bedingungen leben, eine Berufsausbildung zu machen und so ein selbstbestimmtes Leben mit einem legal verdienten Einkommen aufzubauen. Ein aktuelles Projekt mit Kursen zur Friseurausbildung wird durch das Erzbistum Berlin finanziell unterstützt. Für die Förderung dieses Projekts in Brasilien tat sich der Vergabeausschuss des Weltkirchenfonds des Erzbistums Berlin mit der portugiesischsprachigen Gemeinde zusammen. Diese hielt in der Fastenzeit 2025 eine Kollekte zugunsten der Casa do Menor ab und machte so eine gemeinsame Förderung möglich. Pater Julio Ferreira SCJ, Leiter der portugiesisch sprechenden Gemeinde von Berlin, die in Kirche Mater Dolorosa ihr geistliches Zentrum hat, zeigte sich hoch erfreut über das große Interesse an dem Projekt und die Großzügigkeit der Spenderinnen und Spender. Zahlreiche Mitglieder seiner Gemeinde stammen aus Brasilien und fühlen sich dem Anliegen dieses Projekts daher besonders verbunden.