Pressemeldung

Rebecca Horn „Glowing Core“ in der Sankt Hedwigs-Kathedrale

29. August 2018 Stefan Förner
Pressesprecher

Die Aufnahme stammt aus der Kathedrale von Palma de Mallorca, Rebecca Horn, Glowing Core, 2006 (detail), mixed media, dimensions variable, Credit: Private collection of the artist, Copyright: Rebecca Horn

Von Donnerstag, 27. September, bis Sonntag, 11. November 2018, wird in der Sankt Hedwigs-Kathedrale die raumgreifende Arbeit „Glowing Core“ der international renommierten Künstlerin Rebecca Horn ausgestellt. Sie ist bei freiem Eintritt täglich von Sonnenuntergang bis 23.00 Uhr zu sehen. Der Zugang erfolgt über die Sakristei im Hof zum Bernhard-Lichtenberg-Haus, Hinter der Katholischen Kirche 3.
Zur Ausstellungseröffnung am Mittwoch, 26. September, 20.00 Uhr, spricht u.a. Joachim Sartorius.
Die Ausstellung ist ein Beitrag zur BERLIN ART WEEK vom 26.-30. September 2018, www.berlinartweek.de
Rebecca Horn greift in ihrer Arbeit „Glowing Core“ den Titel des Gedichtes „Glutkern“ auf, den sie ihrer Arbeit programmatisch voranstellt:

„Im drehenden Blau des Trichters
das Spiralauge geöffnet
trägt die Füchsin ihr Glühen im Innern.
Flügelflammen nehmen dem Tod das Schwarz.“

Die Arbeit „Glowing Core“ besteht aus einer vertikalen Arbeit, die – seit 2003 immer wieder leicht verändert – 2006 auch schon im Berliner Martin-Gropius-Bau zu sehen war. 16 horizontale Skulpturen, sowie Sounds, einer Komposition des neuseeländischen Musikers und Komponisten Hayden Chrisholm ergänzen die 2006 gezeigte Arbeit. Im Zentrum des Kirchenraums werden drei goldene Trichter unter der Kuppel der Kathedrale aufgehängt, die sich in einem sich bewegenden Spiegel wiederfinden, der auf dem Boden liegt. Darüber werden auf drei Ebenen kreisförmige Leinwände mit unterschiedlichen Durchschnitten errichtet. Das Blau des Himmels scheint unter der Kuppel auf und es entsteht eine gefühlt 20 Meter tiefe Öffnung unter die Ebene des Fußbodens, entsteht ein Blick in den „glühenden Kern“.
Rebecca Horn: „Als Betrachter ist man in diesen Prozess des Aufsteigens und Abstürzens eingefangen. Das Blau des Himmels und die Tiefe des Meeres sind im Schwebezustand durch das Gebäude gespannt. Durch goldene Trichter fließen die Wasserwirbel zur Decke, doch findet man sich selbst am Grunde des Brunnens in einem drehenden Universum.“
Somit korrespondiert das Kunstwerk in besonderer Weise mit der Architektur der Kathedrale und ermöglicht eine bewusste Wahrnehmung des Rundbaus, der zur Ausstellung weitgehend leer geräumt sein wird. Die Öffnung zur Unterkirche wird provisorisch geschlossen.

Kuratoren:
Alexander Ochs
Georg Maria Roers SJ

Produktion:
Peter Weyrich
Rebecca Horn Workshop