Pressemeldung

Wo der Berliner Erzbischof wohnt„Hinter der katholischen Kirche 3“

01. Oktober 2018 Stefan Förner
Pressesprecher

Erzbischof Dr. Heiner Koch beabsichtigt künftig im sanierten und teilweise neu errichteten Bernhard-Lichtenberg-Haus zu wohnen. Er schließt damit an eine Tradition seiner Vorgänger Kardinal Bengsch, Kardinal Meisner und Kardinal Sterzinsky an.

In der obersten Etage des in den 70er-Jahren neu errichteten Anbaus zum Bernhard-Lichtenberg-Haus war eine Wohnung mit Hauskapelle errichtet worden, die von den Berliner Bischöfen Bengsch, Meisner und Sterzinsky bewohnt worden war.

Das gesamte Gebäude ist in einem desolaten Zustand hinsichtlich der Dämmung, Heizung, Elektro-Installation, aber auch Funktionalität und Raumaufteilung. Als Kardinal Sterzinsky 2011 verstarb, zeigte sich der große Sanierungsstau. Daher soll es im Rahmen der Sanierung und Umgestaltung der St. Hedwigs-Kathedrale und des Bernhard-Lichtenberg-Hauses abgerissen und neu gebaut werden.

Gebäude und Grundstück sind im Eigentum der katholischen Kirche. Es war und ist immer eine Eigennutzung vorgesehen.
Für den Teilabriss, Neubau und Sanierung der beiden Gebäudeteile hat das Erzbistum Berlin eine Gesamtsumme von 17. Mio. € veranschlagt. Bisher liegt lediglich eine Machbarkeitsstudie vor, eine detaillierte Kalkulation und Planung folgen mit dem Bauantrag und werden dann auch transparent und bekannt gemacht.

In der Regel hat ein Bischof eine „Residenz“, eine Immobilie oder Wohnung im Eigentum der jeweiligen Kirche. Wegen der geplanten Sanierung war bereits Kardinal Woelki in eine angemietete Wohnung in den Wedding gezogen. Erzbischof Koch bewohnt vorübergehend das Pfarrhaus von Heilige Familie in Berlin-Lichterfelde, die Immobilie befindet sich gleichfalls im Eigentum der katholischen Kirche.

Die Entscheidung für das Bernhard-Lichtenberg-Haus betrifft nicht nur den amtierenden Erzbischof, es soll eine Lösung gefunden werden, die auch für künftige Berliner Erzbischöfe tragfähig ist.