Pressemeldung

Erzbischof Koch zum 40. Jahrestag der Wahl von Papst Johannes Paul II.

12. Oktober 2018 Stefan Förner
Pressesprecher

Am 16. Oktober 1978 wurde der Erzbischof von Krakau Karol Wojtyła zum Papst gewählt. Er wählte für sich den Papst-Namen Johannes Paul II. als Würdigung seiner drei Vorgänger.
Zum 40. Jahrestag der Wahl erinnert Erzbischof Dr. Heiner Koch an seine große Bedeutung für die deutsche Geschichte und die Geschichte des Erzbistums Berlin:

„Ich blicke heute mit großer und tief empfundener Dankbarkeit auf das segensreiche Pontifikat von Johannes Paul II. zurück. Mit seiner Wahl begann eine Entwicklung, die für uns Deutsche das Erzbistum Berlin und die Stadt Berlin von entscheidender Bedeutung ist.

Die politischen Umwälzungsprozesse in der polnischen Heimat des Papstes brachten das kommunistische System in Europa ins Wanken. Der Ruf nach Freiheit brach sich schließlich am Ende der 80er Jahre auch im Osten Deutschlands Bahn. Papst Johannes Paul II. hat in seinen vielen Predigten die Sehnsucht der Menschen nach Freiheit immer unterstützt. Er wurde somit zum entscheidenden Wegbereiter für den Fall des Eisernen Vorhangs, das Ende des geteilten Bistums Berlin und die Einheit Deutschlands.
Schon als Kardinal hatte Karol Wojtyła Ost-Berlin besucht, unvergessen ist aber sein Deutschlandbesuch im Juni 1996.

Das Brandenburger Tor ist zum „Tor der Freiheit“ geworden, sein Appell „Haltet dieses Tor geöffnet für euch und alle Menschen!“ gilt uns auch heute.

Die Wahl von Papst Johannes Paul II. erfolgte am Gedenktag der Heiligen Hedwig, der früheren Herzogin von Schlesien, die auch die Patronin unserer Kathedrale in Berlin ist.“

Am Dienstag, dem 16. Oktober erinnert die Katholische Akademie in Berlin gemeinsam mit dem polnischen Institut an „Person und Vermächtnis“ von Johannes Paul II. mit einem Dialog, einer Ausstellung und einem Empfang.

www.katholische-akademie-berlin.de