50 Jahre Ökumene im Zweiten Vatikanischen KonzilGottesdienst in St. Hedwig

Mit einem ökumenischen Gottesdienst in der St. Hedwigs-Kathedrale am 21. November 2014, 19.30 Uhr, erinnert Diözesanadministrator Prälat Tobias Przytarski an die Unterzeichnung des Dekretes zur Ökumene des Zweiten Vatikanischen Konzils „Unitatis Redintegratio“ vor 50 Jahren. Um ein Zeichen dankbarer Erinnerung zu setzen und das ökumenische Engagement der römisch-katholischen Kirche zu bekräftigen, werden an diesem Tag in den Bischofskirchen aller deutschen Diözesen ökumenische Gottesdienste gefeiert.

In Berlin werden unter anderem Dr. Markus Dröge, Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Pröpstin Friederike von Kirchbach, Vorsitzende des Ökumenischen Rates Berlin-Brandenburg, Archimandrit Emmanuel Sfiatkos, Griechisch-Orthodoxes Patriarchat von Konstantinopel, und Superintendent Christian Voller-Morgenstern, Evangelisch-Methodistische Kirche, den Gottesdienst mitfeiern und das Licht einer großen Ökumene-Kerze an die Gottesdienst-Teilnehmer weitergeben.
Im Anschluss an den Gottesdienst wird zur Begegnung in das benachbarte Bernhard-Lichtenberg-Haus eingeladen.

Pröpstin Friederike von Kirchbach begrüßt das Gedenken, gerade in der Stadt der ersten Ökumenischen Kirchentages (ÖKT) 2003: „Es ist eine Aufforderung an alle Kirchen, im Streben nach Einheit nicht nachzulassen“.

Für Bischof Dröge ist das Zweite Vatikanische Konzil „nicht nur ein römisch-katholisches Ereignis gewesen, sondern ein Meilenstein in der Geschichte der gesamten Christenheit. Mit diesem Konzil hat die römisch-katholische Kirche in zuvor nicht gekannter Weise das geistliche Leben in anderen Kirchen als Wirken Gottes würdigen können. Erst dadurch wurde echte Ökumene möglich. Im Geist dieses großen Konzils wird es auch möglich sein, das Reformationsjubiläum 2017 gemeinsam als Christusfest zu feiern.“
Unter dem Titel „Zur Einheit berufen“ haben die deutschen Bischöfe aus Anlass des Jahrestages von Unitatis Redintegratio im September ein gemeinsames Wort veröffentlicht. Darin heißt es abschließend: „Auch wenn wir das Ziel der sichtbaren Einheit noch nicht erreicht haben, so sind wir doch für die seit dem Konzil erreichte ökumenische Verständigung dankbar. Wir laden alle Gläubigen ein, mit uns um die volle Einheit zu beten und dafür zu wirken, damit sich der Auftrag Jesu Christi erfüllt: Alle sollen eins sein, damit die Welt glaubt ( Joh 17, 21).“

"Zur Einheit gerufen" - Wort der deutschen Bischöfe zur Ökumene aus Anlass des 50. Jahrestages der Verabschiedung des Ökumenismusdekretes »Unitatis redintegratio«