Alt-Sein im Osten EuropasOsteuropa-Hilfswerk Renovabis zeigt Bilder vom Alltag alter Menschen – Foto-Ausstellung im Kathedralforum St. Hedwig

Alt zu sein, ist auch hierzulande zu einem Synonym für zahlreiche Probleme geworden. Um wie viel mehr gilt dies jedoch für alte Menschen im Osten Europas. Unter dem Titel „alt.arm.allein? Alte Menschen im Osten Europas“ illustriert eine Ausstellung im Foyer des Kathedralforums St. Hedwig in Berlin (Hedwigskirchgasse 3, Berlin-Mitte) auf eindrucksvolle Weise den Alltag alter Menschen im Osten Europas. Ausgewählte Fotos, die in unterschiedlichen Formaten auf Leinwand gedruckt wurden, zeigen typische Lebenssituationen alter Menschen aus verschiedenen Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas. Die Ausstellung wird vom katholischen Osteuropa-Hilfswerk Renovabis präsentiert. Besuchern steht sie in der Zeit von Sonntag, 31. August, bis zum 5. Oktober offen.

Dompfarrer Monsignore Alfons Kluck und Renovabis-Geschäftsführer Burkhard Haneke werden die Ausstellung am Sonntag (31. August) im Anschluss an den 10-Uhr-Gottesdienst gegen 11 Uhr im Foyer des Kathedralforums offiziell eröffnen. Ein kleiner Stehempfang schließt sich an. Im Rahmen der regulären Öffnungszeiten des Kathedralforums sind die Fotos von Montag bis Freitag, 11 bis 17.30 Uhr, sowie samstags von 11 bis 18.30 Uhr zu sehen.

Kaum vorstellbare Altersarmut

Anlass der Foto-Ausstellung ist das Renovabis-Jahresmotto „Alt. Arm. Allein? Alten Menschen im Osten Europas Hoffnung schenken“. Damit lenkt das katholische Osteuropa-Hilfswerk im Jahr 2008 den Blick der Öffentlichkeit auf die schwere Situation alter Menschen im östlichen Teil Europas.

Denn anders als viele ihrer Altersgenossen im Westen, die sich in der Nachkriegszeit einen gewissen Wohlstand erarbeiten konnten, mussten die heute alten Menschen im Osten Europas jahrzehntelang ein kommunistisches Herrschaftssystem erdulden. Die politische Wende von 1989/90 brachte ihnen zwar die lang ersehnte Freiheit, führte aber auch zu einer kaum vorstellbaren Altersarmut. Die staatlichen Renten sind in manchen Ländern so niedrig, dass sie zum Überleben fast nicht ausreichen. Hinzu kommen eine mangelnde soziale Abfederung durch den Staat und eine zunehmende Isolation. Besonders dramatisch ist die Situation für alte Menschen auf dem Land: Die Kinder und Enkel wandern zu einem großen Teil in die Städte oder ins Ausland ab, so dass die Elterngeneration bei Krankheit oder im Alter nur noch selten von einem familiären Netz aufgefangen wird.

Zu Ihrer Information:

Die Ausstellung „alt.arm.allein?“ ist auch im Internet zu sehen.

Die Ausstellung selbst kann im Original bei Renovabis ausgeliehen werden. Nähere Informationen bei Sabine Gampfer, Telefon 08161/5309-49.

Renovabis
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