Altarweihe auf RügenKardinal Sterzinsky weiht erweiterte Kapelle „Stella Maris“ in Binz ein

Der neue Altar

Am 08. Januar 2011 benediziert Erzbischof Georg Kardinal Sterzinsky die erweiterte Kapelle Stella Maris in Binz auf Rügen und weiht den neuen Altar. Der Festgottesdienst beginnt um 11:00 Uhr, anschließend findet ein Empfang im Haus des Gastes statt. Der Weihetag schließt mit der Segensandacht um 15:30 Uhr in der Kapelle.

Über viele Jahre war die kleine Kapelle mit am Klünderberg mit 75 Plätzen viel zu klein geworden, um insbesondere während der Saison alle Gottesdienstbesucher zu fassen. Man hatte sich bei gutem Wetter mit Stühlen und Bänken auf dem Vorplatz und einer mobilen Beschallungsanlage beholfen. Dies gehört der Vergangenheit an, die erweiterte Kapelle bietet auf 200 qm rund 200 Menschen Platz.

Damit geht eine Geschichte zu Ende, die mit den ersten Planungen 1995 begann. Im Mai 2009 erfolgte der erste Spatenstich, die Grundsteinlegung im September 2009.
Der Entwurf stammt von dem Stralsunder Architekten Burkhardt Eriksson; die bisherige Kapelle aus dem Jahre 1925 wurde erhalten. Mit der alten Kapelle ist auch ein Stück Identität der kleinen Ortsgemeinde erhalten geblieben. Der neue tropfenförmige Kirchenraum teilt die alte Kapelle in zwei Abschnitte. Auf der einen Seite befinden sich das Beichtzimmer und der Technikraum auf der anderen Seite sind Foyer und Sakristei. Der helle Erweiterungsbau wurde in Holzbauweise ausgeführt.

Die Künstlerin Evelyn Körber wurde mit der Innenraumgestaltung beauftragt. Ihr Konzept hatte die Wettbewerbs-Jury überzeugt. Altar, Ambo und Gabentisch sind aus Gotlandstein gefertigt, einem für den Ostseeraum charakteristischen hellgrauen Kalkstein. Der vorhandene Tabernakel wurde restauriert und vor einem großen gläsernen Kreuz, das an eine Monstranz denken lässt, aufgestellt.

Die Baukosten von rund einer Million Euro (incl. Innenausstattung und Außenanlagen teilen sich wie folgt auf:
330.000 € vom Erzbistum Berlin, 300.000 € vom Bonifatiuswerk der Deutschen Katholiken, 175.000 € vom Land Mecklenburg-Vorpommern, das eine Zuwendung nach der Richtlinie für die Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung gewährt hat. 220.000 € trägt die Pfarrgemeinde selbst durch Spenden und Aufnahme eine Darlehens.

Zur Altarweihe werden neben dem Berliner Erzbischof auch der Vorsitzende des Diözesanrats der Katholiken, Wolfgang Klose, Bürgermeister von Binz, Horst Schaumann, die evangelische Pfarrerin Christel Handt, Thomas Reimann, Referent im Landwirtschaftsministerium, als Vertreter des Landes Mecklenburg-Vorpommern sowie ein Vertreter der Landrätin Kerstin Kassner anwesend sein.

Die Pfarrgemeinde lädt herzlich zur Weihe ein und verbindet dies mit einem herzlichen Dank an alle, die das Projekt in Wort und Tat, durch ihr Gebet und ihre Verbundenheit unterstützt haben.