Beirut: 50.000 Euro für Wiederaufbau eines sozialmedizinischen Zentrums

E​s​s​e​n​s​a​u​s​g​a​b​e​,​ ​D​i​s​p​e​n​s​a​r​y​ ​N​a​d​a​a, Foto: Stahl/MISEREOR

K​o​n​t​a​k​t​a​u​f​n​a​h​m​e​ ​m​i​t​ ​M​i​n​d​e​s​t​a​b​s​t​a​nd, Foto: Stahl/MISEREOR

Tägliche Essensausgabe, Foto: Stahl/MISEREOR

Für den schnellen Wiederaufbau nach der schweren Explosionskatastrophe stellt das Erzbistum Berlin aus den Mitteln des Fonds zur Förderung weltkirchlichen Engagements einen Betrag von 50.000 € zur Verfügung.

Vermittelt durch das kirchliche Hilfswerk MISEREOR gehen die Mittel gezielt in den Wiederaufbau des „Socio-Medical Intercommunity Dispensary“. Das Zentrum liegt im Ortsteil Naaba im Stadtteil Bourj Hammoud in Beirut, rund zwei Kilometer vom Ort der Explosion entfernt. Es wird von der Versammlung weiblicher Religionsgemeinschaften geleitet und bietet Armen und Bedürftigen soziale, medizinische und kulturelle Hilfe.

„Wir können nicht vor Ort helfen, aber es ist möglich durch eine gezielte finanzielle Unterstützung unsere Anteilnahme und unsere Verbindung zum Ausdruck zu bringen. So wird Nächstenliebe konkret, auch wenn wir uns persönlich nicht näher kommen können. Ich bin dankbar, mich für die Umsetzung auf die hohe Kompetenz von MISEREOR im Land verlassen zu können“, begründet Erzbischof Dr. Heiner Koch die Entscheidung.

Nabaa ist ein armer Bezirk in Ost-Beirut, in dem vorwiegend Christen leben, die während des Bürgerkriegs aus anderen Teilen des Landes vertrieben wurden, sowie ausländische Arbeiter/innen u.a. aus Syrien, Ägypten, Irak, Sri Lanka, Philippinen. Das Gebiet ist dicht besiedelt und geprägt durch eine hohe Analphabetenrate, Kriminalität und Arbeitslosigkeit.

Seit seiner Gründung bietet das Zentrum vorbeugende und kurative medizinische Unterstützung, Sensibilisierungskampagnen, Impfungen, Medikamente, Labortests und Untersuchungen sowie zweimal wöchentlich warme Mahlzeiten, Verteilung von Kleidung, einmal wöchentlich Duschgelegenheit für einsame ältere Menschen, die niemanden haben, der sich um sie kümmert und z. B. ihre Kleidung reinigt.

Mit den Mitteln aus Berlin sollen erste Instandsetzungsarbeiten - u.a. Fenster und Türen – weitere Schädigungen an den Gebäuden verhindern und ermöglichen, dass der Betrieb weitergeführt werden kann. Alle Maßnahmen sichern darüber hinaus hunderte Arbeitsplätze und damit Einkommensmöglichkeiten sowie die Gesundheitsversorgung für viele tausend Menschen, nicht zuletzt für besonders bedürftige Bevölkerungsgruppen.

Projektpartner von MISEREOR ist das päpstliche Hilfswerk „Catholic Neareast Welfare Association(CNEWA)/Pontifical Mission (PM) Beirut“, mit dem MISEREOR seit 1981 zusammenarbeitet.


Interessenten, die das Projekt auch unterstützen wollen, wenden sich an


Andreas Fritsch

Referent für Weltkirche im Erzbistum Berlin

Andreas.Fritsch(ät)erzbistumberlin.de