Dank für „jahrzehntelange Treue zur Kirche“Erzbischof Koch gratuliert Staatsminister a.D. Prof. Dr. Hans Joachim Meyer zum 80. Geburtstag

Am 13. Oktober feiert Staatsminister a.D. Prof. Dr. Hans Joachim Meyer seinen 80. Geburtstag. Die Laudatio für den Vorsitzenden des Trägervereins der Katholischen Akademie hält Stanislaw Tillich, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen. Der Berliner Erzbischof Dr. Heiner Koch gratulierte schriftlich. Wir dokumentieren den Wortlaut seines Schreibens:

„Für Ihre jahrzehntelange Treue zur Kirche danke ich Ihnen. Mehr als vierzig Jahre haben Sie sich auch auf diözesaner und überdiözesaner Ebene für die Kirche eingesetzt, etwa zur Zeit der DDR als Vertreter des Erzbistums Berlin in der Pastoralsynode. Und natürlich als Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. Zu Ihren Verdiensten in diesem Amt zählt die Initiierung des ersten Ökumenischen Kirchentags.
Dankbar bin ich Ihnen auch dafür, dass Sie sich als Vorsitzender des Trägervereins der Katholischen Akademie zur Verfügung gestellt haben und sich aktuell für eine tragfähige Grundlage der Akademiearbeit in den kommenden Jahren engagieren.
Als Präsident des Zentralkomitees waren Sie die Stimme des Laienkatholizismus. In Ihrer im vergangenen Jahr erschienen Autobiographie haben Sie auch Ihr Verständnis der Aufgaben des ZdK beschrieben. Ihre Beschreibung dieses Selbstverständnisses hat mich besonders angesprochen. Sie schrieben, es sei Aufgabe des ZdK, "in einer sich rasch verändernden Welt christliche Glaubensüberzeugungen nicht einfach wie ein Schild zur, letztlich hoffnungslosen, Abwehr vors Gesicht zu halten, sondern diese argumentierend zu vertreten und auf diese Weise den ethischen Grundkonsens dieser Gesellschaft mitzubestimmen, ohne allerdings dafür die eigene Position auf dem Konsensaltar zu opfern." Ihr Wirken als ZdK-Präsident habe ich stets als dieser Maxime folgend wahrgenommen. So sollte die gesamte Kirche handeln!
Auch Ihre kritischen Schreiben an meinen Vorgänger zum Pastoralen Prozess und zur Gestaltung der St. Hedwigs-Kathedrale habe ich aufmerksam gelesen und in meine Meinungsfindung einbezogen. Aus diesen Schreiben spricht die aufrichtige Sorge um die Kirche. Daher bin ich auch für Ihre kritische Begleitung dankbar. Wie Sie wissen, mache ich mir die Entscheidung zur Kathedrale nicht leicht und habe dazu diverse Fachleute und Gremien befragt, um mir ein Urteil zu bilden.

Ich wünsche Ihnen alles Gute, Gesundheit und Gottes Segen.“