„Die Ko-Evolution von Reformation und Recht“ Vortrag von Udo di Fabio

Udo die Fabio

„Die Ko-Evolution von Reformation und Recht“ lautet der Titel eines Vortrags, mit dem der frühere Richter des Bundesverfassungsgerichts Prof. Dr. Udo di Fabio am 26. Oktober 2015 die zweite Ringvorlesung des Guardini Lehrstuhls aus Anlass der Reformationsdekade eröffnet.

Die insgesamt sieben Einzelveranstaltungen der Vorlesungsfolge im WS 2015/16 beschäftigen sich mit den Entwicklungen in den Bereichen Recht und Institutionen, Erkenntniseinstellungen, Ästhetik sowie Milieu- und Mentalitätsausprägungen.

Wie im ersten Vorlesungszyklus vor einem Jahr (Thema: „Ökumene einer Streitkultur? Luthers katholische Kontrahenten“) soll der Blick gerichtet werden auf die Entstehung und Entwicklung neuer Weltbilder, neuer Formen des Weltverständnisses und neuer kultureller Leitcodierungen, die aus der Auseinandersetzung mit dem reformatorischen Erbe entstanden sind.

Udo Di Fabio wird sich in seinem Beitrag mit der Bedeutung der Reformation für die Entwicklung des Verfassungsrechts der Neuzeit, die rechtstaatliche Demokratie und das heutige Verständnis von individuellen durch die Rechtsgemeinschaft garantierten Freiheiten beschäftigen.

Die vom Bundesministerium des Innern geförderten Vorlesungsreihen der Guardini Professur in Zusammenarbeit mit weiteren Lehrstühlen der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin sind auf zwei Semester angelegt. Im Rahmen zusätzlich akademischer Veranstaltungen sollen heutige Positionen der Konfessionenbeziehungen im Lichte eines neuerlichen Epochenumbruchs überprüft und der von Säkularismus und von Multireligiosität bedingte Milieu- und Wertewandel reflektiert werden.

Vor der Auftaktveranstaltung zur Ringvorlesung findet in der Berliner St. Hedwigs-Kathedrale um 17 Uhr eine Ökumenische Vesper statt. Die Predigt hält Dr. Karl-Hinrich Manzke, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe. Liturge ist der Bischof von Magdeburg, Dr. Gerhard Feige. Uraufgeführt wird die Komposition „Fünf Stücke zum Sechsten Gebot“ von Rudolf Jungwirth, die aus Anlass des DEKALOG-Projekts der Guardini Stiftung und der Stiftung St. Matthäus als Auftragsarbeit entstanden ist.
Ort der Einführungsvorlesung: Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6, 10099 Berlin
Zeit: 26. Oktober 2015, 19.00 Uhr

Weitere Informationen:

www.guardini.de