Ein.Blick in die OrthodoxieMetropolit Augoustinos im Ökumenischen Zentrum St. Adalbert

Am 23. Januar 2015 um 20 Uhr wird Metropolit Augoustinos, Vorsitzender der Orthodoxen Bischofskonferenz von Deutschland, im ökumenischen Zentrum St. Adalbert, Berlin, einen Vortrag über die orthodoxe Kirche und ihre Bedeutung halten. Veranstaltet wird der Abend vom Projekt St. Adalbert und der Gemeinschaft Chemin Neuf im Rahmen der Gebetswoche für die Einheit der Christen.

Die griechisch-orthodoxe Kirche ist die größte der orthodoxen Kirchen und die drittgrößte christliche Kirche in Deutschland – und sie wächst. Nach Aussage von Metropolit Augoustinos kamen durch Einwanderer jährlich bis zu 20.000 neue Gläubige nach Deutschland, die meisten von ihnen aus Griechenland und Rumänien. Insgesamt gibt es heute 1,5 Millionen orthodoxe Christen in Deutschland.

Metropolit Augoustinos gilt als Förderer der deutsch-griechischen Freundschaft und des ökumenischen Dialogs. Außerdem engagiert sich der gebürtige Grieche für das Gespräch mit dem Judentum und dem Islam. Dabei liegt ihm die Überwindung jeder Form des Fanatismus, insbesondere des religiösen Fanatismus, besonders am Herzen. Im Anschluss an den Vortrag ist Raum für Diskussion und Fragen.

Augoustinos steht seit 1980 der griechisch-orthodoxen Metropolie von Deutschland vor und ist Vorsitzender der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland. Er studierte unter anderen bei Joseph Ratzinger, dem späteren Papst Benedikt XVI., Theologie. Als Priester in West-Berlin betreute er die orthodoxen Christen im Ostteil der damals geteilten Stadt.

Veranstaltungsort des im Rahmen der Gesprächsreihe „Geist für die Metropole“ stattfindenden Vortragsabends ist die St.-Adalbert-Kirche. Dort plant die Gemeinschaft Chemin Neuf eine ökumenische Wohn- und Begegnungsstätte speziell für junge Menschen und Studierende. Die denkmalgeschützte katholische Kirche St. Adalbert in der Torstraße 168 im Berliner Bezirk Mitte soll entsprechend umgebaut werden. Die auf etwa 4,8 Millionen Euro geschätzten Kosten werden durch Spenden finanziert.

Die Gemeinschaft Chemin Neuf entstand 1973 in Lyon (Frankreich) und ist eine katholische Gemeinschaft mit ökumenischer Berufung, in der Männer und Frauen, Ehepaare und geweihte Ehelose, Priester, Pastoren und Laien das gemeinsame Leben teilen und sich in den Dienst der Kirche und des Evangeliums stellen. Ihr besonderes Herzensanliegen ist die Einheit der Christen.

Termin: Freitag, 23. Januar 2015, 20 Uhr, St. Adalbert, Torstr. 168, Berlin Mitte

Bei Nachfragen:
Susanne Scharabi, Projekt Sankt Adalbert, Tel. 030/ 61629894,
E-Mail: s.scharabi(ät)sankt-adalbert.net
www.sankt-adalbert.net
www.chemin-neuf.de