Erdbeben in Kroatien – große Hilfsbereitschaft in Berlin

Am 29./30. Dezember 2020 hat ein schweres Erdbeben der Stärke 5,2 - 6,4 die Städte Petrinja, Sisak und Glina erschüttert und große Schäden angerichtet. In der ganzen Region liegen Häuser in Trümmern, Familien sind obdachlos und neun Menschen starben bei dem Unglück. Im katholischen Bistum Sisak sind Kirchen und Pfarrzentren zerstört oder beschädigt.

Die starke kroatische katholische Gemeinde hat umgehend reagiert und eine Hilfsaktion gestartet, an der sich auch die deutsche und die internationale Berliner Bevölkerung beteiligt hat. Bis heute sind 380.000,- EUR an Spendengeldern gesammelt worden, die in Zusammenarbeit mit Caritas Kroatien den Erdbebenopfern zur Verfügung gestellt werden. Auch der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und die Jugendseelsorge des Erzbistums haben sich an einem Hilfstransport beteiligt.

Die Berliner kroatische katholische Gemeinde hat zudem Hilfstransporte in das Erdbebengebiet auf den Weg gebracht, das 60 Kilometer von Zagreb entfernt liegt. Der Gemeindeleiter Pater Zvonko Tolic und der Gemeinderatsvorsitzende Ivan Sucic begleiten den Transport mit Hilfspaketen und zehn Wohncontainern. Ihnen wurde für die Fahrt eine Ausnahmegenehmigung von den Corona-Einschränkungen erteilt.

Erzbischof Heiner Koch: „Für unsere muttersprachlichen Gemeinden ist die Solidarität mit ihren Herkunftsländern kein Lippenbekenntnis. Gern unterstützt das Erzbistum Berlin die Hilfe und ruft zu Spenden auf. Denn auch wenn das Erdbeben aus den Schlagzeilen verschwunden ist, wird der Wiederaufbau die Region noch lange beschäftigen“. Für den Sommer ist auch in Abstimmung mit der kroatischen Botschaft ein Benefizkonzert für die Erdbebenopfer geplant.

Kroatische Katholische Mission Berlin
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Verwendungszweck: Spende Erdbeben Petrinja und Sisak