Erzbischof Koch würdigt "Gesellenvater" Adolph Kolping

Berlin (KNA) Der Berliner Erzbischof Heiner Koch hat das Leben des Priesters und Sozialreformers Adolph Kolping gewürdigt. Zum 150. Todestag Kolpings sagte Koch am Freitagabend in Berlin, dieser habe "die Bewegung Gottes in die Welt hinein mit Christus mitvollzogen".

Für Christen bleibe die Herausforderung, sich "sozial, karitativ, gesellschaftlich und politisch einzumischen und einzubringen". Christentum bestehe nicht nur "aus schönen Worten und leeren Redensarten". Es müsse "tätig, hingebend, aufopfernd geübt werden".

Der auch als Gesellenvater bezeichnete Adolph Kolping wurde am 8. Dezember 1813 als Sohn eines Schäfers in Kerpen bei Köln geboren. Er arbeitete mehrere Jahre als Schuster-Geselle, bevor er das Abitur machen und studieren konnte. Als Kaplan in Wuppertal-Elberfeld engagierte er sich als Präses im Gesellenverein des Lehrers Gregor Breuer. 1849 kam er nach Köln, wo er seinen ersten katholischen Gesellenverein gründete. Er starb am 4. Dezember 1865 in Köln.

Als Kolping starb, zählte sein Gesellenverein 24.600 Mitglieder in 400 Ortsvereinen. Der 1935 in Kolpingwerk umbenannte Verband zählt nach eigenen Angaben in Deutschland heute rund 250.000 Mitglieder in etwa 2.500 örtlichen Kolpingsfamilien; weltweit sind es 400.000 Mitglieder in rund 7.300 Kolpingsfamilien in 61 Ländern. Kolping wurde 1991 seliggesprochen.