Erzbistum Berlin trauert um Werner Dolata

Werner Dolata bei der Verleihung des Gregorius-Ordens an seinem Krankenbett. Foto: privat

Das Erzbistum Berlin trauert um Werner Dolata, geb. am 23. Februar 1927, verstorben am 26. Dezember 2015. Es erinnert in Dankbarkeit an einen engagierten und bekennenden Katholiken.

Bereits als Jugendlicher leitete Dolata ab 1942 eine verbotene katholische Pfadfindergruppe in seiner Geburtsstadt Brandenburg an der Havel. Nach Kriegsende beteiligte er sich aktiv am Aufbau der katholischen Jugendarbeit im Ost-Teil des Bistums.

Viele Jahre gehörte Werner Dolata dem Kirchenvorstand der Pfarrei St. Matthias an. Er war von 2000 bis 2014 Vorsitzender der Vertreterversammlung der katholischen Pfarrgemeinden im Erzbistum Berlin. Von 2003 bis 2014 gehörte er in dieser Funktion auch dem Diözesanvermögensverwaltungsrat an, dem höchsten Finanzgremium des Erzbistums Berlin.

Auch als Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses und des Deutschen Bundestags (1981-87) vertrat der gelernte Zahnarzt seine Glaubens-Überzeugung. 1998 wurde ihm der Ehrentitel „Stadtältester von Berlin“ verliehen. Dolata ist Träger des Verdienstordens 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland.

Über die Katholische Jugend im Bistum Berlin von 1936 bis 1949 legte Dolata eine umfangreiche „Chronik einer Jugend“ (Hildesheim 1988) vor.

Für sein vielfältiges Engagement als katholischer Laie hatte ihn wenige Tage vor Weihnachten Papst Franziskus zum Komtur des Gregorius-Ordens ernannt. Erzbischof Dr. Heiner Koch und Generalvikar Prälat Tobias Przytarski hatten die Ernennungsurkunde am Krankenbett überreicht.
In seinem Nachruf schreibt der Vorsitzende des Diözesanrats der Katholiken im Erzbistum Berlin, Wolfgang Klose: „Mit Werner Dolata verliert das Erzbistum Berlin eine im katholischen Glauben fest verwurzelte und bis zuletzt hoch engagierte Persönlichkeit. Sein Nonkonformismus und seine kritische Loyalität werden uns fehlen.“

Requiem und Beisetzung werden am Montag, dem 4. Januar 2016, 14.00 Uhr, auf dem katholischen St. Matthias-Friedhof gefeiert, Röblingstr. 91, 12105 Berlin.

Nachruf vom Diözesanrat