„Gemeinsam für Berlin“ – Sitzung von Senat und Erzbistum Berlin

Am Dienstag, 3. November 2020, 11.00 Uhr, sind die Leitung des Erzbistums Berlin und der Senat von Berlin zu einer turnusgemäßen Sitzung zusammengekommen. Das Treffen unter dem Motto „Gemeinsam für ein weltoffenes Berlin“ fand in diesem Jahr unter besonderen Bedingungen statt. Unter Einhaltung der derzeit geltenden Abstands- und Hygieneregeln konnte die gute Zusammenarbeit zwischen Senat und katholischer Kirche weiter ausgebaut werden.


Schwerpunkte des Spitzengesprächs unter Vorsitz des Bürgermeisters von Berlin, Klaus Lederer, und des Erzbischofs Dr. Heiner Koch waren die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf alle Bereiche des kirchlichen und weltlichen Lebens und das Institut für Katholische Theologie an der Humboldt-Universität.


Der Bürgermeister von Berlin, Klaus Lederer: „Ich bedanke mich ausdrücklich für das Verständnis um die starken Einschränkungen und die gute Umsetzung der notwendigen Maßnahmen durch die Katholische Kirche. Der freien Religionsausübung kommt gerade in diesen herausfordernden Zeiten eine besonders hohe Bedeutung zu. Die Katholische Kirche ist seit langem ein verlässlicher Partner für den Senat von Berlin. Bei sozialen Themen leistet die Katholische Kirche traditionell Hervorragendes, besonders auch im Kitabereich, der Altenpflege sowie bei Migrantinnen und Migranten. Ich darf mich darüber hinaus für das Engagement speziell der ehrenamtlich Tätigen unter den Katholikinnen und Katholiken von Herzen bedanken.“


Erzbischof Dr. Heiner Koch hob hervor: „Die Einschränkungen der Corona-Pandemie haben uns gezeigt, wie wichtig es ist, aufeinander Rücksicht zu nehmen und insbesondere die Schwächsten in unserer Gesellschaft nicht aus dem Blick zu verlieren. Die Erfahrungen von Corona-Seelsorge-Telefon und Telefonseelsorge bestätigen uns, dass wir auch unter erschwerten Umständen nahe bei den Menschen bleiben wollen, und dass Corona Leib und Seele angreift. Mir ist es wichtig, dass wir gerade im Bildungsbereich nicht nachlassen, den jungen Menschen einen guten Start ins Leben zu ermöglichen.“


Dem Erzbistum Berlin und dem Senat von Berlin ist es ein gemeinsames Anliegen, dass Gottesdienste unter der Einhaltung der aktuellen SARS-CoV-2-Infektionsschutzverordnung verantwortlich gefeiert werden. Hierbei erfüllt das detaillierte Schutzkonzept des Erzbistums Berlin die landesrechtlichen Regelungen vollumfänglich.


Im Bereich der Bildung gehen die Vertragsverhandlungen zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Land Berlin über das Institut für Katholische Theologie an der Humboldt-Universität zu Berlin weiter voran. Der Vertragsentwurf befindet sich nach einer pandemiebedingten Unterbrechung bereits in einem weit fortgeschrittenen Stadium und beide Seiten sehen einem baldigen Abschluss der Verhandlungen entgegen. Ende 2018 wurden für das neu gegründete Institut fünf Professuren ausgeschrieben, die in der Zwischenzeit alle besetzt werden konnten. Zum Wintersemester 2020/2021 wurden die Studiengänge B.A. Katholische Theologie (Kombinationsbachelor), Katholische Theologie für den B.A. Bildung an Grundschulen und M. Ed. Katholische Theologie eingerichtet.


Weitere Themen des Treffens waren unter anderem die Situation in der Pflege und die Rolle freigemeinnütziger Krankenhäuser, die sozialen Folgen der Wohnungsknappheit, die Situation von Geflüchteten, die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Kindertagesstätten und die Umsetzung der im Rahmen des neuen Pflegeberufegesetzes beschlossenen generalistischen Pflegeausbildung.