"Ich habe seine persönliche und herzliche Art sehr geschätzt"

Foto: Walter Wetzler

„Zu Beginn meiner Amtszeit vor drei Jahren versicherte mir Klaus Wowereit, ‚dass wir im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger Berlins gut zusammenarbeiten werden‘. So ist es auch gekommen – nicht nur in den Bereichen Migration und Flüchtlinge, in der Sorge um ein friedliches Zusammenleben in dieser Stadt und manchen anderen drängenden sozialen Fragen.

Ich danke Klaus Wowereit für die Begrüßung von Papst Benedikt XVI. im Berliner Olympiastadion, als einen willkommenen Gast in dieser Stadt, nicht nur bei uns Katholiken.

Persönlich bin ich ihm dankbar für seine Teilnahme bei meiner Aufnahme ins Kardinalskollegium in Rom, es hat für mich das gute Miteinander zum Ausdruck gebracht, bei aller berechtigten Trennung von Staat und Kirche.

Schließlich hat der Regierende Bürgermeister auch das Berliner Rathaus zur Verfügung gestellt für den ‚Vorhof der Völker‘, einer Dialogveranstaltung mit Nicht-Glaubenden, ein Beitrag zum Dialog über weltanschauliche Grenzen hinweg.

Wir sind uns nicht in allen Punkten einig geworden, so hätte ich mir ein größeres Entgegenkommen vor allem im Bereich des Religionsunterrichts gewünscht. Aber bei allen Unterschieden sind wir immer im Gespräch geblieben. Ich habe seine persönliche und herzliche Art sehr geschätzt.“