„Kreuzfahrt“Ein Projektgottesdienst zum Einsteigen und Abfahren

Am Mittwoch, den 15. Juli startet die Reisegruppe zu einer ersten „Kreuzfahrt“ ab 19.00 Uhr vom Ringbahnhof Westkreuz.

Wie wäre es wenn ich nicht nur meinen Alltag vor Gott tragen, sondern Gott mitten in meinen Alltag bringen würde? Antworten auf diese Frage könnte der Projektgottesdienst „Kreuzfahrt“ der Jugendkirche sam in Berlin geben.

Bei der Vorbereitung von Projektgottesdiensten sind die Fragen leitend, wie kirchliche Traditionen mit Jugendkultur verbunden werden können oder wie die kirchliche Liturgie für einen anderen Ort oder eine andere Zielgruppe übersetzt werden kann. Die Jugendkirche sam will dabei in der Verbindung von Jugendkultur und kirchlicher Tradition neue Impulse entdecken helfen.

Konkret handelt es sich bei der „Kreuzfahrt“ um einen Gottesdienst in der Berliner SBahn, der auf der Ringbahnlinie gefeiert wird. Unterschiedliche Themen und Menschen begegnen einem beim alltäglichen Fahren in der S-Bahn. Sie bringt Menschen von einem Ort an einen anderen. Bei einer kompletten Fahrt mit der Ringbahn kommt man nach einer Stunde wieder genau an demselben Ort an. Allerdings fährt man selten oder nie eine komplette Runde. Was hätte sich für mich verändert, wenn ich dann an derselben Stelle wieder aussteige? Welche Themen, Menschen wären mir auf der Reise begegnet? Wie und wo hätte ich vielleicht Gott in meinem Alltag entdecken können, mitten in Berlin, in der S-Bahn, in mir?

Der Gottesdienst ist zusammen mit Jugendlichen ein halbes Jahr lang entwickelt worden. Für die Vorbereitung wurden Interviews geführt, Geschichten gesammelt und zu einer MP3-Collage zusammengesetzt. Beim Gottesdienst soll das Hörerlebnis mit dem realen Erleben der S-Bahnfahrt interagieren. Menschen verbringen viel Zeit in öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Mediennutzung dort, Musik und Smartphone, ist hauptsächlich eine Beschäftigung mit sich selbst. Mit der „Kreuzfahrt“ soll das bewusst verändert werden: Gerade durch die Individualisierung der Kopfhörer und des individuellen Programms wird dazu eingeladen, die Umgebung und die Stadtteile bewusster wahrzunehmen und in die Gesichter und Lebensgeschichten der Menschen zu schauen. Letztendlich soll damit die Stadt als theologischer Ort neu verstanden werden.

Ansprechpartner:

Gregor Henke
Erzbischöfliches Amt für Jugendseelsorge Berlin
Referent der Jugendkirche sam
gregor.henke(ät)erzbistumberlin.de
Tel.: (030) 75 69 03-42