„Manchmal reicht schon wenig, um die Hoffnung zurückzugeben“Diaspora-Sonntag und Welttag der Armen am 17. November 2019

Am 17. November 2019 treffen zwei wichtige Intentionen zusammen: der Diaspora-Sonntag und der Welttag der Armen.

„Als Christen sind wir eingeladen, das, was uns trägt, was uns bewegt und Orientierung gibt, anderen Menschen weiterzusagen“ - schreiben die deutschen Bischöfe in ihrem Wort zum Diaspora-Sonntag.
In seinem diesjährigen Wort zum Welttag der Armen schreibt Papst Franziskus: Was die Armen „wirklich brauchen, geht über die warme Mahlzeit oder das Sandwich hinaus, das wir ihnen anbieten. Die Armen brauchen unsere Hände, damit sie aufgerichtet werden, unsere Herzen, damit sie von neuem die Wärme der Zuneigung spüren, und unsere Gegenwart, um die Einsamkeit zu überwinden. Sie brauchen Liebe, ganz einfach. Manchmal reicht schon wenig, um die Hoffnung zurückzugeben: Es reicht, stehenzubleiben, zu lächeln, zuzuhören. Lassen wir für einen Tag die Statistiken beiseite; die Armen sind keine Zahlen, auf die man sich beruft, um sich seiner Werke und Projekte zu rühmen. Die Armen sind Menschen, denen man entgegengeht: Sie sind junge und alte Menschen, die allein sind, und die man nach Hause einlädt, um gemeinsam mit ihnen zu essen; Männer, Frauen und Kinder, die auf ein freundliches Wort warten. Die Armen retten uns, weil sie uns ermöglichen, dem Antlitz Jesu Christi zu begegnen.“

Im vergangenen Jahr nahm die Anregung zum Welttag der Armen in der Sankt Hedwigs-Kathedrale in Berlin in besonderer Weise Gestalt an: In der leeren Kathedrale entstand mit der Gemeinschaft Sant`Egidio und unter Mitwirkung von mehr als hundert Helferinnen und Helfern ein Ort der Gastfreundschaft, an dem Mahlgemeinschaft auf ganz andere Weise erlebt wurde. Mehr als dreihundert Menschen kamen zum gemeinsamen Festmahl zusammen, aßen und sprachen miteinander und erlebten, dass Essen mehr ist als Nahrungsaufnahme.

In diesem Jahr ermutigen und ermuntern wir Sie, zum Welttag der Armen Menschen einzuladen, die Hoffnung und Trost brauchen. Dies kann in vielfältiger Weise geschehen: ob in Ihrer Gemeinde, in einer kirchlichen Einrichtung oder bei Ihnen zu Hause.

Wenn Sie in Ihrer Gemeinde oder Einrichtung ein gemeinsames Gastmahl planen und Fragen haben oder Unterstützung brauchen, so steht Ihnen die Gemeinschaft Sant’Egidio gerne mit Rat und Tat zur Seite. Melden Sie sich einfach bei Maria Hermann: herrmannmaria(ät)gmx.de.

Auch die Kleiderkammern und diverse Spendenprojekte des Caritasverbandes sind für weitere Unterstützung dankbar. Der Fachbereich „Caritas im Pastoralen Raum“ steht Ihnen gerne zur Verfügung, um eine Kooperation mit Beratungsstellen und Einrichtungen zu vermitteln. Kontakt:
Bernadette Feind-Wahlicht: b.feind-wahlicht(ät)caritas-berlin.de, Tel. 030 666 33 1271
Michael Haas-Busch, m.haas(ät)caritas-berlin.de, Tel. 030 666 33 1266

In diesem Jahr fällt der Welttag der Armen zusammen mit dem Diasporasonntag. „Diese beiden Gedenktage korrespondieren gut miteinander. Beide rücken das Anliegen derer ins Blickfeld, die der Solidarität und Unterstützung anderer bedürfen.“ (Anstiften zum Glauben! Themenheft mit Impulsen für Gemeinden und Gruppen, herausgegeben vom Bonifatiuswerk). In diesem Themenheft finden Sie dazu zahlreiche Impulse: Anstiften zum Glauben!

Die Kollekte am 17.11.2019 ist für das Bonifatiuswerk der Deutschen Katholiken, das in vielfältiger Weise Christsein in der Diaspora unterstützt - auch im Erzbistum Berlin.

Hilfreiche Anregungen zur Kollekte finden Sie auf der Internetseite des Erzbistums: Sonntagskollekte

Was vielfach bereits zum Erntedankfest praktiziert wird, passt auch gut zum Welttag der Armen: Wenn Sie Lebensmittelspenden haben oder sich ehrenamtlich bei Suppenküchen engagieren wollen, hier einige Kontakte:

So können der Diaspora-Sonntag und der Welttag der Armen neu ins Bewusstsein rufen, dass es notwendig ist „gerade in einer Zeit wie der unseren, die Hoffnung wiederzubeleben und das Vertrauen wiederherzustellen.“ (Papst Franziskus)