Pressemeldung

Meldungen über Vorwürfe sexuellen MissbrauchsAktualisierter Zwischenbericht 2019

Meldungen über Vorwürfe sexuellen Missbrauchs und sexueller Übergriffe an Minderjährigen und erwachsenen Schutzbefohlenen durch Kleriker, Ordensangehörige oder andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im kirchlichen Dienst

Bis Ende Dezember 2018 lagen im Erzbistum Berlin 86 (Vorjahr: 77) Meldungen über Vorwürfe sexuellen Missbrauchs oder sexueller Übergriffe an Minderjährigen und erwachsenen Schutzbefohlenen durch Kleriker, vom Erzbischof beauftragte Ordensangehörige und andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im kirchlichen Dienst vor.

Im Jahr 2018 wurden demnach neun neue Vorwürfe erhoben, davon vier gegen Kleriker.

2018 wurde kein kirchliches Ermittlungsverfahren aufgenommen.

Im Jahr 2018 wurden vier neue Anträge auf Leistungen in Anerkennung des Leids, das Opfern sexuellen Missbrauchs zugefügt wurde, gestellt. Bisher wurden beim Erzbistum Berlin 23 Anträge gestellt und bewilligt mit einer Gesamtsumme der Zahlungen an Betroffene von 89.000 €.

Darüber hinaus wurden mittlerweile rund 30.000 € für die Erstattung der Kosten für psychotherapeutische Leistungen und entstandene Fahrtkosten an Opfer sexuellen Missbrauchs ausgezahlt.
Sämtliche materielle Leistungen werden nicht aus Kirchensteuermitteln aufgebracht.

In diesem Zwischenbericht sind nicht die Verdachtsfälle, die bei Orden im Bereich des Erzbistums eingegangen sind, erfasst.

Die beauftragte Ansprechperson für Hinweise auf sexuellen Missbrauch durch Kleriker, Ordensangehörige oder andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im kirchlichen Dienst, Sigrid Richter-Unger, steht weiterhin für Anzeigen des sexuellen Missbrauchs im Bereich des Erzbistums Berlin und für entsprechende Anträge auf materielle Leistungen zur Verfügung.

http://praevention.erzbistumberlin.de/