Ökumenischer Gottesdienst für bedrängte Christinnen und Christen in SyrienBischof Dröge, Kardinal Woelki und Syrischer Bischof Aydin halten Fürbitte

Mit einem ökumenischen Gottesdienst in der St. Marienkirche, Karl-Liebknecht-Straße 8, 10178 Berlin, am Sonntag, dem 24. Februar 2013, um 18 Uhr erinnern Christinnen und Christen an bedrängte Glaubensgeschwister in Syrien und halten Fürbitte für sie. Bischof Dr. Markus Dröge wird predigen. An der Gestaltung wirken unter anderem Rainer Maria Kardinal Woelki und Erzbischof Dr. Hanna Julius Aydin von der syrisch-orthodoxen Kirche mit. Musikalisch wird der Gottesdienst unter anderem von einem syrisch-orthodoxen und einem serbisch-orthodoxen Chor begleitet.

Weitere Beteiligte: Erzbischof Karekin Bekdjian, Primas der armenisch-apostolischen-orthodoxen Diözese, Bischof Dr. Hanna Haikal, Griechisch-orthodoxe Kirche von Antiochia, Archimandrit Emanuel Sfiatkos, stellvertretender Vorsitzender des Ökumenischen Rates Berlin-Brandenburg, Sona Eypper, Vorsitzende des Internationalen Konvents, Dr. Dieudonné Tobbit, Vorsitzender des Rates afrikanischer Christen, Pfarrerin Beate Dirschauer, St. Marienkirche, Pfarrer Dr. Christof Theilemann, Berliner Missionswerk, und Pastorin Nicole Witzeman, Bund evangelisch-freikirchlicher Gemeinden.

Die Lage der Menschen in Syrien hat sich in den letzten Wochen und Monaten dramatisch verschlechtert. Der Aufstand gegen das Assad-Régime, der in Syrien vor rund. zwei Jahren friedlich und hoffnungsvoll begann, entwickelt sich mehr und mehr auch zu einem religiösen Konflikt. Menschen aller Religionen leiden unter der sich im Bürgerkrieg ins Maßlose steigernden Gewalt. Islamistische Gruppen nutzen den Aufstand für ihre radikalen Ziele aus. Sie wollen die Islamisierung der Gesellschaft vorantreiben. In vielen Gegenden Syriens, in denen Christen leben, ist die Staatsgewalt zerfallen. In manchen Städten werden Christen wie Muslime gewaltsam vertrieben, misshandelt und ermordet.

„In dieser Auseinandersetzung gerät die christliche Minderheit zunehmend zwischen die Fronten. Syrien ist ein multi-ethnischer und multi-religiöser Staat. Anders als die meisten Volksgruppen lebt die überwiegende Mehrheit der Christen nicht in geschlossenen Ortschaften und Vierteln, sondern als eine Minderheit unter anderen Volksgruppen. Das macht sie in dieser Auseinandersetzung angreifbar", betont der Ökumenebeauftragte der syrisch-orthodoxen Kirche in Berlin, Amill Gorgis.