„Pastoralverbund Reinickendorf-Nord“Modellprojekt für drei Pfarrgemeinden

Unter dem Titel „Pastoralverbund Reinickendorf-Nord“ beginnt ein Modellprojekt für die Pastoral der Pfarrgemeinden St. Martin, Maria Gnaden und St. Hildegard.

Im September 2011 werden die drei Gemeinden unter der Leitung eines Pfarrers in einem Pastoralverbund zusammengeschlossen. Die Pfarreien mit ihren Gremien bleiben einerseits rechtlich weiterhin selbstständig bestehen, andererseits sind sie auf eine Zusammenarbeit im Pastoralverbund ausgerichtet. Dazu wird aus den Vorständen der Pfarrgemeinderäte und den Hauptamtlichen ein Pastoralverbundsrat gebildet. Neben dem leitenden Pfarrer werden zwei weitere Priester und zwei Gemeindereferentinn/en dem Pastoralverbund zugeordnet. In diesem Team soll ferner der/die Pastoralreferent/in im Dekanat mitarbeiten. In diesem Pastoralteam wird die Zuordnung der Aufgaben gemeinsam entwickelt. Zur Vereinfachung der Verwaltung wird ein zentrales Sekretariat eingerichtet.

Die Stärkung der Ortsnähe von Kirche an den gemeindlichen Standorten und an den besonderen Orten wie z.B. Krankenhaus oder Schule führt zu einer Neuausrichtung des ehrenamtlichen Dienstes.

Das Projekt ist auf fünf Jahre ausgelegt. Es wird fortlaufend evaluiert und abschließend ausgewertet, in welcher Weise es fortgeführt wird. Die einzelnen Gemeinden und ihre Gremien sind an der Umsetzung des Projekts beteiligt.

Erwartet wird mit diesem Modell eine Stärkung der Kirche vor Ort und zugleich der überpfarrlichen Präsenz. Der Zusammenschluss mehrerer Pfarreien bietet die Möglichkeit, Kräfte zu bündeln und zu verstärken, Erfahrungen und Ideen auszutauschen und Entlastung zu erreichen. Ein einheitliches Auftreten von Kirche in einem größeren Gebiet ermöglicht darüber hinaus neue Formen der Mitgestaltung von Gesellschaft und ein neues sich Öffnen für den missionarischen Auftrag.