Prälat Tobias Przytarski zum Diözesanadministrator gewähltMit der Bitte um Ihr Gebet

Das Metropolitankapitel bei St. Hedwig hat in seiner Sitzung am 22. September 2014 Prälat Tobias Przytarski zum Diözesanadministrator gemäß ca. 421 CIC gewählt. Zu seinem Ständigen Stellvertreter hat er Prälat Dr. Stefan Dybowski bestimmt.

Die Wahl hatte – mit Eintritt der Sedisvakanz am 20. September 2014 – binnen Wochenfrist zu erfolgen. Der Diözesanadministrator leitet das Erzbistum Berlin bis zur Ernennung eines neuen Erzbischofs von Berlin. Die Sedisvakanz trat ein mit der Amtseinführung von Rainer Maria Kardinal Woelki als Erzbischof von Köln.

Entsprechend can. 427 §1 CIC sind die Rechte eines Diözesanadministrators begrenzt, „während der Sedisvakanz darf nichts verändert werden“ (can. 428 CIC).
Dompropst Prälat Ronald Rother bittet um das Gebet aller Gläubigen.

„Das Amt des Diözesanadministrators erlischt mit der Besitzergreifung der Diözese durch den neuen Bischof“ (can. 430 CIC).

Mit Eintritt der Sedisvakanz beginnt das Verfahren zur Wahl und Ernennung eines neuen Erzbischofs. Unter anderem durch das Metropolitankapitel werden Vorschläge von geeigneten Kandidaten nach Rom geschickt. Die Bischofskongregation prüft diese Vorschläge und schickt eine Dreierliste („Terna“) an das Metropolitankapitel, das daraus den Erzbischof von Berlin wählt.
Nach Zustimmung des gewählten Kandidaten werden die Landesregierungen informiert, ernannt wird der Erzbischof durch den Heiligen Vater. Es folgt die Amtseinführung und „Inbesitznahme“ der Diözese, ggf. in Verbindung mit der Bischofsweihe.

Zur Person:

Prälat Tobias Przytarski, lic.iur.can., geb. am 29. Oktober 1959 in Berlin, war nach Studium in Paderborn und Rom Kaplan, Diözesandirektor für Geistliche Berufe, Gemeindepfarrer und Krankenhausseelsorger. 2001 übernahm er als Offizial die Verantwortung für die kirchliche Gerichtsbarkeit, ab 2005 war Przytarski zusätzlich für die Beziehungen zwischen Kirche und Politik in Berlin und Brandenburg zuständig. Er vertrat zudem die katholische Kirche im Rundfunkrat des rbb. 2006 hatte ihn Kardinal Sterzinsky ins Berliner Metropolitankapitel berufen. Am 1. März 2012 ernannte ihn Erzbischof Woelki zum Generalvikar des Erzbistums Berlin. Mit dessen Ernennung zum Erzbischof von Köln erlosch dieses Amt.

Prälat Dr. Stefan Dybowski, geb. am 07. Dezember 1953 promoviert in Caritas-Wissenschaften, war u.a. Caritasrektor, Pfarrer und Leiter des Dezernats Seelsorge, sowie als Dompropst Vorgänger von Prälat Ronald Rother. Seit 2012 ist er zuständig für die geistliche Begleitung des Prozesses „Wo Glauben Raum gewinnt“, die Frauenorden und die geistlichen Gemeinschaften und Bewegungen.

Das Metropolitankapitel:

Das Metropolitankapitel nimmt die liturgischen Dienste (Gottesdienste) in der Kathedrale (Bischofskirche) wahr, es berät den Bischof in allen wichtigen Fragen als Beratergremium im Sinne des Kirchenrechts (can. 502 CIC). Es wählt nach Eintreten der Sedisvakanz den Diözesanadministrator sowie den neuen Bischof.
Dem Metropolitankapitel gehören an:

  • Der Dompropst Prälat Ronald Rother
  • Die residierenden Domkapitulare Weihbischof Dr. Matthias Heinrich, Prälat Dr. Stefan Dybowski, Prälat Tobias Przytarski, Msgr. Martin Pietsch, Msgr. Ulrich Bonin, sowie der nichtresidierende Domkapitular Msgr. Winfried Onizazuk, Pfarrer von St. Mauritius, Sprecher des – mit der Vakanz rechtlich erloschenen – Priesterrats.
    Der nichtresidierende Domkapitular ist nicht wahlberechtigt zur Wahl des Diözesanadministrators.