Rat der Muttersprachlichen Gemeinden konstituiert

Rat der muttersprachlichen Gemeinden wählt neuen Vorstand

Am Mittwoch, 23. September 2020, hat sich zum zweiten Mal der Rat der Muttersprachlichen Gemeinden konstituiert. Ein Drittel der Katholiken im Erzbistum Berlin haben eine andere Muttersprache als Deutsch. Aufgabe des Rates ist es, diese Perspektive in Gremien und Beratungen im Erzbistum Berlin einzubringen. Er wurde gegründet, um die Vielfalt der religiösen und kulturellen Prägungen in die Berliner Ortskirche einzubringen und arbeitet eng zusammen mit dem Bereich Pastoral, der Jugendseelsorge, der Caritas und dem Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Berlin.

Zuvor wurde der bisherige Vorstand des Rates der Muttersprachlichen Gemeinden verabschiedet, der einen Bericht über die Initiativen und Veranstaltungen gab, durch die die Muttersprachlichen Gemeinden das Leben im Erzbistum mitgestaltet haben. Der Vorstand rief gleichzeitig die unzureichende personelle Ausstattung in Erinnerung. Berichtet wurde auch über das fehlende Verständnis für eine Seelsorge in anderer Muttersprache. Seinen Nachfolgern gab der scheidende Vorstand mit, sich an der Erarbeitung einer neuen Richtlinie für die Missionen zu beteiligen.

Dem bisherigen Vorstand, bestehend aus Anica Krstanovic und Beata Stroz als Vorsitzenden, sowie Alicia Reymer de Krause, Dunja Apikian, Jessica Geagea, Pater Marek Kedzierski und Pater Tarcisio Feldhaus, hatte Erzbischof Dr. Heiner Koch bereits schriftlich gedankt:
„Der Rat der Muttersprachlichen Gemeinden ist aus einer Initiative von engagierten Gläubigen entstanden, die den Katholiken mit ausländischen Wurzeln eine starke Stimme geben, die das kirchliche und gesellschaftliche Leben in ihrer neuen Heimat mitgestalten wollen. Der Rat hat dazu beigetragen, dass wir uns der religiösen Vielfalt bewusster werden und Impulse aus vielen Teilen der Weltkirche wahrnehmen können. Die Muttersprachlichen Gemeinden tragen erheblich dazu bei, dass der Glaube in unserer Region als eine kraftvolle Lebensrealität wahrgenommen wird.“ So heißt es in einem Schreiben, das am Abend verlesen wurde.

Für den Vorstand des Diözesanrates dankte Marie-Hélène Müßig für die geleistete Arbeit und die gute Zusammenarbeit: Der Rat habe sich mit Power und viel Fantasie in das Leben des Erzbistums eingebracht.

Für die neue Amtszeit konstituierte sich der Vorstand neu. Gewählt wurden:
Beata Stroz (Polnische Mission), Albertina Gaspar (Portugiesischsprachige Mission), Alicia Reymer de Krause, (Spanischsprachige Mission), Phuoc van Ho (Vietnamesische Mission), Rosika Tustonjic (Kroatische Mission), sowie Pfarrer Franklin Zea Garcia (Spanischsprachige Mission) und Pfarrer Dr. Sylvester O. Ajunwa (Englischsprachige Mission).