St. Hedwigs-Kathedrale: Mehr als 450 Teilnehmer am Wettbewerb

Mehr als 450 Architektur-Büros, darunter rund 30 aus dem Ausland, haben Ihre Teilnahme am „offenen Realisierungswettbewerb mit Ideenteil Neugestaltung des Innenraums der St. Hedwigs-Kathedrale und des baulichen Umfeldes“ erklärt. Das teilte Dompropst Prälat Ronald Rother beim Neujahrsempfang des Berliner Erzbischofs mit. Mit dem 31. Dezember 2013 endete die Frist zur Erklärung der Teilnahme

In seiner Ansprache ging Rother auch auf die Diskussion um eine mögliche Schließung der derzeitigen Öffnung zur Unterkirche ein: Dabei entstünden „neue Mythen“: Die Öffnung zur Unterkirche sei so vom Architekten Hans Schwippert angelegt, weil er sie bedingt durch Kriegszerstörung so vorgefunden habe. „Klingt sympathisch, ist aber falsch!“, so Rother, vielmehr sei bald nach dem Krieg mit Aufräumarbeiten und dem Wiederaufbau der Kathedrale begonnen worden. Dabei wurde auch der Fußboden repariert. „Schwippert fand – als er 1955 beauftragt wurde – den Hauptraum intakt vor mit Kapitellen an den Säulen und einen geschlossenen Fußboden. Um Nebenräume und mehr Platz zu schaffen, ließ er die Gräber in der Krypta gänzlich räumen und schuf die Öffnung zwischen Unter- und Oberkirche.“

Bis zum 7. Februar 2014 sind nun die Wettbewerbsleistungen für die Phase I des Wettbewerbs einzureichen, Anfang März wird das Preisgericht dann erstmals eine Vorauswahl treffen. Ab dann sollen in einer zweiten Phase ausgewählte Entwürfe weiter entwickelt werden.

Eine Entscheidung, welche Entwürfe prämiert werden, ist für Ende Juni 2014 vorgesehen.

www.wettbewerb-kathedrale.de