Umgestaltung der St. Hedwigs-KathedraleNächste Schritte

Das Erzbistum Berlin nutzt die Zeit der Vakanz, um für einen neuen Erzbischof die Grundlagen für eine endgültige Entscheidung über die Umgestaltung der St. Hedwigs-Kathedrale zu schaffen.

Nach den Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW 2013) ist vorgesehen, den Entwurf des ersten Preisträgers zu realisieren. Insofern ist die Entscheidung der Jury vom Juli 2014 bindend, wenn die Kathedrale umgestaltet werden soll.

Um eine belastbare Entscheidungsgrundlage zu schaffen, werden folgende Maßnahmen ergriffen:

  • Umsetzung und Abstimmung hinsichtlich weiterer Auflagen der Jury im Gespräch zwischen Auslober, Kritikern, weiteren Beteiligen und den Architekten. Zwei große Gesprächsrunden mit Peter Sichau (Sichau & Walter Architekten BDA) und Leo Zogmayer haben bereits stattgefunden, weitere sind geplant.
  • Weiter Präzisierung der Zielstellung durch den Auslober
  • Erstellen der Entwurfsplanung mit Kostenberechnung
  • Durchführung von Baugrunduntersuchung

Hierfür hat der Diözesanvermögensverwaltungsrat (DVR) des Erzbistums Berlin für die Kathedrale und die Unterkellerung der Hoffläche zur Schaffung von Sakristei, Probenraum Domchor und Technikräumen unter dem Hof Mittel bis zu einer maximalen Kostenhöhe von 1,5 Mio. Euro freigegeben. Darin sind neben den Honorarkosten der Architekten auch die der Fachingenieure wie TGA (Technische Gebäudeausrüstung), Bauphysik, Akustik, Tragwerksplanung und Lichtplanung bis zur Leistungsphase 3 „Entwurfsplanung und Kostenberechnung“ (nach der Honorarordnung für Architekten- und Ingenieurleistungen (HOAI)) enthalten.

Eine belastbare Kostenberechnung liegt noch nicht vor.

Zur Finanzierung der Sanierung und Umgestaltung von St. Hedwig greift das Erzbistum Berlin auf eigene Rückstellungen zurück, ist aber auch auf Unterstützung angewiesen.

So wurden und werden Gespräche geführt über eine mögliche Unterstützung durch die öffentliche Hand.
Das Erzbistum Berlin wirbt bereits jetzt auch um private Geldgeber und Unterstützer. In diesem Zusammenhang wird die Gründung einer Stiftung vorbereitet.

Eine Sanierung der St. Hedwigs-Kathedrale wird schon seit Jahren als dringlich angesehen, sie umfasst neben einer Grundreinigung u.a. eine Aktualisierung der gesamten Technik, der Heizungsanlage, der Beleuchtung, aber auch eine Untersuchung und Sanierung des Untergrunds. Dies bedeutet in jedem Fall umfangreiche Arbeiten im Innern der Kathedrale. Anlässlich der Sanierung ist es geboten, auch die Möglichkeiten und Notwendigkeiten einer Umgestaltung zu prüfen. Hierzu hatte das Erzbistum Berlin im November 2013 einen Wettbewerb ausgelobt.

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