Verabschiedung der Armen Schulschwestern aus BerlinWeihbischof em. Wolfgang Weider feiert Gottesdienst in St. Alfons

Im Gottesdienst in St. Alfons am Sonntag, dem 3. Mai 2015, 9.30 Uhr, verabschiedet Weihbischof em. Wolfgang Weider die Armen Schulschwestern Sr. Claudia und Sr. Andrea. Sie stehen stellvertretend für viele Mitschwestern, die seit 1945 im Erzbistum Berlin tätig waren. Ihre Mitschwestern sind schon vor einiger Zeit in andere Häuser des Ordens umgezogen.

In einem Schreiben von Diözesanadministrator Prälat Tobias Przytarksi an die Schwestern heißt es dazu u.a.:

„Als Heimatvertriebene kamen Ihre Mitschwestern nach Ende des Zweiten Weltkrieges in das Bistum Berlin, das in zwei unterschiedlichen Gesellschaften lebte. Sie brachten nicht nur leidvolle persönliche Erfahrungen des Kriegsendes mit, sondern auch wertvolle Fähigkeiten für die Seelsorge und Katechese. Im Ostteil des Bistums haben Ihre Mitschwestern wichtige Dienste der Pastoral und Caritas, z.B. durch ihre Arbeit im Heim Maria Frieden in Berlin-Niederschönhausen, mitgetragen und sie haben dabei die schwierigen Bedingungen des sozialistischen Staates in Kauf genommen. In West-Berlin ist auf der Basis des Viermächte-Status von Berlin die Gründung des freien katholischen Schulwesens von Ihren Schwestern möglich geworden. Stellvertretend für alle soll hier Sr. Hiltrud Dudek genant werden. Sie hat zusammen mit dem tatkräftigen Neuköllner Pfarrer Viktor Trawnik von St. Clara und der engagierten Elternschaft gegen vielfache Widerstände die Marienschule aufgebaut und geleitet. Später kamen andere Schulen in weiteren West-Berliner Bezirken hinzu, die zunächst ebenfalls von Schulschwestern geleitet wurden.

Die Kirche von Berlin schuldet den Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau für Ihren jahrzehntelangen treuen Dienst großen Respekt und Dank. Möge Gottes Segen das weitere Wirken Ihrer Kongregation begleiten.“

Ort:

Kirche St. Alfons
Beyrodtstr. 4, 12277 Berlin