Von Pfarreirat und Gemeinderäten Gremienwahl in Reinickendorf-Nord

Am 1. Januar wird aus dem Pastoralen Raum Reinickendorf-Nord die erste neue Pfarrei im Erzbistum Berlin: St. Franziskus. Am Wochenende wählen die Gläubigen bereits die neuen pastoralen Gremien. Wie sehen diese aus?

Einen traditionellen Pfarrgemeinderat wird es nicht mehr geben. Seine Arbeit teilt sich künftig auf die Ebene der Pfarrei und die Ebene der Gemeinden auf: auf einen Pfarreirat, der die pastorale Arbeit in der Gesamtpfarrei im Blick behält, und auf Gemeinderäte, die sich für die Pastoral vor Ort einsetzen.

Der Gemeinderat

Die Gemeinderäte der neuen Pfarrei St. Franziskus sind an den drei ehemaligen Pfarreien Maria Gnaden, St. Hildegard und St. Martin angesiedelt. Jeder dieser drei Gemeinderäte vertritt mehrere Gemeinden, die sich an den sieben verschiedenen Gottesdienstorten versammeln. So vertritt der Gemeinderat Maria Gnaden die Gemeinden Maria Gnaden in Berlin-Hermsdorf und Christkönig in Berlin-Lübars, der Gemeinderat St. Hildegard die Gemeinden St. Hildegard in Berlin-Frohnau, St. Katharinen in Schildow und St. Judas Thaddäus in Hohen Neuendorf sowie der Gemeinderat St. Martin die Gemeinden St. Martin in Berlin-Märkisches Viertel und St. Nikolaus in Berlin-Wittenau.

Über den Gemeinderat heißt es in der Satzung: „Der Gemeinderat dient dem Aufbau und der Erhaltung einer lebendigen Gemeinde. Er trägt zur Verwirklichung des Heils- und Weltauftrags der Kirche in der Pfarrei bei. Aufgabe des Gemeinderates ist es, in allen Fragen, die die Gemeinde betreffen, je nach Sachbereichen, beratend oder beschließend aktiv zu werden und mitzugestalten.“

In einen Gemeinderat werden sechs Mitglieder von der Gemeinde gewählt, darunter mindestens einer aus jedem Gottesdienstort.
Außerdem gehören ihm stimmberechtigt an: der Pfarrer oder ein von ihm beauftragter Priester als geborenes Mitglied; ein vom Kirchenvorstand entsandtes Mitglied, wenn möglich aus der Gemeinde; zwei berufene Vertreter der Orte kirchlichen Lebens; ein delegierter Jugendvertreter; zwei weitere berufene Mitglieder.
Des Weiteren gehören ihm beratend an: ein Vertreter des Pastoralen Personals; ein Vertreter der Ökumene; Vertreter aller weiteren relevanten Gruppen und Verbände.

Geleitet werden die Gemeinderäte nicht mehr von einem Vorsitzenden, sondern von einem Sprecherteam. Dabei handelt es sich um ein dreiköpfiges Gremium aus dem Pfarrer bzw. dem von ihm berufenen Priester sowie einer Frau und einem Mann, die der entsprechende Gemeinderat aus seinen Mitgliedern wählt.

Der Pfarreirat

Dem Pfarreirat ist das pastorale Gremium für die gesamte Pfarrei. In der Satzung heißt es: „Der Pfarreirat dient dem Aufbau und der Erhaltung einer lebendigen Pfarrei. Er trägt zur Verwirklichung des Heils- und Weltauftrags der Kirche bei. Aufgabe des Pfarreirats ist es, in allen Fragen, die die Pfarrei betreffen, je nach Sachbereichen beratend oder beschließend mitzuwirken. Er ist für die Koordinierung der gesamten Pastoral und des Informationsaustausches innerhalb der Pfarrei zuständig.“

In den Pfarreirat werden sechs Mitglieder von der gesamten Pfarrei gewählt.
Außerdem delegiert jeder der drei Gemeinderäte sowie die Muttersprachliche Gemeinde – in diesem Fall die spanische – je zwei Vertreter in den Pfarreirat.
Zudem gehören ihm stimmberechtigt an: der Pfarrer als geborenes Mitglied; ein vom Kirchenvorstand entsandtes Mitglied; zwei berufene Vertreter der Orte kirchlichen Lebens; zwei delegierte Jugendvertreter; zwei weitere berufene Mitglieder.
Des Weiteren gehören ihm beratend an: der Verwaltungsleiter; zwei Vertreter des Pastoralen Personals und ein Vertreter der Ökumene.

Auch der Pfarreirat wird nicht mehr von einem Vorsitzenden geleitet, sondern von einem Vorstand. Dabei handelt es sich ebenfalls um ein dreiköpfiges Gremium aus dem Pfarrer sowie einer Frau und einem Mann, die der Pfarreirat aus seinen Mitgliedern wählt.

Der Kirchenvorstand

Der Kirchenvorstand muss für die neue Pfarrei St. Franziskus muss an diesem Wochenende nicht gewählt werden. Der Kirchenvorstand setzt sich vielmehr aus den gewählten Kirchenvorständen der alten Pfarreien zusammen. Jeder der drei bestehenden Kirchenvorstände entsendet je vier Mitglieder aus seinen Reihen in das neue Gremium der neuen Pfarrei, bevor sie sich selbst auflösen. Diese Zwölf bilden mit dem Pfarrer als Vorsitzenden sowie einem Mitglied des Pfarreirates die stimmberechtigten Mitglieder des neuen Kirchenvorstandes. Hinzu kommt als beratendes Mitglied der Verwaltungsleiter.

Zum Nachlesen finden Sie „Satzungen der Gemeinderäte und des Pfarreirates in der Pfarrei St. Franziskus Berlin-Reinickendorf Nord“ hier.