Weihnachten bleibt - auch in Corona-Zeiten

Kulturministerin Manja Schüle hat heute als zuständige Ministerin für Fragen der Kirchen und Religionsgemeinschaften ein Gespräch in Potsdam mit Vertretern beiden großen Kirchen geführt. Dabei ging es vor dem Hintergrund der gerade veröffentlichten aktuellen Eindämmungsverordnung insbesondere um die Regelungen zu Gottesdiensten an den Weihnachtsfeiertagen.

Kulturministerin Manja Schüle: „Uns ist allen klar: Angesichts des aktuellen Infektionsgeschehens müssen religiöse Großveranstaltungen vermieden werden. Dennoch bin ich froh, dass wir den durch das Grundgesetz besonders geschützten Bereich der Religionsfreiheit trotz Corona nicht antasten. Ich bin beeindruckt von den innovativen, kreativen und spannenden Alternativ-Formaten der beiden großen Kirchen für Weihnachten. Dafür steht in besonderer Weise auch ihre gemeinsame Aktion in Berlin und Brandenburg ‘Weil wir Hoffnung brauchen‘: Weihnachtsbäume werden zu Hoffnungsbäumen, Plakate verbreiten die Botschaft von Nähe, Liebe, Freude und Glaube. Und in den sozialen Medien wird Raum für Austausch und Vernetzung geschaffen. Die beiden Kirchen schaffen damit Raum für Begegnungen, Miteinander und Füreinander – und das verantwortungsvoll, verlässlich und sicher. Auch wenn in diesem Jahr alles anders ist als sonst: Weihnachten bleibt. Ich freue mich darauf.“

Martin Vogel, Beauftragter der Evangelischen Kirchen bei den Ländern Berlin und Brandenburg: „Wir wollen keine Viren weitergeben, sondern Hoffnung teilen. Unsere Gemeinden bereiten sich seit Wochen auf das Weihnachtsfest vor. Sie entwickeln verantwortbare Formen, damit wir Zuversicht und Hoffnung feiern können. Da wo die Kirchen vor einem Jahr proppenvoll waren, wird es an diesem 24. Dezember anders sein. Es wird viele, klei-ne Christvespern oder kurze Open-Air-Gottesdienste vor den Kirchen geben. Begegnung auf Abstand. In manchen Dörfern wird es Stationen-Wege mit Hirten an der Feuerschale oder einem Krippenspiel-Engel auf Abstand geben. Weihnachten soll auch in diesem Jahr ein Fest der Hoffnung werden.“

Gregor Engelbreth, Leiter des Katholischen Büros Berlin-Brandenburg: „Wir sind dankbar, dass wir in diesem außergewöhnlichen Jahr Gottesdienste an Weihnachten feiern können. Uns ist bewusst, dass diese nur unter sicheren Hygienebedingungen stattfinden können, um die Gesundheit der Gottesdienstteilnehmer und ihrer Familien zu schützen. Deshalb haben wir sehr gute und umfassende Hygienekonzepte entwickelt, damit das verantwortungsvolle Feiern der Gottesdienste gelingen kann.“

Für religiöse Veranstaltungen gelten laut § 6 der Eindämmungsverordnung folgende Regeln: Veranstalter*innen von religiösen Veranstaltungen außerhalb und innerhalb von Kirchen, Moscheen, Synagogen und sakralen Räumlichkeiten anderer Glaubensgemeinschaften müssen auf Grundlage eines individuellen Hygienekonzepts Folgendes sicherstellen: 

  • die Einhaltung des Abstandsgebots zwischen allen Teilnehmenden,
  • die Steuerung und Beschränkung des Zutritts und des Aufenthalts,
  • das verpflichtende Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung,
  • den regelmäßigen Austausch der Raumluft durch Frischluft sowie
  • das Erfassen von Personendaten aller Teilnehmenden zur Kontaktnachverfolgung.

Weitere Informationen: www.weil-wir-hoffnung-brauchen.de