„Wir brechen auf“ Pfarrer Andreas Sommer über die erste Sitzung des Pastoralausschusses

Gruppenfoto nach der ersten Sitzung: der Pastoralausschuss des Pastoralen Raums Stralsund-Rügen-Demmin. Foto: privat

Am 09. März errichtete Erzbischof Heiner Koch den Pastoralen Raum Stralsund-Rügen-Demmin. Nun kam in Stralsund am 21. Mai zum ersten Mal der Pastoralausschuss zusammen. Das Gremium soll in den kommenden drei Jahren die inhaltliche Gestalt der künftigen, den Pastoralen Raum umfassenden, Pfarrei entwickeln. Mit dem Leiter des Prozesses im Pastoralen Raum, Pfarrer Andreas Sommer, sprach Alfred Herrmann.

Frage: Herr Pfarrer Sommer, wie lief die erste Sitzung des neuen Pastoralausschusses ab?

Pfarrer Sommer: Begonnen haben wir mit einer Meditation und zwar zu einem Bild über Abraham, der allein auf die Verheißung Gottes hin in ein neues Land aufbricht. Auch wir brechen auf in eine neue, ein wenig ungewisse Zukunft und auch wir hoffen und vertrauen darauf, dass sich die Verheißung Gottes erfüllt. Im zweiten Schritt ging es ums Kennenlernen. Dabei sollte sich jeder vorstellen und aufschreiben, wo und in welchem Bereich sie oder er aktiv ist. Wie auf einem Marktplatz konnte schließlich jeder umhergehen und sich anschauen, was alles bei uns im Pastoralen Raum existiert. Eine gute Gelegenheit um miteinander ins Gespräch zu kommen.

Frage: Was stand neben Geistlichem und Kennenlernen noch auf der Tagesordnung?

Pfarrer Sommer: Wir haben die Themen und Fragen, die jeder einzelne mitbrachte, gesammelt und sortiert, und auf dieser Basis die künftigen Arbeitsgruppen umrissen. Schließlich wählten wir noch die vier Mitglieder, die der Pastoralausschuss in die Steuerungsgruppe entsendet. Die gesamte Sitzung des Pastoralausschusses leitete übrigens unsere Moderatorin Barbara Werfel.

Frage: Wie gestaltet sich die Arbeitsweise im Pastoralausschuss?

Pfarrer Sommer: Im Vorfeld trifft sich die Steuerungsgruppe [das sind der Leitende Pfarrer, der Verwaltungsleiter und die vier gewählte Vertretern aus dem Pastoralausschuss (Anm. d. Red.)] mit der Moderatorin und bereitet den Ablauf der Sitzung vor. Ansonsten kann man die Arbeitsweise des Pastoralausschusses ein wenig mit der des Dekanatsrates vergleichen.

Frage: Wie setzt sich der Pastoralausschuss zusammen?

Pfarrer Sommer: Um die Runde nicht zu groß und damit arbeitsfähig zu halten, habe ich von allen drei Pfarreien Demmin, Stralsund und Rügen jeweils zwei Vertreter vom Pfarrgemeinderat und zwei Vertreter vom Kirchenvorstand eingeladen. Sie sind vorher von den jeweiligen Gremien gewählt oder bestimmt worden. Zudem gehören alle hauptamtlichen pastoralen Mitarbeiter dazu, die im Pastoralen Raum aktiv sind. Hinzu kommen Vertreter der Orte kirchlichen Lebens wie eine Verantwortliche von der Caritas Vorpommern, zwei Leute vom Caritas-Seniorenzentrum St. Josef, zwei von den Maltestern. Der Pastoralausschuss hat in seiner ersten Sitzung zudem beschlossen, dass künftig noch ein Vertreter der Kita, eine Ordensschwester sowie zwei Jugendvertreter vom BDKJ eingeladen werden sollen.

Frage: Wie viele Mitglieder hat der Pastoralausschuss dann?

Pfarrer Sommer: 28 – allerdings sollten an den Arbeitsgruppen weitere Leute aus den Pfarreien und Einrichtungen beteiligt werden, die nicht im Pastoralausschuss vertreten sind, sprich: wir müssen noch mehr mit ins Boot holen.

Frage: Was sind das für Arbeitsgruppen?

Pfarrer Sommer: Die Arbeitsgruppen widmen sich einzelnen Teilgebieten und arbeiten so dem Pastoralausschuss zu. Um diese festzulegen, ging es zunächst darum, welche Themen in den drei Regionen des Pastoralen Raumes anstehen. Dabei haben sich acht Schwerpunkte herauskristallisiert. Diese nehmen die Pastoralausschussmitglieder nun als unverbindliche Vorschläge mit in ihre Gremien. Wir wollen wissen, ob wir damit alle wichtigen Bereiche abdecken oder ob das nicht sogar zu viele Arbeitsgruppen sind und ob wir für diese Gruppen auch genug Ehrenamtliche haben, um sie zu besetzen. Bei unserer nächsten Sitzung im Juni wollen wir uns dann verbindlich festlegen.

Frage: Auf welche Themengebiete haben sie sich verständigt?

Pfarrer Sommer: Es handelt sich um die Bereiche Ehrenamt, Kinder- und Jugendarbeit, Familien, Liturgie und Seelsorge, Senioren, Ökumene und Tourismusseelsorge sowie Kommunikation, Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit angedacht. Hinzu kommt ein Bereich, den wir „Von der Dreiheit zur Verbundenheit im Pastoralen Raum“ genannt haben. Darin fragen wir uns zum einen, wie jede der drei Regionen ihr Profil in einer so großen Pfarrei erhalten kann. Denn denkt man schon allein an die Entfernungen, wird klar, wir werden drei Regionen bleiben und müssen das, was sich vor Ort bewährt hat, beibehalten. Zum anderen stellt sich die Frage, wie wir als Ganzes ausgewogen zusammenarbeiten können.

Frage: Wie oft wird sich nun der Pastoralausschuss treffen und wo wird das sein?

Pfarrer Sommer: Er wird in etwa drei- bis viermal im Jahr zusammenkommen. Zwischen den einzelnen Sitzungen muss genug Zeit für die Arbeitsgruppen bleiben. Das nächste Treffen des Pastoralausschusses ist allerdings bereits im Juni, damit noch vor der Sommerpause alles Strukturelle geregelt ist, um danach inhaltlich arbeiten zu können. Die darauffolgende Sitzung ist dann wahrscheinlich erst im Oktober. Was den Ort der Treffen angeht: der Pastoralausschuss hat beschlossen, dass er sich an verschiedenen Orten im Pastoralen Raum treffen möchte.

Die beispielhafte Einladung zur ersten Sitzung des Pastoralausschusses finden Sie hier.